Georg Christoph Lichtenberg
Deutscher Naturforscher, Mathematiker und Aphoristiker der Spätaufklärung. Ab 1770 Professor für Experimentalphysik in Göttingen, dort einer der ersten Lehrstühle für Experimental- Physik in Europa. Aphoristisches Hauptwerk: die „Sudelbücher" — private Notiz-Hefte mit Aphorismen, Beobachtungen, Experiment- Skizzen, postum veröffentlicht. Eine der zentralen Stimmen der deutschen Aufklärung neben Lessing und Kant.
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Zitate (12)
Wer nichts als Chemie versteht, versteht auch die nicht recht.
Sehr viele und vielleicht die meisten Menschen müssen, um etwas zu finden, erst wissen, daß es da ist.
Ein sicheres Zeichen von einem guten Buch ist, wenn es einem immer besser gefällt je älter man wird.
Der gewöhnliche Kopf ist immer der herrschenden Meinung und der herrschenden Mode konform.
Nichts setzt dem Fortgang der Wissenschaft mehr Hindernis entgegen, als wenn man zu wissen glaubt, was man noch nicht weiß.
Man muß etwas Neues machen, um etwas Neues zu sehen.
Das viele Lesen hat uns eine gelehrte Barbarei zugezogen.
Wo Mäßigung ein Fehler ist, da ist Gleichgültigkeit ein Verbrechen.
Es ist fast unmöglich, die Fackel der Wahrheit durch ein Gedränge zu tragen, ohne jemandem den Bart zu sengen.
Der Mensch ist ein Meisterstück der Schöpfung, schon deswegen, weil er bei allem Determinismus, der auf ihn drückt, dennoch glaubt, er handle als freies Wesen.
Ich kann zwar nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber so viel kann ich sagen, es muß anders werden, wenn es gut werden soll.
Ein Buch ist ein Spiegel, wenn ein Affe hineinsieht, so kann kein Apostel heraussehen.