Zeitstrahl
422 Zitate nach dem Jahr ihres Werks geordnet — von Hesiod (700 v.Chr.) bis Edith Stein (1950), filterbar nach Thema.
Das Jahr ist das Jahr des Werks, nicht der Tag, an dem der Satz fiel: alle Zitate aus der Divina Commedia stehen bei 1321, dem Jahr ihrer Vollendung. 9 Zitate ohne belegtes Werkjahr fehlen hier.
Antike 56
- 700 v.Chr.
Hesiod · Theogonia (V. 116) · aus dem GriechischenZuerst nun entstand das Chaos.
- 700 v.Chr.
Hesiod · Erga kai hemerai (V. 289-290) · aus dem GriechischenVor die Tugend haben die unsterblichen Götter den Schweiß gesetzt.
- 700 v.Chr.
Hesiod · Erga kai hemerai (V. 40) · aus dem GriechischenToren — sie wissen nicht, um wieviel die Hälfte mehr ist als das Ganze.
- 580 v.Chr.
Sappho · Sappho-Fragmente (LP 31) · aus dem GriechischenDer scheint mir gleich den Göttern zu sein, der dir gegenüber sitzt und dich nahe süß sprechen hört
- 580 v.Chr.
Sappho · Sappho-Fragmente (LP 16) · aus dem GriechischenManche sagen, ein Reiterheer, andere ein Fußvolk, andere eine Flotte sei auf der schwarzen Erde das Schönste — ich aber: das, was man liebt.
- 500 v.Chr.
Konfuzius · Lunyu (Gespräche) · aus dem ChinesischenWenn drei Menschen gehen, muss einer davon mein Lehrer sein.
- 500 v.Chr.
Konfuzius · Lunyu (Gespräche) · aus dem ChinesischenWas dir selbst unerwünscht ist, füge auch keinem anderen zu.
- 500 v.Chr.
Konfuzius · Lunyu (Gespräche) · aus dem ChinesischenLernen, ohne zu denken, ist eitel, denken, ohne zu lernen, ist gefährlich.
- 500 v.Chr.
Konfuzius · Lunyu (Gespräche) · aus dem ChinesischenLernen und ständig darin sich üben — ist das nicht eine Freude?
- 500 v.Chr.
Konfuzius · Lunyu (Gespräche) · aus dem ChinesischenWas man weiß, als Wissen gelten lassen, was man nicht weiß, als Nichtwissen gelten lassen: das ist Wissen.
- 480 v.Chr.
Heraklit · Heraklit-Fragmente (DK 22 B 119) · aus dem GriechischenDer Charakter ist dem Menschen sein Daimon.
- 480 v.Chr.
Heraklit · Heraklit-Fragmente (DK 22 B 49a) · aus dem GriechischenIn dieselben Flüsse steigen wir und steigen wir nicht; wir sind und sind nicht.
- 480 v.Chr.
Heraklit · Heraklit-Fragmente (DK 22 B 53) · aus dem GriechischenKrieg ist Vater aller Dinge und aller Könige.
- 480 v.Chr.
Heraklit · Heraklit-Fragmente (DK 22 B 123) · aus dem GriechischenDie Natur liebt es, sich zu verbergen.
- 400 v.Chr.
Lao Tzu · Daodejing · aus dem ChinesischenWer andre kennt, ist klug. Wer sich selber kennt, ist weise.
- 400 v.Chr.
Lao Tzu · Daodejing · aus dem ChinesischenEine tausend Meilen weite Reise beginnt vor deinen Füßen.
- 400 v.Chr.
Lao Tzu · Daodejing · aus dem ChinesischenDreißig Speichen umgeben eine Nabe: In ihrem Nichts besteht des Wagens Werk.
- 400 v.Chr.
Lao Tzu · Daodejing · aus dem ChinesischenDaß Schwaches das Starke besiegt und Weiches das Harte besiegt, weiß jedermann auf Erden, aber niemand vermag danach zu handeln.
- 399 v.Chr.
Sokrates · Phaidon (über Platon) · aus dem GriechischenKriton, dem Asklepios schulden wir noch einen Hahn; gebt ihn ihm und vergesst es nicht.
- 399 v.Chr.
Sokrates · Apologie des Sokrates (über Platon) · aus dem GriechischenEin nicht-geprüftes Leben ist für einen Menschen nicht lebenswert.
- 399 v.Chr.
Sokrates · Apologie des Sokrates (über Platon) · aus dem GriechischenIch weiß, dass ich nichts weiß.
- 380 v.Chr.
Sokrates · Protagoras (über Platon) · aus dem GriechischenIch weiß eins: niemand fehlt freiwillig.
- 375 v.Chr.
Platon · Politeia · aus dem GriechischenDer Anfang ist bei jedem Werk das Wichtigste.
- 375 v.Chr.
Platon · Politeia · aus dem GriechischenGerechtigkeit ist, das Seine zu tun.
- 369 v.Chr.
Platon · Theaitetos · aus dem GriechischenDenn dies ist ganz besonders die Verfassung eines Philosophen: das Staunen. Einen anderen Anfang der Philosophie gibt es nicht als diesen.
- 340 v.Chr.
Aristoteles · Nikomachische Ethik (1166a 31) · aus dem GriechischenDer Freund ist ein zweites Selbst.
- 340 v.Chr.
Aristoteles · Metaphysik (A 1, 980a 21) · aus dem GriechischenAlle Menschen streben von Natur nach Wissen.
- 340 v.Chr.
Aristoteles · Politik (1253a 2) · aus dem GriechischenDer Mensch ist von Natur ein staatenbildendes Lebewesen.
- 340 v.Chr.
Aristoteles · Nikomachische Ethik (1098a 18) · aus dem GriechischenEine Schwalbe macht noch keinen Frühling.
- 80 v.Chr.
Marcus Tullius Cicero · Pro Sex. Roscio Amerino · aus dem LateinischenWem zum Vorteil?
- 63 v.Chr.
Marcus Tullius Cicero · In Catilinam I · aus dem LateinischenO Zeiten, o Sitten!
- 55 v.Chr.
Marcus Tullius Cicero · De oratore · aus dem LateinischenDie Geschichte ist Zeugin der Zeiten, Licht der Wahrheit, Leben der Erinnerung, Lehrerin des Lebens, Botin der Vergangenheit.
- 50 v.Chr.
Marcus Tullius Cicero · De legibus · aus dem LateinischenDas Wohl des Volkes sei das oberste Gesetz.
- 23 v.Chr.
Horaz · Carmina (I, 11, 8) · aus dem LateinischenPflücke den Tag, traue so wenig wie möglich dem nächsten.
- 23 v.Chr.
Horaz · Carmina (III, 30, 1) · aus dem LateinischenIch habe ein Monument errichtet, dauerhafter als Erz.
- 20 v.Chr.
Horaz · Epistulae (I, 2, 40-41) · aus dem LateinischenWer begonnen hat, hat die Hälfte schon vollbracht: wage es zu wissen, beginne!
- 13 v.Chr.
Horaz · Carmina (IV, 7, 16) · aus dem LateinischenStaub und Schatten sind wir.
- 65
Lucius Annaeus Seneca · Epistulae morales ad Lucilium · aus dem LateinischenNicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir.
- 65
Lucius Annaeus Seneca · Epistulae morales ad Lucilium · aus dem LateinischenMuße ohne Bildung ist Tod und das Grab eines lebenden Menschen.
- 65
Lucius Annaeus Seneca · Epistulae morales ad Lucilium · aus dem LateinischenAlles, Lucilius, ist fremd; nur die Zeit gehört uns.
- 65
Lucius Annaeus Seneca · Epistulae morales ad Lucilium · aus dem LateinischenLeben, Lucilius, ist Kriegsdienst.
- 125
Epiktet · Encheiridion · aus dem GriechischenNicht die Dinge beunruhigen den Menschen, sondern die Urteile über die Dinge.
- 125
Epiktet · Encheiridion · aus dem GriechischenVon den Dingen liegt einiges in unserer Macht, anderes nicht in unserer Macht.
- 130
Epiktet · Fragmente (überliefert bei Stobaios) · aus dem GriechischenWir haben zwei Ohren und nur einen Mund, damit wir mehr hören und weniger reden.
- 180
Marc Aurel · SelbstbetrachtungenAlle Dinge sind miteinander verflochten, und das Band ist heilig.
- 180
Marc Aurel · SelbstbetrachtungenBald wirst du alles vergessen haben; bald werden alle dich vergessen haben.
- 180
Marc Aurel · SelbstbetrachtungenDie beste Rache ist, nicht zu werden wie dein Feind.
- 180
Marc Aurel · SelbstbetrachtungenLösche den Eindruck, ich sei gekränkt — und die Kränkung ist gelöscht.
- 180
Marc Aurel · SelbstbetrachtungenSei wie ein Fels, an dem sich beständig die Wellen brechen.
- 180
Marc Aurel · SelbstbetrachtungenTu nicht, als wenn du Tausende von Jahren zu leben hättest.
- 180
Marc Aurel · SelbstbetrachtungenNichts begegnet einem, was er von Natur nicht zu ertragen vermag.
- 180
Marc Aurel · SelbstbetrachtungenÜbe dich auch in den Dingen, an denen du verzweifelst.
