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Letzter Build: 2.9.2026, 01:00:11
Wohl ist es Herbst; doch warte nur, Doch warte nur ein Weilchen! Der Frühling kommt, der Himmel lacht, Es steht die Welt in Veilchen.
Und geht es draußen noch so toll, Unchristlich oder christlich, Ist doch die Welt, die schöne Welt So gänzlich unverwüstlich!
Es rauscht kein Wald, es schlägt im Mai Kein Vogel ohn' Unterlaß; Die Wandergans mit hartem Schrei Nur fliegt in Herbstesnacht vorbei, Am Strande weht das Gras.
Am grauen Strand, am grauen Meer Und seitab liegt die Stadt; Der Nebel drückt die Dächer schwer, Und durch die Stille braust das Meer Eintönig um die Stadt.
Voran, voran, nur immer im Lauf, Voran, als woll es ihn holen; Vor seinem Fuße brodelt es auf, Es pfeift ihm unter den Sohlen
Fest hält die Fibel das zitternde Kind Und rennt, als ob man es jage; Hohl über die Fläche sauset der Wind – Was raschelt drüben am Hage?
Da steht im Wald geschrieben, Ein stilles, ernstes Wort Von rechtem Tun und Lieben, Und was des Menschen Hort.
Und ich mag mich nicht bewahren! Weit von euch treibt mich der Wind, Auf dem Strome will ich fahren, Von dem Glanze selig blind!
Wo die Mädchen am Fenster lauschen, Wann der Lauten Klang erwacht, Und die Brunnen verschlafen rauschen In der prächtigen Sommernacht.
Du kennst mich wohl – von hohem Stein, Schaut still mein Schloß tief in den Rhein. Es ist schon spät, es wird schon kalt, Kommst nimmermehr aus diesem Wald!
So reich geschmückt ist Roß und Weib, So wunderschön der junge Leib, Jetzt kenn ich dich – Gott steh mir bei! Du bist die Hexe Loreley.
Freundschaft ist gewiss der feinste Balsam für die Schmerzen enttäuschter Liebe.
Kein Reiz kommt der Zärtlichkeit des Herzens gleich.
Wer, ob Herr oder Dame, an einem guten Roman keine Freude hat, muss unerträglich dumm sein.
Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass ein alleinstehender Mann im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringender braucht als eine Frau.
Musik wird oft nicht schön gefunden, weil sie stets mit Geräusch verbunden.
Das Gute — dieser Satz steht fest — ist stets das Böse, was man läßt.
Es ist ein Brauch von alters her: Wer Sorgen hat, hat auch Likör.
Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr.
Puppen sind wir, von unbekannten Gewalten am Draht gezogen; nichts, nichts wir selbst, — die Schwerter, mit denen Geister kämpfen!
Was ist das, was in uns lügt, mordet, stiehlt?
Jeder Mensch ist ein Abgrund; es schwindelt einem, wenn man hinabsieht.
Friede den Hütten! Krieg den Palästen!
Immer enger, leise, leise ziehen sich die Lebenskreise, schwindet hin, was prahlt und prunkt, schwindet Hoffen, Hassen, Lieben, und ist nichts in Sicht geblieben als der letzte dunkle Punkt.
Alles Alte, soweit es Anspruch darauf hat, sollen wir lieben, aber für das Neue sollen wir recht eigentlich leben.
Das ist ein weites Feld.
Die Wahrheit ist, daß mir auf Erden nicht zu helfen war.
Nun, o Unsterblichkeit, bist du ganz mein!
Küsse, Bisse, das reimt sich, und wer recht von Herzen liebt, kann das eine für das andere greifen.
Das Paradies ist verriegelt und der Cherub hinter uns; wir müssen die Reise um die Welt machen, und sehen, ob es vielleicht von hinten irgendwo wieder offen ist.