Dichter:in
119 Zitate
Musik wird oft nicht schön gefunden, weil sie stets mit Geräusch verbunden.
Das Gute — dieser Satz steht fest — ist stets das Böse, was man läßt.
Es ist Tradition seit alter Zeit: Wer Sorgen hat, hat auch Likör.
Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr.
Immer enger, leise, leise ziehen sich die Lebenskreise, schwindet hin, was prahlt und prunkt, schwindet Hoffen, Hassen, Lieben, und ist nichts in Sicht geblieben als der letzte dunkle Punkt.
Alles Alte, soweit es Anspruch darauf hat, sollen wir lieben, aber für das Neue sollen wir recht eigentlich leben.
Das ist ein weites Feld.
Die Wahrheit ist, daß mir auf Erden nicht zu helfen war.
Nun, o Unsterblichkeit, bist du ganz mein!
Küsse, Bisse, das reimt sich, und wer recht von Herzen liebt, kann das eine für das andere greifen.
Das Paradies ist verriegelt und der Cherub hinter uns; wir müssen die Reise um die Welt machen, und sehen, ob es vielleicht von hinten irgendwo wieder offen ist.
Tue das Gute vor dich hin und bekümmere dich nicht, was daraus wird.
Wir stolzen Menschenkinder sind eitel arme Sünder und wissen gar nicht viel.
Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön. So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn.
Der Mond ist aufgegangen, die goldnen Sternlein prangen am Himmel hell und klar.
Wo Kinder sind, da ist ein goldnes Zeitalter.
Die Philosophie ist eigentlich Heimweh — Trieb, überall zu Hause zu sein.
Wir suchen überall das Unbedingte, und finden immer nur Dinge.
Nach innen geht der geheimnisvolle Weg. In uns, oder nirgends, ist die Ewigkeit mit ihren Welten, die Vergangenheit und Zukunft.
Tausend Dinge schreiten voran, neunhundertneunundneunzig weichen zurück: das ist der Fortschritt.
Altern zu können ist das Meisterwerk der Weisheit und eines der schwierigsten Kapitel der großen Kunst zu leben.
Jede Landschaft ist ein Zustand der Seele.
Wer hat dich, du schöner Wald, Aufgebaut so hoch da droben? Wohl den Meister will ich loben, Solang noch mein' Stimm' erschallt.
Laue Luft kommt blau geflossen, Frühling, Frühling soll es sein! Waldwärts Hörnerklang geschossen, Mut'ger Augen lichter Schein;
Es ist schon spät, es wird schon kalt, Was reitst du einsam durch den Wald? Der Wald ist lang, du bist allein, Du schöne Braut! Ich führ dich heim!
Komm, Trost der Welt, du stille Nacht! Wie steigst du von den Bergen sacht, Die Lüfte alle schlafen, Ein Schiffer nur noch, wandermüd, Singt übers Meer sein Abendlied Zu Gottes Lob im Hafen.
Aus der Heimat hinter den Blitzen rot Da kommen die Wolken her, Aber Vater und Mutter sind lange tot, Es kennt mich dort keiner mehr.
O Täler weit, o Höhen, O schöner, grüner Wald, Du meiner Lust und Wehen Andächtger Aufenthalt!
In einem kühlen Grunde Da geht ein Mühlenrad, Meine Liebste ist verschwunden, Die dort gewohnet hat.
Es schienen so golden die Sterne, Am Fenster ich einsam stand Und hörte aus weiter Ferne Ein Posthorn im stillen Land.
Und meine Seele spannte Weit ihre Flügel aus, Flog durch die stillen Lande, Als flöge sie nach Haus.
Weder Italiener noch Deutsche! Rätoromanen wollen wir bleiben!
Nur wenn der Dichter sich selbst treu bleibt, kann die Empfindung zur Dichtung erblühen.