- 400
Augustinus von Hippo · Confessiones · aus dem LateinischenDu hast uns auf dich hin geschaffen, und unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir.
- 400
Augustinus von Hippo · Confessiones · aus dem LateinischenWas also ist Zeit? Wenn niemand mich danach fragt, weiß ich es; wenn ich es einem Fragenden erklären will, weiß ich es nicht.
- 400
Augustinus von Hippo · Confessiones · aus dem LateinischenNimm und lies.
- 407
Augustinus von Hippo · In Iohannis epistulam ad Parthos tractatus · aus dem LateinischenLiebe, und tu, was du willst.
Mittelalter 21
- 1170
Hildegard von Bingen · Symphonia armonie celestium revelationum · aus dem LateinischenO edelste Lebensgrünkraft, die du in der Sonne wurzelst.
- 1170
Marie de France · Lais (Prolog) · aus dem FranzösischenEs war Brauch der Alten, das bezeugt Priscian, dass sie in den Büchern, die sie schrieben, recht dunkel sprachen.
- 1170
Marie de France · Lais (Prolog) · aus dem FranzösischenWem Gott Wissen geschenkt hat und schöne Beredsamkeit, der darf nicht schweigen noch sich verbergen, sondern soll es gerne zeigen.
- 1173
Hildegard von Bingen · Liber divinorum operum · aus dem LateinischenDenn der Mensch ist die kleinere Welt.
- 1198
Walther von der Vogelweide · Reichston (Spruch L 8,4) · aus dem MittelhochdeutschenIch saß auf einem Stein und schlug Bein über Bein, darauf setzte ich den Ellenbogen.
- 1200
Walther von der Vogelweide · Minneklage · aus dem MittelhochdeutschenSagt mir jemand, was ist Liebe?
- 1228
Walther von der Vogelweide · Elegie (L 124,1) · aus dem MittelhochdeutschenWeh — wohin sind alle meine Jahre verschwunden!
- 1305
Meister Eckhart · Predigt 10 (In diebus suis) · aus dem MittelhochdeutschenNichts kann dem Menschen so nahe sein wie Gott. Gott ist mir näher als ich mir selbst.
- 1305
Meister Eckhart · Predigt 12 (Qui audit me) · aus dem MittelhochdeutschenDas Auge, in dem ich Gott sehe, ist dasselbe Auge, in dem Gott mich sieht.
- 1305
Meister Eckhart · Predigten (Quint) · aus dem MittelhochdeutschenWer Gott für ein Ding sucht oder mit einem Ding, der sucht Gott nicht.
- 1321
Dante Alighieri · La Divina Commedia (Inferno) · aus dem ItalienischenDie Liebe, die dem Geliebten das Wiederlieben nicht erlässt,
- 1321
Dante Alighieri · La Divina Commedia (Paradiso) · aus dem Italienischendie Liebe, die die Sonne bewegt und die anderen Sterne.
- 1321
Dante Alighieri · La Divina Commedia (Inferno) · aus dem ItalienischenIhr wurdet nicht geschaffen, wie die Tiere zu leben, sondern um Tugend und Erkenntnis zu verfolgen.
- 1321
Dante Alighieri · La Divina Commedia (Inferno) · aus dem ItalienischenEin Kuppler war das Buch und der, der es schrieb.
- 1321
Dante Alighieri · La Divina Commedia (Inferno) · aus dem ItalienischenReden wir nicht von ihnen, sondern schau und geh vorüber.
- 1321
Dante Alighieri · La Divina Commedia (Inferno) · aus dem ItalienischenLasst alle Hoffnung fahren, die ihr eintretet.
- 1321
Dante Alighieri · La Divina Commedia (Inferno) · aus dem ItalienischenAuf halbem Weg des Lebens, das wir leben, fand ich mich wieder in dunklem Wald verirrt, weil mir der rechte Pfad verloren war.
- 1321
Dante Alighieri · La Divina Commedia (Paradiso) · aus dem ItalienischenDu wirst erfahren, wie salzig das Brot der anderen schmeckt, und wie hart der Weg ist, auf fremden Treppen hinab- und hinaufzusteigen.
- 1321
Dante Alighieri · La Divina Commedia (Inferno) · aus dem ItalienischenUnd von dort traten wir heraus, die Sterne wiederzusehen.
- 1405
Christine de Pizan · Le Livre de la Cité des Dames · aus dem FranzösischenEs schien mir, als wäre ich gleich einer Ernte tieferer Philosophie als ich es vorher gewesen war: als wäre ich aus einem Traum erwacht.
- 1405
Christine de Pizan · Le Livre de la Cité des Dames · aus dem FranzösischenWenn Gott die Frau in Vortrefflichkeit geschaffen hat, dann ist sie von höchster Vortrefflichkeit.
16. und 17. Jahrhundert 40
- 1580
Michel de Montaigne · Essais (De la solitude) · aus dem FranzösischenDie größte Sache der Welt ist, bei sich selbst sein zu können.
- 1580
Michel de Montaigne · Essais (Apologie de Raimond Sebond) · aus dem FranzösischenWas weiß ich?
- 1588
Michel de Montaigne · Essais (De la phisionomie) · aus dem FranzösischenIch habe hier nur einen Strauß fremder Blumen zusammengebunden — von Eigenem habe ich nichts als das Bindfaden-Band beigesteuert.
- 1588
Michel de Montaigne · Essais (Du repentir) · aus dem FranzösischenIch male nicht das Sein, ich male das Werden.
- 1599
William Shakespeare · As You Like It · aus dem EnglischenDie ganze Welt ist Bühne, und alle Männer und Frauen bloß Spieler.
- 1603
William Shakespeare · The Tragedy of Hamlet · aus dem EnglischenEs gibt mehr Ding' im Himmel und auf Erden, als eure Schulweisheit sich träumt, Horatio.
- 1603
William Shakespeare · The Tragedy of Hamlet · aus dem EnglischenSein oder Nichtsein, das ist hier die Frage.
- 1605
Miguel de Cervantes · El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha · aus dem SpanischenAn einem Ort der Mancha, dessen Namen ich mich nicht entsinnen will, lebte vor nicht langer Zeit ein Hidalgo, einer von denen mit Lanze im Gestell, alter Tartsche, magrem Gaul und Windhund zur Jagd.
- 1605
Miguel de Cervantes · El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha · aus dem Spanischen„Welche Riesen?", fragte Sancho Pansa. „Jene da", antwortete sein Herr, „mit den langen Armen."
- 1605
Miguel de Cervantes · El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha · aus dem SpanischenWisse, Sancho, dass kein Mensch mehr ist als ein anderer, wenn er nicht mehr tut als ein anderer.
- 1605
Miguel de Cervantes · El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha · aus dem SpanischenWenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere.
- 1606
William Shakespeare · Macbeth · aus dem EnglischenDas Leben ist nur ein wandelnder Schatten, ein armer Spieler, der seine Stunde lang auf der Bühne stolziert und sich abmüht und dann nicht mehr gehört wird.
- 1615
Miguel de Cervantes · El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (Segunda parte) · aus dem SpanischenJeder ist der Schmied seines eigenen Glücks.
- 1615
Miguel de Cervantes · El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (Segunda parte) · aus dem SpanischenGut predigt, wer gut lebt.
- 1615
Miguel de Cervantes · El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (Segunda parte) · aus dem SpanischenDer Fleiß ist die Mutter des guten Glücks.
- 1615
Miguel de Cervantes · El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (Segunda parte) · aus dem SpanischenWer heute fällt, kann morgen wieder aufstehen.
- 1615
Miguel de Cervantes · El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (Segunda parte) · aus dem SpanischenDie Freiheit, Sancho, ist eines der köstlichsten Geschenke, die der Himmel den Menschen gemacht hat.
- 1615
Miguel de Cervantes · El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (Segunda parte) · aus dem SpanischenEs gibt kein Buch, das so schlecht wäre, dass es nicht etwas Gutes enthielte.
- 1615
Miguel de Cervantes · El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (Segunda parte) · aus dem SpanischenDie Feder ist die Zunge der Seele.
- 1615
Miguel de Cervantes · El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (Segunda parte) · aus dem SpanischenSagte die Pfanne zum Kessel: Geh mir aus dem Weg, du Rußschwarze.
- 1670
Blaise Pascal · Pensées · aus dem FranzösischenDer Mensch ist weder Engel noch Tier, und das Unglück will, dass, wer den Engel spielen will, das Tier macht.
- 1670
Blaise Pascal · Pensées · aus dem FranzösischenDas Herz hat seine Gründe, die die Vernunft nicht kennt.
- 1670
Blaise Pascal · Pensées · aus dem FranzösischenDas Letzte, was man beim Verfassen eines Werkes findet, ist die Erkenntnis, was man an den Anfang stellen muss.
- 1670
Blaise Pascal · Pensées · aus dem FranzösischenWir leben niemals, sondern wir hoffen zu leben.
- 1670
Blaise Pascal · Pensées · aus dem FranzösischenDa man nicht erreichen konnte, dass das Gerechte stark sei, hat man dafür gesorgt, dass das Starke gerecht sei.
