Bildung 23
Pädagogik, Lehren und Lernen, Charakterformung — von Pestalozzi-Reformpädagogik bis Konfuzius-Lúnyǔ und Tucholsky-Schulreform.
Erkundung nach Inhalt.
Pädagogik, Lehren und Lernen, Charakterformung — von Pestalozzi-Reformpädagogik bis Konfuzius-Lúnyǔ und Tucholsky-Schulreform.
Pazifismus, Gewaltkritik, Konfliktvermeidung — Korpus-Spuren von Suttner und Dunant bis Tucholskys „Soldaten sind Mörder".
Zugehörigkeit, Herkunft, Vaterland im historischen 19.-Jh.-Sprachhorizont — Gotthelf, Keller, Heine.
Wie man mit dem eigenen Leben umgeht — Gewohnheit und Zeit, Glück und Missgeschick, Alter und Gelassenheit. Der grösste Themenbestand des Korpus: Mark Twains Spott, Pestalozzis Erziehungsblick, Gotthelfs Emmentaler Nüchternheit, Tagores Ruhe, Marc Aurels Selbstermahnung.
Zuneigung, Verlangen, Bindung — und die Freundschaft als ihre nüchternere Schwester. Sapphos Eifersuchtsode, Dantes „Amor, der keinem Geliebten das Lieben erlässt", Eichendorffs verschwundene Liebste, Schillers Warnung vor der Ehe, Jane Austens Heiratsmarkt, Tolstois Gleichsetzung von Lieben und Leben. Bei Augustinus und Aristoteles reicht das Thema über das Paar hinaus.
Landschaft, Pflanzen, Tiere, Naturwahrnehmung — Spyri-Bergwelt, Heine-Düfte, Droste-Moor, Pestalozzi-Anschauung.
Fragen nach Erkenntnis, Wahrheit, Vernunft und rechtem Handeln — mit den Unterthemen Stoa, Taoismus, Konfuzianismus und Existenz. Von Marc Aurel, Pascal und Spinoza über Konfuzius und Laozi bis Kierkegaard und Nietzsche.
Gemeinwesen, Staat, gesellschaftliche Reform — von Goethes Weimarer Staatsdienst über Spittelers Schweizer-Standpunkt bis Tucholskys Weltbühne-Aufsätzen.
Kritik an Orthodoxie, Kirche, religiöser Autorität — Heine-Sterbebett-Ironie, Nietzsches Schlangen-Aphorismus, Tucholsky-Aufklärung.
Wort, Vers, Stil und das Handwerk des Schreibens — und die Sprache selbst als Gegenstand. Heines Loreley, Kellers Abendlied, Droste- Hülshoffs Moor, Cervantes' Feder als Zunge der Seele. Mit Peider Lansel und Giachen Caspar Muoth stehen hier zwei rätoromanische Stimmen, die ums Überleben ihrer eigenen Sprache schreiben.
Forschen, Prüfen, Irren — der Umgang mit Wissen und mit seinen Grenzen. Marie Curies Mut zum eigenen Kopf, Lichtenbergs Spott über das Scheinwissen, Spinozas Vorsatz, menschliches Handeln nicht zu verlachen und nicht zu beweinen, sondern zu verstehen.