Zitare

Wer hat dich, du schöner Wald, Aufgebaut so hoch da droben? Wohl den Meister will ich loben, Solang noch mein' Stimm' erschallt.

Joseph von Eichendorff 1810 ·Der Jäger Abschied

Laue Luft kommt blau geflossen, Frühling, Frühling soll es sein! Waldwärts Hörnerklang geschossen, Mut'ger Augen lichter Schein;

Joseph von Eichendorff 1815 ·Frische Fahrt

Es ist schon spät, es wird schon kalt, Was reitst du einsam durch den Wald? Der Wald ist lang, du bist allein, Du schöne Braut! Ich führ dich heim!

Joseph von Eichendorff 1815 ·Waldgespräch

Komm, Trost der Welt, du stille Nacht! Wie steigst du von den Bergen sacht, Die Lüfte alle schlafen, Ein Schiffer nur noch, wandermüd, Singt übers Meer sein Abendlied Zu Gottes Lob im Hafen.

Joseph von Eichendorff 1837 ·Der Einsiedler

Aus der Heimat hinter den Blitzen rot Da kommen die Wolken her, Aber Vater und Mutter sind lange tot, Es kennt mich dort keiner mehr.

Joseph von Eichendorff 1837 ·In der Fremde

O Täler weit, o Höhen, O schöner, grüner Wald, Du meiner Lust und Wehen Andächtger Aufenthalt!

Joseph von Eichendorff 1810 ·Abschied

In einem kühlen Grunde Da geht ein Mühlenrad, Meine Liebste ist verschwunden, Die dort gewohnet hat.

Joseph von Eichendorff 1813 ·Das zerbrochene Ringlein

Es schienen so golden die Sterne, Am Fenster ich einsam stand Und hörte aus weiter Ferne Ein Posthorn im stillen Land.

Joseph von Eichendorff 1834 ·Sehnsucht

Und meine Seele spannte Weit ihre Flügel aus, Flog durch die stillen Lande, Als flöge sie nach Haus.

Joseph von Eichendorff 1837 ·Mondnacht

Sagte die Pfanne zum Kessel: Geh mir aus dem Weg, du Rußschwarze.

Miguel de Cervantes 1615 ·El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (Segunda parte)

Wer heute fällt, kann morgen wieder aufstehen.

Miguel de Cervantes 1615 ·El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (Segunda parte)

Wisse, Sancho, dass kein Mensch mehr ist als ein anderer, wenn er nicht mehr tut als ein anderer.

Miguel de Cervantes 1605 ·El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha

Der Fleiß ist die Mutter des guten Glücks.

Miguel de Cervantes 1615 ·El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (Segunda parte)

Gut predigt, wer gut lebt.

Miguel de Cervantes 1615 ·El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (Segunda parte)

Die Feder ist die Zunge der Seele.

Miguel de Cervantes 1615 ·El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (Segunda parte)

Es gibt kein Buch, das so schlecht wäre, dass es nicht etwas Gutes enthielte.

Miguel de Cervantes 1615 ·El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (Segunda parte)

Jeder ist der Schmied seines eigenen Glücks.

Miguel de Cervantes 1615 ·El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (Segunda parte)

An einem Ort der Mancha, dessen Namen ich mich nicht entsinnen will, lebte vor nicht langer Zeit ein Hidalgo, einer von denen mit Lanze im Gestell, alter Tartsche, magrem Gaul und Windhund zur Jagd.

Miguel de Cervantes 1605 ·El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha

Das Volk versteht das meiste falsch; aber es fühlt das meiste richtig.

Kurt Tucholsky 1931 ·Die Weltbühne

Weder Italiener noch Deutsche! Rätoromanen wollen wir bleiben!

Peider Lansel 1913 ·Ni Italians, ni Tudais-chs!

Nur wenn der Dichter sich selbst treu bleibt, kann die Empfindung zur Dichtung erblühen.

Peider Lansel 1939 ·Fideltà

Dem alten Wald, der nach und nach zerfällt, gleicht sehr auch unsere bewährte Sprache, die aus dem einst so weiten Raum in heute enge Grenzen zurückgedrängt ist. Wenn die Romanen nicht alle ihre Pflicht tun, geht es mit ihr zu Ende wie mit Tamangur.

Peider Lansel 1923 ·Tamangur

Die Mutter klagt — hörst du es? Erzürne sie nicht länger!

Giachen Caspar Muoth 1887 ·Al pievel romontsch

Steh auf, Engadiner, steh auf, du Sut- und Surselver, halte stets in Ehren deine romanische Sprache!

Giachen Caspar Muoth 1887 ·Al pievel romontsch

Steh auf, wehre dich, Romane, für die Bündner Sprache, lass nicht absichtlich deine Gabe begraben!

Giachen Caspar Muoth 1887 ·Al pievel romontsch

Steh auf, verteidige, Romane, deine alte Sprache, fordere Achtung für dein Denken!

Giachen Caspar Muoth 1887 ·Al pievel romontsch

Bücher sind das Beste der Dinge, recht gebraucht; missbraucht, das Schlimmste.

Ralph Waldo Emerson 1837 ·The American Scholar

Die Jahre lehren vieles, was die Tage nie wissen.

Ralph Waldo Emerson 1844 ·Experience

Selbstvertrauen ist das Wesen des Heldentums.

Ralph Waldo Emerson 1841 ·Heroism

Nichts Großes wurde je ohne Begeisterung erreicht.

Ralph Waldo Emerson 1841 ·Circles