- 1670
Blaise Pascal · Pensées · aus dem FranzösischenDas ganze Unglück der Menschen rührt von einer einzigen Sache her: dass sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben wissen.
- 1670
Blaise Pascal · Pensées · aus dem FranzösischenDas Ich ist hassenswert.
- 1670
Blaise Pascal · Pensées · aus dem FranzösischenDie Nase der Kleopatra — wäre sie kürzer gewesen, das ganze Antlitz der Erde hätte sich geändert.
- 1670
Blaise Pascal · Pensées · aus dem FranzösischenDer Mensch übersteigt unendlich den Menschen.
- 1670
Blaise Pascal · Pensées · aus dem FranzösischenDer Mensch ist nur ein Schilfrohr, das schwächste der Natur — aber ein denkendes Schilfrohr.
- 1670
Blaise Pascal · Pensées · aus dem FranzösischenDas ewige Schweigen dieser unendlichen Räume erschreckt mich.
- 1670
Blaise Pascal · Pensées · aus dem FranzösischenDie wahre Beredsamkeit spottet der Beredsamkeit, die wahre Moral spottet der Moral.
- 1677
Baruch de Spinoza · Ethica, more geometrico demonstrata · aus dem LateinischenEin freier Mensch denkt an nichts weniger als an den Tod, und seine Weisheit ist nicht eine Betrachtung des Todes, sondern des Lebens.
- 1677
Baruch de Spinoza · Tractatus Politicus · aus dem LateinischenIch habe mich beharrlich bemüht, die menschlichen Handlungen nicht zu verlachen, nicht zu beklagen, nicht zu verfluchen, sondern zu verstehen.
- 1677
Baruch de Spinoza · Ethica, more geometrico demonstrata · aus dem LateinischenDoch alles Erhabene ist so schwierig wie selten.
- 1677
Baruch de Spinoza · Tractatus Politicus · aus dem LateinischenDenn Friede ist nicht Abwesenheit des Krieges, sondern eine Tugend, die aus der Seelenstärke entspringt.
- 1678
François de La Rochefoucauld · Maximes · aus dem FranzösischenDie Heuchelei ist die Huldigung, die das Laster der Tugend erweist.
- 1678
François de La Rochefoucauld · Maximes · aus dem FranzösischenAlle Welt klagt über ihr Gedächtnis, niemand über sein Urteilsvermögen.
- 1678
François de La Rochefoucauld · Maximes · aus dem FranzösischenWeder die Sonne noch der Tod lassen sich starr ansehen.
- 1678
François de La Rochefoucauld · Maximes · aus dem FranzösischenUnsere Tugenden sind meistens nichts anderes als verkleidete Laster.
18. Jahrhundert 54
- 1759
Voltaire · Candide ou l'Optimisme · aus dem FranzösischenAlles ist zum Besten in der besten aller möglichen Welten.
- 1762
Jean-Jacques Rousseau · Émile, ou De l'éducation · aus dem FranzösischenAlles ist gut, wie es aus den Händen des Schöpfers kommt; alles entartet unter den Händen des Menschen.
- 1762
Jean-Jacques Rousseau · Du contrat social · aus dem FranzösischenDer Mensch ist frei geboren, und überall liegt er in Ketten.
- 1762
Jean-Jacques Rousseau · Du contrat social · aus dem FranzösischenAuf seine Freiheit verzichten heißt auf seine Menschenwürde, auf die Rechte der Menschheit, sogar auf seine Pflichten verzichten.
- 1767
Gotthold Ephraim Lessing · Minna von BarnhelmEin einz'ger dankbarer Gedanke gen Himmel ist das vollkommenste Gebet.
- 1767
Voltaire · Brief an Friedrich II. · aus dem FranzösischenZweifel ist kein angenehmer Zustand, aber Gewissheit ist ein lächerlicher.
- 1768
Voltaire · Épître à l'auteur du livre des Trois Imposteurs · aus dem FranzösischenWenn Gott nicht existierte, müsste man ihn erfinden.
- 1772
Johann Gottfried Herder · Abhandlung über den Ursprung der SpracheOhne Sprache hat der Mensch keine Vernunft, und ohne Vernunft keine Sprache.
- 1772
Voltaire · La Bégueule · aus dem FranzösischenDas Bessere ist der Feind des Guten.
- 1774
Johann Gottfried Herder · Auch eine Philosophie der GeschichteJedes Volk hat seinen Schwerpunkt in sich selbst, wie jede Kugel ihren Schwerpunkt.
- 1775
Georg Christoph Lichtenberg · SudelbücherIch kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird wenn es anders wird; aber so viel kann ich sagen, es muß anders werden, wenn es gut werden soll.
- 1775
Georg Christoph Lichtenberg · SudelbücherEin Buch ist ein Spiegel, wenn ein Affe hineinsieht, so kann kein Apostel heraussehen.
- 1775
Georg Christoph Lichtenberg · SudelbücherSehr viele und vielleicht die meisten Menschen müssen, um etwas zu finden, erst wissen, daß es da ist.
- 1775
Georg Christoph Lichtenberg · SudelbücherEs ist fast unmöglich, die Fackel der Wahrheit durch ein Gedränge zu tragen, ohne jemandem den Bart zu sengen.
- 1775
Georg Christoph Lichtenberg · SudelbücherDas viele Lesen hat uns eine gelehrte Barbarei zugezogen.
- 1775
Georg Christoph Lichtenberg · SudelbücherDer gewöhnliche Kopf ist immer der herrschenden Meinung und der herrschenden Mode konform.
- 1775
Georg Christoph Lichtenberg · SudelbücherEin sicheres Zeichen von einem guten Buch ist, wenn es einem immer besser gefällt je älter man wird.
- 1775
Georg Christoph Lichtenberg · SudelbücherWo Mäßigung ein Fehler ist, da ist Gleichgültigkeit ein Verbrechen.
- 1775
Georg Christoph Lichtenberg · SudelbücherEin Meisterstück der Schöpfung ist der Mensch auch schon deswegen, daß er bei allem Determinismus glaubt er agiere als freies Wesen.
- 1775
Georg Christoph Lichtenberg · SudelbücherMan muß etwas Neues machen, um etwas Neues zu sehen.
- 1775
Georg Christoph Lichtenberg · SudelbücherWer nichts als Chemie versteht, versteht auch die nicht recht.
- 1775
Georg Christoph Lichtenberg · SudelbücherNichts setzt dem Fortgang der Wissenschaft mehr Hindernis entgegen, als wenn man zu wissen glaubt, was man noch nicht weiß.
- 1776
Johann Wolfgang von Goethe · Wandrers NachtliedAch, ich bin des Treibens müde! Was soll all der Schmerz und Lust? Süßer Friede, Komm, ach komm in meine Brust!
- 1779
Matthias Claudius · AbendliedDer Mond ist aufgegangen, die goldnen Sternlein prangen am Himmel hell und klar.
- 1779
Matthias Claudius · AbendliedSeht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön. So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn.
- 1779
Matthias Claudius · AbendliedWir stolzen Menschenkinder sind eitel arme Sünder und wissen gar nicht viel.
- 1779
Gotthold Ephraim Lessing · Nathan der WeiseEs eifre jeder seiner unbestochnen, Von Vorurteilen freien Liebe nach!
- 1779
Gotthold Ephraim Lessing · Nathan der WeiseKein Mensch muß müssen.
- 1781
Johann Heinrich Pestalozzi · Lienhard und GertrudGott ist nahe, wo die Menschen einander Liebe zeigen.
- 1781
Johann Heinrich Pestalozzi · Lienhard und GertrudDas Leben bildet.
- 1782
Johann Wolfgang von Goethe · ErlkönigErreicht den Hof mit Müh und Not; In seinen Armen das Kind war tot.
- 1782
Johann Wolfgang von Goethe · ErlkönigWer reitet so spät durch Nacht und Wind? Es ist der Vater mit seinem Kind.
- 1782
Johann Heinrich Pestalozzi · Ein Schweizer BlattDie Wahrheit ist eine Arznei, die angreift.
- 1782
Jean-Jacques Rousseau · Les Confessions · aus dem FranzösischenIch fühle mein Herz, und ich kenne die Menschen.
- 1783
Johann Wolfgang von Goethe · Das GöttlicheEdel sei der Mensch, Hülfreich und gut!
- 1783
Johann Heinrich Pestalozzi · Über Gesetzgebung und KindermordDer Mittelpunkt alles Menschenverderbens ist Verhärtung des Herzens.
- 1784
Johann Gottfried Herder · Ideen zur Philosophie der Geschichte der MenschheitDer Mensch ist das erste Freigelaßne der Schöpfung.
- 1784
Immanuel Kant · Beantwortung der Frage — Was ist Aufklärung?Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!
- 1784
Immanuel Kant · Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher AbsichtAus so krummem Holze, als woraus der Mensch gemacht ist, kann nichts ganz Gerades gezimmert werden.
- 1788
Immanuel Kant · Kritik der praktischen VernunftHandle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Princip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.
- 1788
Immanuel Kant · Kritik der praktischen VernunftDer bestirnte Himmel über mir, und das moralische Gesetz in mir.
- 1789
Friedrich Schiller · Die KünstlerDie Würde des Menschen ist in eure Hand gegeben, Bewahret sie! Sie sinkt mit euch! Mit euch wird sie sich heben!
- 1797
Friedrich Schiller · Der HandschuhDen Dank, Dame, begehr ich nicht.
- 1798
Johann Wolfgang von Goethe · Der ZauberlehrlingHerr, die Not ist groß! Die ich rief, die Geister, Werd ich nun nicht los.
- 1798
Novalis · BlüthenstaubWo Kinder sind, da ist ein goldnes Zeitalter.
- 1798
Novalis · BlüthenstaubNach innen geht der geheimnisvolle Weg. In uns, oder nirgends, ist die Ewigkeit mit ihren Welten, die Vergangenheit und Zukunft.
- 1798
Novalis · BlüthenstaubWir suchen überall das Unbedingte, und finden immer nur Dinge.
- 1798
Friedrich Schiller · Prolog zu Wallensteins LagerErnst ist das Leben, heiter ist die Kunst.
- 1799
Matthias Claudius · An meinen Sohn JohannesTue das Gute vor dich hin und bekümmere dich nicht, was daraus wird.
- 1799
Friedrich Hölderlin · Sokrates und AlcibiadesWer das Tiefste gedacht, liebt das Lebendigste.
- 1799
Novalis · Das allgemeine BrouillonDie Philosophie ist eigentlich Heimweh — Trieb, überall zu Hause zu sein.
- 1799
Friedrich Schiller · Die BürgschaftIch sei, gewährt mir die Bitte, In eurem Bunde der dritte.
- 1799
Friedrich Schiller · Die BürgschaftUnd die Treue, sie ist doch kein leerer Wahn.
- 1799
Friedrich Schiller · Das Lied von der GlockeDrum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich das Herz zum Herzen findet.
1800 bis 1849 103
- 1801
Johann Heinrich Pestalozzi · Wie Gertrud ihre Kinder lehrtDie Anschauung ist das Fundament der Erkenntnis.
- 1803
Friedrich Hölderlin · PatmosWo aber Gefahr ist, wächst Das Rettende auch.
- 1803
Friedrich Hölderlin · AndenkenWas bleibet aber, stiften die Dichter.
- 1804
Friedrich Schiller · Wilhelm TellEs kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt.
- 1804
Friedrich Schiller · Wilhelm TellFrüh übt sich, was ein Meister werden will.
- 1805
Friedrich Hölderlin · Hälfte des LebensDie Mauern stehn Sprachlos und kalt, im Winde Klirren die Fahnen.
- 1805
Friedrich Hölderlin · Hälfte des LebensWeh mir, wo nehm ich, wenn Es Winter ist, die Blumen, und wo Den Sonnenschein, Und Schatten der Erde?
- 1808
Johann Wolfgang von Goethe · Faust. Eine TragödieWas du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen.
- 1808
Johann Wolfgang von Goethe · Faust. Eine TragödieGrau, teurer Freund, ist alle Theorie Und grün des Lebens goldner Baum.
- 1808
Johann Wolfgang von Goethe · Faust. Eine TragödieHier bin ich Mensch, hier darf ich's sein!
- 1808
Johann Wolfgang von Goethe · Faust. Eine TragödieEs irrt der Mensch, solang er strebt.
- 1808
Heinrich von Kleist · PenthesileaKüsse, Bisse, das reimt sich, und wer recht von Herzen liebt, kann das eine für das andere greifen.
- 1810
Joseph von Eichendorff · AbschiedDa steht im Wald geschrieben, Ein stilles, ernstes Wort Von rechtem Tun und Lieben, Und was des Menschen Hort.
- 1810
Joseph von Eichendorff · Der Jäger AbschiedWer hat dich, du schöner Wald, Aufgebaut so hoch da droben? Wohl den Meister will ich loben, Solang noch mein' Stimm' erschallt.
- 1810
Joseph von Eichendorff · AbschiedO Täler weit, o Höhen, O schöner, grüner Wald, Du meiner Lust und Wehen Andächtger Aufenthalt!
- 1810
Heinrich von Kleist · Über das MarionettentheaterMithin müßten wir wieder von dem Baum der Erkenntnis essen, um in den Stand der Unschuld zurückzufallen? — Allerdings; das ist das letzte Kapitel von der Geschichte der Welt.
- 1810
Heinrich von Kleist · Über das MarionettentheaterDas Paradies ist verriegelt und der Cherub hinter uns; wir müssen die Reise um die Welt machen, und sehen, ob es vielleicht von hinten irgendwo wieder offen ist.
- 1811
Heinrich von Kleist · Abschiedsbrief an Marie von KleistDie Wahrheit ist, daß mir auf Erden nicht zu helfen war.
- 1812
Lord Byron · Brief an Thomas Moore (über Moore-Biographie) · aus dem EnglischenEines Morgens wachte ich auf und fand mich berühmt.
- 1813
Jane Austen · Pride and Prejudice · aus dem EnglischenEs ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass ein alleinstehender Mann im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringender braucht als eine Frau.
- 1813
Joseph von Eichendorff · Das zerbrochene RingleinIn einem kühlen Grunde Da geht ein Mühlenrad, Meine Liebste ist verschwunden, Die dort gewohnet hat.
- 1815
Jane Austen · Emma · aus dem EnglischenKein Reiz kommt der Zärtlichkeit des Herzens gleich.
- 1815
Lord Byron · Hebrew Melodies · aus dem EnglischenSie wandelt in Schönheit, gleich der Nacht wolkenloser Himmel und sternenklarer Räume.
- 1815
Joseph von Eichendorff · WaldgesprächSo reich geschmückt ist Roß und Weib, So wunderschön der junge Leib, Jetzt kenn ich dich – Gott steh mir bei! Du bist die Hexe Loreley.
- 1815
Joseph von Eichendorff · Frische FahrtLaue Luft kommt blau geflossen, Frühling, Frühling soll es sein! Waldwärts Hörnerklang geschossen, Mut'ger Augen lichter Schein;
- 1815
Joseph von Eichendorff · Frische FahrtUnd ich mag mich nicht bewahren! Weit von euch treibt mich der Wind, Auf dem Strome will ich fahren, Von dem Glanze selig blind!
- 1815
Joseph von Eichendorff · WaldgesprächDu kennst mich wohl – von hohem Stein, Schaut still mein Schloß tief in den Rhein. Es ist schon spät, es wird schon kalt, Kommst nimmermehr aus diesem Wald!
- 1815
Joseph von Eichendorff · WaldgesprächEs ist schon spät, es wird schon kalt, Was reitst du einsam durch den Wald? Der Wald ist lang, du bist allein, Du schöne Braut! Ich führ dich heim!
- 1817
Jane Austen · Northanger Abbey · aus dem EnglischenFreundschaft ist gewiss der feinste Balsam für die Schmerzen enttäuschter Liebe.
- 1817
Jane Austen · Northanger Abbey · aus dem EnglischenWer, ob Herr oder Dame, an einem guten Roman keine Freude hat, muss unerträglich dumm sein.
- 1818
Mary Shelley · Frankenstein; or, The Modern Prometheus · aus dem EnglischenLernt aus meiner Geschichte, wenn nicht durch meine Worte, dann durch mein Beispiel, wie gefährlich der Erwerb von Wissen ist.
- 1818
Mary Shelley · Frankenstein; or, The Modern Prometheus · aus dem EnglischenIch, der elende und verlassene, bin eine Missgeburt, dazu da, beschimpft, getreten und niedergetrampelt zu werden.
- 1818
Mary Shelley · Frankenstein; or, The Modern Prometheus · aus dem EnglischenNichts ist für den menschlichen Geist schmerzhafter als ein großer und plötzlicher Wandel.
- 1819
Johann Heinrich Pestalozzi · Kinderlehre der WohnstubeDas Gute bleibt ewig gut, aber das Schlechte wird durch das Alter immer schlechter.
- 1819
Arthur Schopenhauer · Die Welt als Wille und VorstellungSo pendelt das Leben gleich einem Pendel hin und her zwischen dem Schmerze und der Langeweile.
- 1819
Arthur Schopenhauer · Die Welt als Wille und VorstellungDie Welt ist meine Vorstellung.
- 1821
Heinrich von Kleist · Prinz Friedrich von HomburgNun, o Unsterblichkeit, bist du ganz mein!
- 1822
Stendhal · De l'amour · aus dem FranzösischenDie Schönheit ist nichts als das Versprechen des Glücks.
- 1823
Lord Byron · Don Juan · aus dem EnglischenDie Wahrheit ist immer seltsam — seltsamer als jede Fiktion.
- 1823
Heinrich Heine · AlmansorDas war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher Verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.
- 1823
Friedrich Hölderlin · In lieblicher BläueVoll Verdienst, doch dichterisch wohnet Der Mensch auf dieser Erde.
- 1826
Joseph von Eichendorff · Aus dem Leben eines Taugenichts (Der frohe Wandersmann)Wem Gott will rechte Gunst erweisen, Den schickt er in die weite Welt.
- 1826
Heinrich Heine · Die HarzreiseDüfte sind die Gefühle der Blumen.
- 1826
Johann Heinrich Pestalozzi · Pestalozzis SchwanengesangDas Wesen der Menschlichkeit entfaltet sich nur in der Ruhe.
- 1827
Johann Wolfgang von Goethe · Zahme Xenien IXWer Wissenschaft und Kunst besitzt, hat auch Religion.
- 1827
Heinrich Heine · Buch der LiederIch weiß nicht, was soll es bedeuten, Daß ich so traurig bin; Ein Mährchen aus alten Zeiten, Das kommt mir nicht aus dem Sinn.
- 1830
Stendhal · Le Rouge et le Noir · aus dem FranzösischenEin Roman ist ein Spiegel, den man auf einem Weg entlang trägt.
- 1834
Georg Büchner · Der Hessische LandboteFriede den Hütten! Krieg den Palästen!
- 1834
Georg Büchner · Der Hessische LandboteDas Leben der Vornehmen ist ein langer Sonntag: sie wohnen in schönen Häusern, sie tragen zierliche Kleider, sie haben feiste Gesichter und reden eine eigne Sprache; das Volk aber liegt vor ihnen wie Dünger auf dem Acker.
- 1834
Georg Büchner · Der Hessische LandboteIn Ordnung leben heißt hungern und geschunden werden.
- 1834
Joseph von Eichendorff · SehnsuchtWo die Mädchen am Fenster lauschen, Wann der Lauten Klang erwacht, Und die Brunnen verschlafen rauschen In der prächtigen Sommernacht.
- 1834
Joseph von Eichendorff · SehnsuchtEs schienen so golden die Sterne, Am Fenster ich einsam stand Und hörte aus weiter Ferne Ein Posthorn im stillen Land.
- 1834
Heinrich Heine · Zur Geschichte der Religion und Philosophie in DeutschlandDer Gedanke geht der Tat voraus wie der Blitz dem Donner.
- 1835
Honoré de Balzac · Le Père Goriot · aus dem FranzösischenJetzt zwischen uns beiden!
- 1835
Honoré de Balzac · Le Père Goriot · aus dem FranzösischenDas Geheimnis großer Vermögen ohne erkennbare Ursache ist ein vergessenes Verbrechen — weil es sauber begangen wurde.
- 1835
Georg Büchner · Dantons TodPuppen sind wir, von unbekannten Gewalten am Draht gezogen; nichts, nichts wir selbst, — die Schwerter, mit denen Geister kämpfen!
- 1835
Georg Büchner · Dantons TodWas ist das, was in uns lügt, mordet, stiehlt?
- 1835
Joseph von Eichendorff · WünschelruteSchläft ein Lied in allen Dingen, Die da träumen fort und fort, Und die Welt hebt an zu singen, Triffst du nur das Zauberwort.
- 1836
Ralph Waldo Emerson · Nature · aus dem EnglischenDie Natur trägt immer die Farben des Geistes.
- 1836
Ralph Waldo Emerson · Nature · aus dem EnglischenIm Wald kehren wir zurück zu Vernunft und Glauben.
- 1837
Georg Büchner · WoyzeckJeder Mensch ist ein Abgrund; es schwindelt einem, wenn man hinabsieht.
- 1837
Joseph von Eichendorff · In der FremdeAus der Heimat hinter den Blitzen rot Da kommen die Wolken her, Aber Vater und Mutter sind lange tot, Es kennt mich dort keiner mehr.
- 1837
Joseph von Eichendorff · MondnachtEs war, als hätt der Himmel Die Erde still geküßt, Daß sie im Blütenschimmer Von ihm nur träumen müßt.
- 1837
Joseph von Eichendorff · MondnachtUnd meine Seele spannte Weit ihre Flügel aus, Flog durch die stillen Lande, Als flöge sie nach Haus.
- 1837
Joseph von Eichendorff · Der EinsiedlerKomm, Trost der Welt, du stille Nacht! Wie steigst du von den Bergen sacht, Die Lüfte alle schlafen, Ein Schiffer nur noch, wandermüd, Singt übers Meer sein Abendlied Zu Gottes Lob im Hafen.
- 1837
Ralph Waldo Emerson · The American Scholar · aus dem EnglischenBücher sind das Beste der Dinge, recht gebraucht; missbraucht, das Schlimmste.
- 1838
Honoré de Balzac · Les Employés · aus dem FranzösischenDer Bürokrat ist allmächtig in Frankreich; außerdem ist er kaum versetzbar.
- 1839
Arthur Schopenhauer · Über die Freiheit des menschlichen WillensDer Mensch kann tun was er will; er kann aber nicht wollen was er will.
- 1841
Ralph Waldo Emerson · Self-Reliance · aus dem EnglischenDie Gesellschaft ist überall in einer Verschwörung gegen die Mündigkeit jedes ihrer Mitglieder.
- 1841
Ralph Waldo Emerson · Self-Reliance · aus dem EnglischenEine törichte Konsequenz ist der Kobold kleiner Geister.
- 1841
Ralph Waldo Emerson · Friendship · aus dem EnglischenDer einzige Weg, einen Freund zu haben, ist, selbst einer zu sein.
- 1841
Ralph Waldo Emerson · Self-Reliance · aus dem EnglischenGroß zu sein heißt, missverstanden zu werden.
- 1841
Ralph Waldo Emerson · Self-Reliance · aus dem EnglischenWer ein Mensch sein will, muss ein Nichtangepasster sein.
- 1841
Ralph Waldo Emerson · Circles · aus dem EnglischenNichts Großes wurde je ohne Begeisterung erreicht.
- 1841
Ralph Waldo Emerson · Heroism · aus dem EnglischenSelbstvertrauen ist das Wesen des Heldentums.
- 1841
Ralph Waldo Emerson · Self-Reliance · aus dem EnglischenVertraue dir selbst: jedes Herz schwingt zu dieser eisernen Saite.
- 1842
Annette von Droste-Hülshoff · Am ThurmeWär ich ein Mann doch mindestens nur, so würde der Himmel mir raten;
- 1842
Annette von Droste-Hülshoff · Der Knabe im MoorFest hält die Fibel das zitternde Kind Und rennt, als ob man es jage; Hohl über die Fläche sauset der Wind – Was raschelt drüben am Hage?
- 1842
Annette von Droste-Hülshoff · Der Knabe im MoorO, schaurig ist's, übers Moor zu gehn
- 1842
Annette von Droste-Hülshoff · Der Knabe im MoorVoran, voran, nur immer im Lauf, Voran, als woll es ihn holen; Vor seinem Fuße brodelt es auf, Es pfeift ihm unter den Sohlen
- 1842
Jeremias Gotthelf · Die schwarze SpinneVor dem Essen stören die Gedanken des Magens die Gedanken der Seele, indessen läßt man nicht gerne diesen innern Zustand innewerden, sondern bemäntelt ihn mit langsamen Worten über gleichgültige Gegenstände.
- 1842
Jeremias Gotthelf · Eines Schweizers Wort an den Schweizerischen SchützenvereinIm Hause muss beginnen, was leuchten soll im Vaterland.
- 1843
Jeremias Gotthelf · Geld und Geist oder die VersöhnungDas wahre Glück des Menschen ist eine zarte Blume; tausenderlei Ungeziefer umschwirret sie; ein unreiner Hauch tödtet sie.
- 1843
Heinrich Heine · NachtgedankenDenk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.
- 1843
Søren Kierkegaard · Entweder-OderEin Dichter ist ein unglücklicher Mensch, der ein tiefes Leid in sich trägt, und dessen Lippen so geformt sind, daß die Seufzer als schöne Musik herauskommen.
- 1843
Søren Kierkegaard · Entweder-OderHeirate, und du wirst es bereuen; heirate nicht, und du wirst es auch bereuen.
- 1843
Søren Kierkegaard · TagebücherDas Leben kann nur rückwärts verstanden, muss aber vorwärts gelebt werden.
- 1843
Søren Kierkegaard · Furcht und ZitternGlauben heißt, gerade das Paradox annehmen, das die Existenz ist.
- 1844
Annette von Droste-Hülshoff · Nach fünfzehn JahrenAch, alles trägt man leicht, ist man nur jung, Nur jung noch und gesund!
- 1844
Annette von Droste-Hülshoff · An ***So großes Kleinod, einmal sein statt gelten!
- 1844
Ralph Waldo Emerson · Experience · aus dem EnglischenDie Jahre lehren vieles, was die Tage nie wissen.
- 1844
Heinrich Heine · Die schlesischen WeberIm düstern Auge keine Träne, Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne.
- 1844
Heinrich Heine · Die schlesischen WeberDeutschland, wir weben dein Leichentuch, Wir weben hinein den dreifachen Fluch — Wir weben, wir weben!
- 1844
Karl Marx · Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. EinleitungDie Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüth einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks.
- 1845
Karl Marx · Thesen über FeuerbachDie Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kömmt darauf an, sie zu verändern.
- 1845
Edgar Allan Poe · The Raven · aus dem EnglischenSprach der Rabe: „Nimmermehr."
- 1846
Edgar Allan Poe · The Philosophy of Composition · aus dem EnglischenDer Tod einer schönen Frau ist also unzweifelhaft das poetischste Thema der Welt.
- 1848
Karl Marx · Manifest der Kommunistischen ParteiEin Gespenst geht um in Europa — das Gespenst des Kommunismus.
