Theodor Storm Hans Theodor Woldsen Storm

1817 — 1888 · schreibt auf Deutsch

Deutscher Lyriker und Novellist des poetischen Realismus. Geboren in Husum an der Nordsee, ab 1853 als Jurist auch in Potsdam und Heiligenstadt, ab 1864 wieder in Husum. Hauptwerke: Gedichte („Die Stadt", „Oktoberlied", „Im Walde"), Novellen „Immensee" (1849), „Pole Poppenspäler" (1874), „Aquis submersus" (1877) und sein berühmtestes Spätwerk „Der Schimmelreiter" (1888, drei Monate vor seinem Tod abgeschlossen).

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Wohl ist es Herbst; doch warte nur, Doch warte nur ein Weilchen! Der Frühling kommt, der Himmel lacht, Es steht die Welt in Veilchen.

1848 ·Oktoberlied

Und geht es draußen noch so toll, Unchristlich oder christlich, Ist doch die Welt, die schöne Welt So gänzlich unverwüstlich!

1848 ·Oktoberlied

Es rauscht kein Wald, es schlägt im Mai Kein Vogel ohn' Unterlaß; Die Wandergans mit hartem Schrei Nur fliegt in Herbstesnacht vorbei, Am Strande weht das Gras.

1851 ·Die Stadt

Am grauen Strand, am grauen Meer Und seitab liegt die Stadt; Der Nebel drückt die Dächer schwer, Und durch die Stille braust das Meer Eintönig um die Stadt.

1851 ·Die Stadt

Der Nebel steigt, es fällt das Laub; Schenk ein den Wein, den holden!

1848 ·Oktoberlied

Doch hängt mein ganzes Herz an dir, Du graue Stadt am Meer; Der Jugend Zauber für und für Ruht lächelnd doch auf dir, auf dir, Du graue Stadt am Meer.

1851 ·Die Stadt