Marie de France
Erste namentlich überlieferte Dichterin in französischer Sprache, vermutlich am englischen Hof Heinrichs II. und Eleonores von Aquitanien tätig (Hauptwerk-Datierung 1160-80). Werke: zwölf „Lais" (Vers-Erzählungen aus dem bretonischen Sagenkreis, ca. 1170), eine Fabel-Sammlung („Ysopet", 102 Fabeln), und eine Übersetzung des „Espurgatoire seint Patriz" (Reise des Ritters Owein durch das Fegefeuer). Originalsprache: Altfranzösisch. Biographische Daten weitgehend unbekannt — der Beiname „de France" stammt aus dem Epilog der Fabeln: „Marie ai num, si sui de France."
Übersetzungen im Korpus von
- Zitare KI-Übersetzungs-Draft
Zitate (2)
Wem Gott Wissen geschenkt hat und schöne Beredsamkeit, der darf nicht schweigen noch sich verbergen, sondern soll es gerne zeigen.
Es war Brauch der Alten, das bezeugt Priscian, dass sie in den Büchern, die sie schrieben, recht dunkel sprachen.