- 1848
Theodor Storm · OktoberliedWohl ist es Herbst; doch warte nur, Doch warte nur ein Weilchen! Der Frühling kommt, der Himmel lacht, Es steht die Welt in Veilchen.
- 1848
Theodor Storm · OktoberliedDer Nebel steigt, es fällt das Laub; Schenk ein den Wein, den holden!
- 1848
Theodor Storm · OktoberliedUnd geht es draußen noch so toll, Unchristlich oder christlich, Ist doch die Welt, die schöne Welt So gänzlich unverwüstlich!
- 1849
Edgar Allan Poe · A Dream Within a Dream · aus dem EnglischenAlles, was wir sehen oder scheinen, ist nur ein Traum in einem Traum.
- 1849
Henry David Thoreau · Resistance to Civil Government · aus dem EnglischenDiejenige Regierung ist die beste, die am wenigsten regiert.
1850 bis 1899 92
- 1850
Jeremias Gotthelf · Die Käserei in der VehfreudeWas ich des Tags mit der Leier verdien', das geht des Nachts wieder alles dahin!
- 1851
Arthur Schopenhauer · Parerga und ParalipomenaJeder hält die Grenzen seines eigenen Gesichtsfeldes für die Grenzen der Welt.
- 1851
Theodor Storm · Die StadtAm grauen Strand, am grauen Meer Und seitab liegt die Stadt; Der Nebel drückt die Dächer schwer, Und durch die Stille braust das Meer Eintönig um die Stadt.
- 1851
Theodor Storm · Die StadtDoch hängt mein ganzes Herz an dir, Du graue Stadt am Meer; Der Jugend Zauber für und für Ruht lächelnd doch auf dir, auf dir, Du graue Stadt am Meer.
- 1851
Theodor Storm · Die StadtEs rauscht kein Wald, es schlägt im Mai Kein Vogel ohn' Unterlaß; Die Wandergans mit hartem Schrei Nur fliegt in Herbstesnacht vorbei, Am Strande weht das Gras.
- 1852
Henri-Frédéric Amiel · Journal intime · aus dem FranzösischenTausend Dinge schreiten voran, neunhundertneunundneunzig weichen zurück: das ist der Fortschritt.
- 1852
Henri-Frédéric Amiel · Journal intime · aus dem FranzösischenJede Landschaft ist ein Zustand der Seele.
- 1852
Henri-Frédéric Amiel · Journal intime · aus dem FranzösischenAltern zu können ist das Meisterwerk der Weisheit und eines der schwierigsten Kapitel der großen Kunst zu leben.
- 1852
Jeremias Gotthelf · Zeitgeist und Berner GeistFreude und Angst sind Vergrößerungsgläser.
- 1854
Fjodor Dostojewski · Brief an Natalja Fonwisina · aus dem RussischenWenn mir jemand bewiese, dass Christus außerhalb der Wahrheit steht, und es tatsächlich so wäre, dass die Wahrheit außerhalb Christi steht, dann möchte ich lieber bei Christus bleiben als bei der Wahrheit.
- 1854
Henry David Thoreau · Walden; or, Life in the Woods · aus dem EnglischenWenn ein Mensch nicht im Schritt seiner Gefährten geht — vielleicht hört er einen anderen Trommler.
- 1854
Henry David Thoreau · Walden; or, Life in the Woods · aus dem EnglischenDie meisten Menschen führen ein Leben stiller Verzweiflung.
- 1854
Henry David Thoreau · Walden; or, Life in the Woods · aus dem EnglischenUnser Leben wird im Detail zerstreut. Vereinfache, vereinfache.
- 1855
Walt Whitman · Leaves of Grass (Song of Myself) · aus dem EnglischenIch feiere mich selbst und singe mich selbst, und was ich annehme, sollt ihr annehmen, denn jedes Atom, das mir gehört, gehört genauso euch.
- 1855
Walt Whitman · Leaves of Grass (Song of Myself) · aus dem EnglischenWiderspreche ich mir selbst? Sehr gut, dann widerspreche ich mir selbst, (ich bin groß, ich enthalte Vielfaches.)
- 1856
Heinrich Heine · Letzte WorteGott wird mir verzeihen, das ist sein Beruf.
- 1860
Annette von Droste-Hülshoff · An meine MutterWo man am meisten fühlt, weiß man nicht viel zu sagen.
- 1860
Gottfried Keller · Das Fähnlein der sieben AufrechtenAchte jedes Mannes Vaterland, doch das deinige liebe!
- 1860
Walt Whitman · Leaves of Grass (To the States) · aus dem EnglischenWidersteht viel, gehorcht wenig.
- 1861
Emily Dickinson · Poems · aus dem EnglischenWeil ich nicht halten konnte für den Tod — hielt er, freundlich, für mich an —
- 1861
Emily Dickinson · Poems · aus dem Englischen„Hoffnung" ist das Ding mit Federn — das in der Seele sitzt — und die Melodie ohne Worte singt — und nie aufhört — gar nicht —
- 1861
Emily Dickinson · Poems · aus dem EnglischenIch bin Niemand! Wer bist du? Bist du — Niemand — auch?
- 1861
Emily Dickinson · Poems · aus dem EnglischenSag die ganze Wahrheit, aber sag sie schräg — der Erfolg liegt im Umweg
- 1862
Henri Dunant · Un souvenir de Solférino · aus dem FranzösischenAber in der unendlichen Menge so vieler anderer Hingaben, von denen die meisten obskur geblieben oder unbemerkt sind, wie viele blieben mehr oder weniger fruchtlos, weil sie isoliert waren und nicht von kollektiven und organisierten Sympathien getragen wurden!
- 1862
Henri Dunant · Un souvenir de Solférino · aus dem FranzösischenWäre es bei außerordentlichen Gelegenheiten — wie jenen, die etwa in Köln oder Châlons Fürsten der Kriegskunst verschiedener Nationalitäten zusammenführen — nicht wünschenswert, dass sie eine solche Art von Kongress nutzten, um irgendein internationales, konventionelles und heiliges Prinzip zu formulieren, das, einmal vereinbart und ratifiziert, als Grundlage für Hilfsgesellschaften für die Verwundeten in den verschiedenen Ländern Europas diente?
- 1862
Henri Dunant · Un souvenir de Solférino · aus dem FranzösischenWäre es nicht möglich, in Zeiten des Friedens und der Ruhe Hilfsgesellschaften zu gründen, deren Zweck es wäre, die Verwundeten in Kriegszeiten von eifrigen, hingebungsvollen und gut qualifizierten Freiwilligen pflegen zu lassen?
- 1865
Walt Whitman · Leaves of Grass (Memories of President Lincoln) · aus dem EnglischenO Kapitän! mein Kapitän! unsere schreckliche Fahrt ist vorbei, das Schiff hat jeden Sturm überstanden, der Preis ist errungen
- 1869
Fjodor Dostojewski · Der Idiot · aus dem RussischenSchönheit wird die Welt retten.
- 1869
Mark Twain · The Innocents AbroadTravel is fatal to prejudice, bigotry and narrow-mindedness, and many of our people need it sorely on these accounts.
- 1871
Conrad Ferdinand Meyer · Huttens letzte TageIch bin kein ausgeklügelt Buch, / Ich bin ein Mensch mit seinem Widerspruch.
- 1871
Conrad Ferdinand Meyer · Huttens letzte TageNur die Sonne ist ewig jung, sie allein ist ewig schön.
- 1872
Wilhelm Busch · Die fromme HeleneDas Gute — dieser Satz steht fest — ist stets das Böse, was man läßt.
- 1872
Wilhelm Busch · Die fromme HeleneEs ist ein Brauch von alters her: Wer Sorgen hat, hat auch Likör.
- 1876
Friedrich Engels · Anteil der Arbeit an der Menschwerdung des AffenDie Arbeit ist die erste Grundbedingung allen menschlichen Lebens, und zwar in einem solchen Grade, dass wir in gewissem Sinn sagen müssen: Sie hat den Menschen selbst geschaffen.
- 1876
Mark Twain · The Adventures of Tom SawyerHe had discovered a great law of human action, without knowing it—namely, that in order to make a man or a boy covet a thing, it is only necessary to make the thing difficult to attain.
- 1876
Mark Twain · The Adventures of Tom SawyerWork consists of whatever a body is obliged to do, and Play consists of whatever a body is not obliged to do.
- 1877
Wilhelm Busch · JulchenVater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr.
- 1878
Friedrich Engels · Anti-DühringDie Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit.
- 1878
Friedrich Engels · Herrn Eugen Dührings Umwälzung der Wissenschaft (Anti-Dühring)Der Staat wird nicht „abgeschafft", er stirbt ab.
- 1880
Fjodor Dostojewski · Die Brüder Karamasow · aus dem RussischenWenn es keinen Gott gibt, ist alles erlaubt.
- 1880
Marie von Ebner-Eschenbach · AphorismenDie einfachsten Wahrheiten sind die, zu denen der Mensch zuletzt kommt.
- 1880
Marie von Ebner-Eschenbach · AphorismenGeistreich sein wollen ist oft eine größere Strafe, als geistlos sein.
- 1880
Marie von Ebner-Eschenbach · AphorismenWer nichts weiß, muß alles glauben.
- 1880
Marie von Ebner-Eschenbach · AphorismenMit dem Talente ist es wie mit dem Glück: man muß es haben.
- 1880
Gottfried Keller · BriefeDer Mensch soll nicht tugendhaft, nur natürlich sein, so wird die Tugend von selbst kommen.
- 1880
Mark Twain · A Tramp AbroadA gifted person ought to learn English (barring spelling and pronouncing) in thirty hours, French in thirty days, and German in thirty years.
- 1880
Johanna Spyri · Heidis Lehr- und WanderjahreWo der Fußweg anfängt, beginnt bald Heideland mit dem kurzen Gras und den kräftigen Bergkräutern dem Kommenden entgegenzuduften.
- 1880
Johanna Spyri · Heidis Lehr- und Wanderjahre...wie die Sonne den Bergen gute Nacht sagt, dann wirft sie ihnen noch ihre schönsten Strahlen zu...
- 1880
Johanna Spyri · Heidis Lehr- und Wanderjahre...es fing stärker an zu rauschen in den alten Tannen, ein mächtiger Wind fuhr daher und sauste und brauste durch die dichten Wipfel...
- 1880
Johanna Spyri · Heidis Lehr- und WanderjahreIn den alten Tannen war es nun ganz still und auf allen Ästen lag der weiße Schnee und in dem Sonnenschein schimmerte und funkelte es überall.
- 1881
Friedrich Nietzsche · MorgenröteDie Schlange, die sich nicht häuten kann, geht zugrunde. Ebenso die Geister, welche man verhindert, ihre Meinungen zu wechseln.
- 1882
Wilhelm Busch · Der MaulwurfMusik wird oft nicht schön gefunden, weil sie stets mit Geräusch verbunden.
- 1882
Conrad Ferdinand Meyer · GedichteAufsteigt der Strahl und fallend gießt Er voll der Marmorschale Rund, Die, sich verschleiernd, überfließt In einer zweiten Schale Grund; Die zweite gibt, sie wird zu reich, Der dritten wallend ihre Flut, Und jede nimmt und gibt zugleich Und strömt und ruht.
- 1882
Friedrich Nietzsche · Die fröhliche WissenschaftGedanken sind die Schatten unserer Empfindungen - immer dunkler, leerer, einfacher als diese.
- 1882
Friedrich Nietzsche · Die fröhliche WissenschaftWer sich tief weiss, bemüht sich um Klarheit; wer der Menge tief scheinen möchte, bemüht sich um Dunkelheit.
- 1883
Gottfried Keller · Gesammelte GedichteTrinkt, o Augen, was die Wimper hält, Von dem goldnen Überfluss der Welt!
- 1883
Gottfried Keller · Gesammelte GedichteAugen, meine lieben Fensterlein, Gebt mir schon so lange holden Schein, Lasset freundlich Bild um Bild herein: Einmal werdet ihr verdunkelt sein!
- 1883
Friedrich Nietzsche · Also sprach ZarathustraMan muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
- 1885
Mark Twain · Adventures of Huckleberry FinnI was a-trembling, because I'd got to decide, forever, betwixt two things, and I knowed it. I studied a minute, sort of holding my breath, and then says to myself, 'All right, then, I'll go to hell.'
- 1885
Mark Twain · Adventures of Huckleberry FinnI reckon I got to light out for the Territory ahead of the rest, because Aunt Sally she's going to adopt me and sivilize me and I can't stand it.
- 1885
Mark Twain · Adventures of Huckleberry FinnPersons attempting to find a motive in this narrative will be prosecuted; persons attempting to find a moral in it will be banished; persons attempting to find a plot in it will be shot.
- 1886
Friedrich Nietzsche · Nachgelassene FragmenteEs gibt keine Tatsachen, nur Interpretationen.
- 1886
Friedrich Nietzsche · Jenseits von Gut und BöseWer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.
- 1887
Giachen Caspar Muoth · Al pievel romontsch · aus dem RätoromanischenDie Mutter klagt — hörst du es? Erzürne sie nicht länger!
- 1887
Giachen Caspar Muoth · Al pievel romontsch · aus dem RätoromanischenSteh auf, wehre dich, Romane, für die Bündner Sprache, lass nicht absichtlich deine Gabe begraben!
- 1887
Giachen Caspar Muoth · Al pievel romontsch · aus dem RätoromanischenSteh auf, verteidige, Romane, deine alte Sprache, fordere Achtung für dein Denken!
- 1887
Giachen Caspar Muoth · Al pievel romontsch · aus dem RätoromanischenSteh auf, Engadiner, steh auf, du Sut- und Surselver, halte stets in Ehren deine romanische Sprache!
- 1889
Theodor Fontane · AusgangImmer enger, leise, leise ziehen sich die Lebenskreise, schwindet hin, was prahlt und prunkt, schwindet Hoffen, Hassen, Lieben, und ist nichts in Sicht geblieben als der letzte dunkle Punkt.
- 1889
Theodor Fontane · Herr von Ribbeck auf Ribbeck im HavellandHerr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland, Ein Birnbaum in seinem Garten stand.
- 1889
Theodor Fontane · Herr von Ribbeck auf Ribbeck im HavellandIch scheide nun ab. Legt mir eine Birne mit ins Grab.
- 1889
Friedrich Nietzsche · Götzen-DämmerungOhne Musik wäre das Leben ein Irrtum.
- 1889
Friedrich Nietzsche · Götzen-DämmerungHat man sein warum? des Lebens, so verträgt man sich fast mit jedem wie?
- 1889
Friedrich Nietzsche · Götzen-DämmerungWas mich nicht umbringt, macht mich stärker.
- 1889
Bertha von Suttner · Die Waffen nieder!Keinem vernünftigen Menschen wird es einfallen, Tintenflecken mit Tinte, Ölflecken mit Öl wegwaschen zu wollen. Nur Blut soll immer wieder mit Blut abgewaschen werden.
- 1889
Bertha von Suttner · Die Waffen nieder!Ich habe es zu früh erkannt, daß der Schlachteneifer nichts Übermenschliches, sondern – Untermenschliches ist; keine mystische Offenbarung aus dem Reiche Luzifers, sondern eine Reminiscenz aus dem Reiche der Tierheit - ein Wiedererwachen der Bestialität.
- 1889
Anton Tschechow · Brief an S. S. Lazarew-Gruzinski · aus dem RussischenWenn im ersten Akt auf der Bühne ein Gewehr an der Wand hängt, muss es im letzten Akt losgehen.
- 1889
Anton Tschechow · Brief an Alexander Tschechow · aus dem RussischenKürze ist die Schwester des Talents.
- 1890
Henri Dunant · Brief an Wilhelm SondereggerIch wünsche zu Grabe getragen zu werden wie ein Hund, ohne eine einzige von euren Zeremonien.
- 1891
Selma Lagerlöf · Gösta Berlings saga · aus dem SchwedischenDu bist ein alter, frommer Einsiedler, der still sitzt und träumt.
- 1891
Selma Lagerlöf · Gösta Berlings saga · aus dem SchwedischenEndlich stand der Pfarrer auf der Kanzel.
- 1891
Selma Lagerlöf · Gösta Berlings saga · aus dem SchwedischenEine strenge und tüchtige Frau ist sie, die Majorin auf Ekeby.
- 1891
Oscar Wilde · The Soul of Man under Socialism · aus dem EnglischenLeben ist das Seltenste auf der Welt. Die meisten Menschen existieren, das ist alles.
- 1892
Oscar Wilde · Lady Windermere's Fan · aus dem EnglischenEin Zyniker ist ein Mensch, der von allem den Preis kennt und von nichts den Wert.
- 1892
Oscar Wilde · Lady Windermere's Fan · aus dem EnglischenWir liegen alle im Rinnstein, aber manche von uns schauen nach den Sternen.
- 1892
Oscar Wilde · Lady Windermere's Fan · aus dem EnglischenIch kann allem widerstehen, nur der Versuchung nicht.
- 1895
Theodor Fontane · Effi BriestDas ist ein weites Feld.
- 1895
Oscar Wilde · The Importance of Being Earnest · aus dem EnglischenDie Wahrheit ist selten rein und nie einfach.
- 1897
Mark Twain · Following the EquatorProsperity is the best protector of principle.
- 1897
Mark Twain · Following the EquatorWhen in doubt, tell the truth.
- 1897
Anton Tschechow · Дядя Ваня · aus dem RussischenIm Menschen muss alles schön sein: das Gesicht, die Kleidung, die Seele und die Gedanken.
- 1897
Anton Tschechow · Дядя Ваня · aus dem RussischenWir werden ruhen!
- 1898
Theodor Fontane · Der StechlinAlles Alte, soweit es Anspruch darauf hat, sollen wir lieben, aber für das Neue sollen wir recht eigentlich leben.
20. Jahrhundert 56
- 1900
Sigmund Freud · Die TraumdeutungDie Traumdeutung ist die Via regia zur Kenntnis des Unbewussten im Seelenleben.
- 1901
Mark Twain · To the Person Sitting in DarknessWe have debauched America's honor and blackened her face before the world; but each detail was for the best.
- 1902
Else Lasker-Schüler · WeltfluchtIch will in das Grenzenlose zu mir zurück.