Dem alten Wald, der nach und nach zerfällt, gleicht sehr auch unsere bewährte Sprache, die aus dem einst so weiten Raum in heute enge Grenzen zurückgedrängt ist. Wenn die Romanen nicht alle ihre Pflicht tun, geht es mit ihr zu Ende wie mit Tamangur.
Die Mutter klagt — hörst du es? Erzürne sie nicht länger!
Steh auf, Engadiner, steh auf, du Sut- und Surselver, halte stets in Ehren deine romanische Sprache!
Steh auf, wehre dich, Romane, für die Bündner Sprache, lass nicht absichtlich deine Gabe begraben!
Steh auf, verteidige, Romane, deine alte Sprache, fordere Achtung für dein Denken!
Bücher sind das Beste der Dinge, recht gebraucht; missbraucht, das Schlimmste.
Die Jahre lehren vieles, was die Tage nie wissen.
Selbstvertrauen ist das Wesen des Heldentums.
Nichts Großes wurde je ohne Begeisterung erreicht.
Der einzige Weg, einen Freund zu haben, ist, selbst einer zu sein.
Im Wald kehren wir zurück zu Vernunft und Glauben.
Die Natur trägt immer die Farben des Geistes.
Groß zu sein heißt, missverstanden zu werden.
Die Gesellschaft ist überall in einer Verschwörung gegen die Mündigkeit jedes ihrer Mitglieder.
Wem Gott Wissen geschenkt hat und schöne Beredsamkeit, der darf nicht schweigen noch sich verbergen, sondern soll es gerne zeigen.
Reden wir nicht von ihnen, sondern schau und geh vorüber.
Du wirst erfahren, wie salzig das Brot der anderen schmeckt, und wie hart der Weg ist, auf fremden Treppen hinab- und hinaufzusteigen.
Ein Kuppler war das Buch und der, der es schrieb.
die Liebe, die die Sonne bewegt und die anderen Sterne.
Ihr wurdet nicht geschaffen, wie die Tiere zu leben, sondern um Tugend und Erkenntnis zu verfolgen.
Und von dort traten wir heraus, die Sterne wiederzusehen.
Die Liebe, die dem Geliebten das Wiederlieben nicht erlässt,
Lasst alle Hoffnung fahren, die ihr eintretet.
Auf halbem Weg des Lebens, das wir leben, fand ich mich wieder in dunklem Wald verirrt, weil mir der rechte Pfad verloren war.
Toren — sie wissen nicht, um wieviel die Hälfte mehr ist als das Ganze.
Vor die Tugend haben die unsterblichen Götter den Schweiß gesetzt.
Zuerst nun entstand das Chaos.
Es war Brauch der Alten, das bezeugt Priscian, dass sie in den Büchern, die sie schrieben, recht dunkel sprachen.
Weh — wohin sind alle meine Jahre verschwunden!
Ich saß auf einem Stein und schlug Bein über Bein, darauf setzte ich den Ellenbogen.
Sagt mir jemand, was ist Liebe?
Staub und Schatten sind wir.
Ich habe ein Monument errichtet, dauerhafter als Erz.
Wer begonnen hat, hat die Hälfte schon vollbracht: wage es zu wissen, beginne!
Pflücke den Tag, traue so wenig wie möglich dem nächsten.
Der Tod einer schönen Frau ist also unzweifelhaft das poetischste Thema der Welt.
Alles, was wir sehen oder scheinen, ist nur ein Traum in einem Traum.
Sprach der Rabe: „Nimmermehr."
Wem Gott will rechte Gunst erweisen, Den schickt er in die weite Welt.
Es war, als hätt der Himmel Die Erde still geküßt, Daß sie im Blütenschimmer Von ihm nur träumen müßt.
Schläft ein Lied in allen Dingen, Die da träumen fort und fort, Und die Welt hebt an zu singen, Triffst du nur das Zauberwort.
Der Nebel steigt, es fällt das Laub; Schenk ein den Wein, den holden!
