Frieden
Pazifismus, Gewaltkritik, Konfliktvermeidung — Korpus-Spuren von Suttner und Dunant bis Tucholskys „Soldaten sind Mörder".
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Zitate
Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt.
O Lord our God, help us to tear their soldiers to bloody shreds with our shells; help us to cover their smiling fields with the pale forms of their patriot dead…
Aber in der unendlichen Menge so vieler anderer Hingaben, von denen die meisten obskur geblieben oder unbemerkt sind, wie viele blieben mehr oder weniger fruchtlos, weil sie isoliert waren und nicht von kollektiven und organisierten Sympathien getragen wurden!
Wäre es bei außerordentlichen Gelegenheiten — wie jenen, die etwa in Köln oder Châlons Fürsten der Kriegskunst verschiedener Nationalitäten zusammenführen — nicht wünschenswert, dass sie eine solche Art von Kongress nutzten, um irgendein internationales, konventionelles und heiliges Prinzip zu formulieren, das, einmal vereinbart und ratifiziert, als Grundlage für Hilfsgesellschaften für die Verwundeten in den verschiedenen Ländern Europas diente?
Wäre es nicht möglich, in Zeiten des Friedens und der Ruhe Hilfsgesellschaften zu gründen, deren Zweck es wäre, die Verwundeten in Kriegszeiten von eifrigen, hingebungsvollen und gut qualifizierten Freiwilligen pflegen zu lassen?
Eine Ausnahmegunst des Schicksals hat uns gestattet bei dem fürchterlichen Trauerspiel, das sich gegenwärtig in Europa abwickelt, im Zuschauerraum zu sitzen — nehmen wir den Hut ab.
Soldaten sind Mörder.
Keinem vernünftigen Menschen wird es einfallen, Tintenflecken mit Tinte, Ölflecken mit Öl wegwaschen zu wollen. Nur Blut soll immer wieder mit Blut abgewaschen werden.
Ich habe es zu früh erkannt, daß der Schlachteneifer nichts Übermenschliches, sondern – Untermenschliches ist; keine mystische Offenbarung aus dem Reiche Luzifers, sondern eine Reminiscenz aus dem Reiche der Tierheit - ein Wiedererwachen der Bestialität.