- 1903
Rainer Maria Rilke · Briefe an einen jungen DichterWerke der Kunst sind von einer unendlichen Einsamkeit und mit nichts so wenig erreichbar als mit Kritik.
- 1907
Rainer Maria Rilke · Der PantherSein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
- 1907
Rainer Maria Rilke · Der PantherIhm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt.
- 1908
Rainer Maria Rilke · Der neuen Gedichte anderer TeilDu mußt dein Leben ändern.
- 1909
Karl Kraus · Sprüche und WidersprücheMan lebt nicht einmal einmal.
- 1909
Karl Kraus · Sprüche und WidersprücheEs genügt nicht, keine Gedanken zu haben; man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken.
- 1909
Rainer Maria Rilke · Requiem für Wolf Graf von KalckreuthWer spricht von Siegen? Überstehn ist alles.
- 1909
Bertha von Suttner · MemoirenEs ist erstaunlich, wie sehr man ein solches Buch als Freund empfindet - wie man ihm alles sagen und klagen kann, wie man über seine Blätter die Tränen weinen kann, die man den anderen, besonders einem geliebten Kranken, verbergen muss.
- 1909
Bertha von Suttner · MemoirenLampenfieber ist eine Begleiterscheinung der Eitelkeit, eine zitternde Frage an das Schicksal: wie werde ich gefallen?, mit dem ganzen Nachdruck auf der Silbe «ich».
- 1910
Else Lasker-Schüler · Ein alter TibetteppichDeine Seele, die die meine liebet, Ist verwirkt mit ihr im Teppichtibet.
- 1912
Karl Kraus · Pro domo et mundoDie Sprache ist die Mutter, nicht die Magd des Gedankens.
- 1913
Peider Lansel · Ni Italians, ni Tudais-chs! · aus dem RätoromanischenWeder Italiener noch Deutsche! Rätoromanen wollen wir bleiben!
- 1914
Carl Spitteler · Unser Schweizer StandpunktEine Ausnahmegunst des Schicksals hat uns gestattet bei dem fürchterlichen Trauerspiel, das sich gegenwärtig in Europa abwickelt, im Zuschauerraum zu sitzen — nehmen wir den Hut ab.
- 1914
Carl Spitteler · Unser Schweizer StandpunktAlle, die jenseits der Landesgrenze wohnen, sind unsere Nachbarn, und bis auf weiteres liebe Nachbarn; alle, die diesseits wohnen, sind mehr als Nachbarn, nämlich unsere Brüder.
- 1914
Carl Spitteler · Unser Schweizer StandpunktWollen wir oder wollen wir nicht ein schweizerischer Staat bleiben, der dem Auslande gegenüber eine politische Einheit darstellt?
- 1916
Rosa Luxemburg · Die Krise der Sozialdemokratie (Junius-Broschüre)Bürgerliche Gesellschaft steht vor dem Dilemma: entweder Übergang zum Sozialismus, oder Rückfall in die Barbarei.
- 1916
Rabindranath Tagore · Stray Birds · aus dem EnglischenJedes Kind bringt die Botschaft, dass Gott am Menschen noch nicht verzagt ist.
- 1916
Rabindranath Tagore · Stray Birds · aus dem EnglischenDass ich existiere, ist eine fortwährende Überraschung, die das Leben ist.
- 1916
Rabindranath Tagore · Stray Birds · aus dem EnglischenGott findet sich selbst, indem er erschafft.
- 1916
Rabindranath Tagore · Stray Birds · aus dem EnglischenWir kommen dem Großen am nächsten, wenn wir groß in Demut sind.
- 1916
Rabindranath Tagore · Stray Birds · aus dem EnglischenDies sei mein letztes Wort, dass ich deiner Liebe vertraue.
- 1916
Rabindranath Tagore · Stray Birds · aus dem EnglischenDer Mensch geht in die laute Menge, um den Lärm seiner eigenen Stille zu übertönen.
- 1916
Rabindranath Tagore · Stray Birds · aus dem EnglischenWir lesen die Welt falsch und sagen dann, sie täusche uns.
- 1916
Rabindranath Tagore · Stray Birds · aus dem EnglischenWenn du Tränen vergießt, weil dir die Sonne fehlt, verfehlst du auch die Sterne.
- 1917
Sigmund Freud · Vorlesungen zur Einführung in die PsychoanalyseDie Selbstliebe der Menschheit hat im Laufe der Zeiten drei schwere Kränkungen erfahren.
- 1917
Edith Stein · Zum Problem der EinfühlungEinfühlung ist die Erfahrung fremden Erlebens überhaupt.
- 1918
Rosa Luxemburg · Die Russische RevolutionFreiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden.
- 1919
Rosa Luxemburg · Die Rote FahneOrdnung herrscht in Berlin! Ihr stumpfen Schergen! Eure „Ordnung" ist auf Sand gebaut. Die Revolution wird sich morgen schon wieder „rasselnd in die Höh' richten."
- 1922
Jeremias Gotthelf · Sämtliche WerkeWie oft verglimmen die gewaltigsten Kräfte, weil kein Wind sie anbläst!
- 1923
Peider Lansel · Tamangur · aus dem RätoromanischenDem alten Wald, der nach und nach zerfällt, gleicht sehr auch unsere bewährte Sprache, die aus dem einst so weiten Raum in heute enge Grenzen zurückgedrängt ist. Wenn die Romanen nicht alle ihre Pflicht tun, geht es mit ihr zu Ende wie mit Tamangur.
- 1923
Mark Twain · The War PrayerO Lord our God, help us to tear their soldiers to bloody shreds with our shells; help us to cover their smiling fields with the pale forms of their patriot dead…
- 1923
Rainer Maria Rilke · Duineser ElegienEin Mal jedes, nur ein Mal. Ein Mal und nicht mehr. Und wir auch ein Mal. Nie wieder. Aber dieses ein Mal gewesen zu sein, wenn auch nur ein Mal: irdisch gewesen zu sein, scheint nicht widerrufbar.
- 1925
Rainer Maria Rilke · Brief an Witold von HulewiczWir sind die Bienen des Unsichtbaren.
- 1929
Virginia Woolf · A Room of One's Own · aus dem EnglischenIn den meisten Zeiten der Geschichte war Anonym eine Frau.
- 1929
Virginia Woolf · A Room of One's Own · aus dem EnglischenSchließt eure Bibliotheken ab, wenn ihr wollt; aber es gibt kein Tor, kein Schloss, keinen Riegel, den ihr der Freiheit meines Geistes auferlegen könntet.
- 1929
Virginia Woolf · A Room of One's Own · aus dem EnglischenEine Frau braucht Geld und ein eigenes Zimmer, wenn sie Romane schreiben will.
- 1930
Joseph Roth · Hiob — Roman eines einfachen MannesVielleicht ist es so, dass auch das Wunder eine Vernunft hat.
- 1931
Kurt Tucholsky · Die WeltbühneDie menschliche Dummheit ist international.
- 1931
Kurt Tucholsky · Die WeltbühneDenn nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein.
- 1931
Kurt Tucholsky · Die WeltbühneSchulreform ohne Gesellschaftsreform ist ein Unding.
- 1931
Kurt Tucholsky · Die WeltbühneSoldaten sind Mörder.
- 1931
Kurt Tucholsky · Die WeltbühneDas Volk versteht das meiste falsch; aber es fühlt das meiste richtig.
- 1933
Marie Curie · Rede in MadridEin Gelehrter in einem Laboratorium ist nicht nur ein Techniker, er steht auch vor den Naturvorgängen wie ein Kind vor einer Märchenwelt.
- 1933
Sigmund Freud · Neue Folge der Vorlesungen zur Einführung in die PsychoanalyseWo Es war, soll Ich werden.
- 1938
Joseph Roth · Die KapuzinergruftWohin soll ich denn, ich, ein Trotta?
- 1938
Joseph Roth · Die KapuzinergruftEs war eine gute Zeit, ich sage es, ohne dass ich der besseren nachweine.
- 1939
Peider Lansel · Fideltà · aus dem RätoromanischenNur wenn der Dichter sich selbst treu bleibt, kann die Empfindung zur Dichtung erblühen.
- 1940
Walter Benjamin · Über den Begriff der GeschichteEs ist niemals ein Dokument der Kultur, ohne zugleich ein solches der Barbarei zu sein.
- 1940
Walter Benjamin · Über den Begriff der GeschichteWo eine Kette von Begebenheiten vor uns erscheint, da sieht er eine einzige Katastrophe, die unablässig Trümmer auf Trümmer häuft und sie ihm vor die Füße schleudert.
- 1940
Walter Benjamin · Über den Begriff der GeschichteDie Geschichte ist Gegenstand einer Konstruktion, deren Ort nicht die homogene und leere Zeit sondern die von Jetztzeit erfüllte bildet.
- 1942
Edith Stein · Mündlich überliefert, Echt (Niederlande), 2. August 1942Komm, wir gehen für unser Volk.
- 1943
Else Lasker-Schüler · Mein blaues KlavierIch habe zu Hause ein blaues Klavier und kenne doch keine Note.
- 1950
Edith Stein · Endliches und ewiges SeinWer die Wahrheit sucht, der sucht Gott, ob es ihm klar ist oder nicht.