Du graue Stadt am Meer, Du graue Stadt am Meer, Du sollst, du sollst gepriesen sein.
Eines Morgens wachte ich auf und fand mich berühmt.
Sie wandelt in Schönheit, gleich der Nacht wolkenloser Himmel und sternenklarer Räume.
Die Wahrheit ist immer seltsam — seltsamer als jede Fiktion.
Manche sagen, ein Reiterheer, andere ein Fußvolk, andere eine Flotte sei auf der schwarzen Erde das Schönste — ich aber: das, was man liebt.
Der scheint mir gleich den Göttern zu sein, der dir gegenüber sitzt und dich nahe süß sprechen hört
Weil ich nicht halten konnte für den Tod — hielt er, freundlich, für mich an —
Ich bin Niemand! Wer bist du? Bist du — Niemand — auch?
Sag die ganze Wahrheit, aber sag sie schräg — der Erfolg liegt im Umweg
„Hoffnung" ist das Ding mit Federn — das in der Seele sitzt — und die Melodie ohne Worte singt — und nie aufhört — gar nicht —
Deine Seele, die die meine liebet, Ist verwirkt mit ihr im Teppichtibet.
Ich will in das Grenzenlose zu mir zurück.
Ich habe zu Hause ein blaues Klavier und kenne doch keine Note.
Widersteht viel, gehorcht wenig.
O Kapitän! mein Kapitän! unsere schreckliche Fahrt ist vorbei, das Schiff hat jeden Sturm überstanden, der Preis ist errungen
Widerspreche ich mir selbst? Sehr gut, dann widerspreche ich mir selbst, (ich bin groß, ich enthalte Vielfaches.)
Ich feiere mich selbst und singe mich selbst, und was ich annehme, sollt ihr annehmen, denn jedes Atom, das mir gehört, gehört genauso euch.
Vertraue dir selbst: jedes Herz schwingt zu dieser eisernen Saite.
Wer ein Mensch sein will, muss ein Nichtangepasster sein.
Eine törichte Konsequenz ist der Kobold kleiner Geister.
Das Leben ist nur ein wandelnder Schatten, ein armer Spieler, der seine Stunde lang auf der Bühne stolziert und sich abmüht und dann nicht mehr gehört wird.
Es gibt mehr Ding' im Himmel und auf Erden, als eure Schulweisheit sich träumt, Horatio.
Die ganze Welt ist Bühne, und alle Männer und Frauen bloß Spieler.
Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage.
Wer das Tiefste gedacht, liebt das Lebendigste.
Voll Verdienst, doch dichterisch wohnet Der Mensch auf dieser Erde.
Was bleibet aber, stiften die Dichter.
Wo aber Gefahr ist, wächst Das Rettende auch.
Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich das Herz zum Herzen findet.
Früh übt sich, was ein Meister werden will.
Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt.
Ernst ist das Leben, heiter ist die Kunst.
Die Würde des Menschen ist in eure Hand gegeben, Bewahret sie! Sie sinkt mit euch! Mit euch wird sie sich heben!
Ein Mal jedes, nur ein Mal. Ein Mal und nicht mehr. Und wir auch ein Mal. Nie wieder. Aber dieses ein Mal gewesen zu sein, wenn auch nur ein Mal: irdisch gewesen zu sein, scheint nicht widerrufbar.
Werke der Kunst sind von einer unendlichen Einsamkeit und mit nichts so wenig erreichbar als mit Kritik.
Wir sind die Bienen des Unsichtbaren.
Wer spricht von Siegen? Überstehn ist alles.
Du mußt dein Leben ändern.
Wer Wissenschaft und Kunst besitzt, hat auch Religion.
Edel sei der Mensch, Hülfreich und gut!
Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein!
Grau, teurer Freund, ist alle Theorie Und grün des Lebens goldner Baum.
Es irrt der Mensch, solang er strebt.
Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen.