Zitare

Schriftsteller

198 Zitate

Freundschaft ist gewiss der feinste Balsam für die Schmerzen enttäuschter Liebe.

Jane Austen 1817 ·Northanger Abbey

Kein Reiz kommt der Zärtlichkeit des Herzens gleich.

Jane Austen 1815 ·Emma

Wer, ob Herr oder Dame, an einem guten Roman keine Freude hat, muss unerträglich dumm sein.

Jane Austen 1817 ·Northanger Abbey

Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass ein alleinstehender Mann im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringender braucht als eine Frau.

Jane Austen 1813 ·Pride and Prejudice

Wir sind Puppen, von unbekannten Gewalten am Draht gezogen; nichts, nichts wir selbst!

Georg Büchner 1835 ·Dantons Tod

Was ist das, was in uns lügt, mordet, stiehlt?

Georg Büchner 1835 ·Dantons Tod

Jeder Mensch ist ein Abgrund; es schwindelt einem, wenn man hinabsieht.

Georg Büchner 1837 ·Woyzeck

Friede den Hütten! Krieg den Palästen!

Georg Büchner 1834 ·Der Hessische Landbote

Immer enger, leise, leise ziehen sich die Lebenskreise, schwindet hin, was prahlt und prunkt, schwindet Hoffen, Hassen, Lieben, und ist nichts in Sicht geblieben als der letzte dunkle Punkt.

Theodor Fontane 1889 ·Ausgang

Alles Alte, soweit es Anspruch darauf hat, sollen wir lieben, aber für das Neue sollen wir recht eigentlich leben.

Theodor Fontane 1898 ·Der Stechlin

Das ist ein weites Feld.

Theodor Fontane 1895 ·Effi Briest

Die Wahrheit ist, daß mir auf Erden nicht zu helfen war.

Heinrich von Kleist 1811 ·Abschiedsbrief an Marie von Kleist

Nun, o Unsterblichkeit, bist du ganz mein!

Heinrich von Kleist 1821 ·Prinz Friedrich von Homburg

Küsse, Bisse, das reimt sich, und wer recht von Herzen liebt, kann das eine für das andere greifen.

Heinrich von Kleist 1808 ·Penthesilea

Das Paradies ist verriegelt und der Cherub hinter uns; wir müssen die Reise um die Welt machen, und sehen, ob es vielleicht von hinten irgendwo wieder offen ist.

Heinrich von Kleist 1810 ·Über das Marionettentheater

Tue das Gute vor dich hin und bekümmere dich nicht, was daraus wird.

Matthias Claudius 1799 ·An meinen Sohn Johannes

Wir stolzen Menschenkinder sind eitel arme Sünder und wissen gar nicht viel.

Matthias Claudius 1779 ·Abendlied

Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön. So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn.

Matthias Claudius 1779 ·Abendlied

Der Mond ist aufgegangen, die goldnen Sternlein prangen am Himmel hell und klar.

Matthias Claudius 1779 ·Abendlied

Wo Kinder sind, da ist ein goldnes Zeitalter.

Novalis 1798 ·Blüthenstaub

Die Philosophie ist eigentlich Heimweh — Trieb, überall zu Hause zu sein.

Novalis 1799 ·Das allgemeine Brouillon

Wir suchen überall das Unbedingte, und finden immer nur Dinge.

Novalis 1798 ·Blüthenstaub

Nach innen geht der geheimnisvolle Weg. In uns, oder nirgends, ist die Ewigkeit mit ihren Welten, die Vergangenheit und Zukunft.

Novalis 1798 ·Blüthenstaub

Wer hat dich, du schöner Wald, Aufgebaut so hoch da droben? Wohl den Meister will ich loben, Solang noch mein' Stimm' erschallt.

Joseph von Eichendorff 1810 ·Der Jäger Abschied

Laue Luft kommt blau geflossen, Frühling, Frühling soll es sein! Waldwärts Hörnerklang geschossen, Mut'ger Augen lichter Schein;

Joseph von Eichendorff 1815 ·Frische Fahrt

Es ist schon spät, es wird schon kalt, Was reitst du einsam durch den Wald? Der Wald ist lang, du bist allein, Du schöne Braut! Ich führ dich heim!

Joseph von Eichendorff 1815 ·Waldgespräch

Komm, Trost der Welt, du stille Nacht! Wie steigst du von den Bergen sacht, Die Lüfte alle schlafen, Ein Schiffer nur noch, wandermüd, Singt übers Meer sein Abendlied Zu Gottes Lob im Hafen.

Joseph von Eichendorff 1837 ·Der Einsiedler

Aus der Heimat hinter den Blitzen rot Da kommen die Wolken her, Aber Vater und Mutter sind lange tot, Es kennt mich dort keiner mehr.

Joseph von Eichendorff 1837 ·In der Fremde

O Täler weit, o Höhen, O schöner, grüner Wald, Du meiner Lust und Wehen Andächtger Aufenthalt!

Joseph von Eichendorff 1810 ·Abschied

In einem kühlen Grunde Da geht ein Mühlenrad, Meine Liebste ist verschwunden, Die dort gewohnet hat.

Joseph von Eichendorff 1813 ·Das zerbrochene Ringlein

Es schienen so golden die Sterne, Am Fenster ich einsam stand Und hörte aus weiter Ferne Ein Posthorn im stillen Land.

Joseph von Eichendorff 1834 ·Sehnsucht

Und meine Seele spannte Weit ihre Flügel aus, Flog durch die stillen Lande, Als flöge sie nach Haus.

Joseph von Eichendorff 1837 ·Mondnacht

Sagte die Pfanne zum Kessel: Geh mir aus dem Weg, du Rußschwarze.

Miguel de Cervantes 1615 ·El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (Segunda parte)

Wer heute fällt, kann morgen wieder aufstehen.

Miguel de Cervantes 1615 ·El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (Segunda parte)

Wisse, Sancho, dass kein Mensch mehr ist als ein anderer, wenn er nicht mehr tut als ein anderer.

Miguel de Cervantes 1605 ·El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha

Der Fleiß ist die Mutter des guten Glücks.

Miguel de Cervantes 1615 ·El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (Segunda parte)

Gut predigt, wer gut lebt.

Miguel de Cervantes 1615 ·El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (Segunda parte)

Die Feder ist die Zunge der Seele.

Miguel de Cervantes 1615 ·El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (Segunda parte)

Es gibt kein Buch, das so schlecht wäre, dass es nicht etwas Gutes enthielte.

Miguel de Cervantes 1615 ·El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (Segunda parte)

Jeder ist der Schmied seines eigenen Glücks.

Miguel de Cervantes 1615 ·El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (Segunda parte)

An einem Ort der Mancha, dessen Namen ich mich nicht entsinnen will, lebte vor nicht langer Zeit ein Hidalgo, einer von denen mit Lanze im Gestell, alter Tartsche, magrem Gaul und Windhund zur Jagd.

Miguel de Cervantes 1605 ·El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha

Das Volk versteht das meiste falsch; aber es fühlt das meiste richtig.

Kurt Tucholsky 1931 ·Die Weltbühne

„Welche Riesen?", fragte Sancho Pansa. „Jene da", antwortete sein Herr, „mit den langen Armen."

Miguel de Cervantes 1605 ·El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha

Die Freiheit, Sancho, ist eines der köstlichsten Geschenke, die der Himmel den Menschen gemacht hat.

Miguel de Cervantes 1615 ·El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (Segunda parte)

Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere.

Miguel de Cervantes 1605 ·El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha

Die Schönheit ist nichts als das Versprechen des Glücks.

Stendhal 1822 ·De l'amour

Ein Roman ist ein Spiegel, den man auf einem Weg entlang trägt.

Stendhal 1830 ·Le Rouge et le Noir

Der Tod einer schönen Frau ist also unzweifelhaft das poetischste Thema der Welt.

Edgar Allan Poe 1846 ·The Philosophy of Composition

Alles, was wir sehen oder scheinen, ist nur ein Traum in einem Traum.

Edgar Allan Poe 1849 ·A Dream Within a Dream

Sprach der Rabe: „Nimmermehr."

Edgar Allan Poe 1845 ·The Raven

Wem Gott will rechte Gunst erweisen, Den schickt er in die weite Welt.

Joseph von Eichendorff 1826 ·Aus dem Leben eines Taugenichts (Der frohe Wandersmann)

Es war, als hätt der Himmel Die Erde still geküßt, Daß sie im Blütenschimmer Von ihm nur träumen müßt.

Joseph von Eichendorff 1837 ·Mondnacht

Schläft ein Lied in allen Dingen, Die da träumen fort und fort, Und die Welt hebt an zu singen, Triffst du nur das Zauberwort.

Joseph von Eichendorff 1835 ·Wünschelrute

Wenn Gott die Frau in Vortrefflichkeit geschaffen hat, dann ist sie von höchster Vortrefflichkeit.

Christine de Pizan 1405 ·Le Livre de la Cité des Dames

Es schien mir, als wäre ich gleich einer Ernte tieferer Philosophie als ich es vorher gewesen war: als wäre ich aus einem Traum erwacht.

Christine de Pizan 1405 ·Le Livre de la Cité des Dames

Der Nebel steigt, es fällt das Laub; Schenk ein den Wein, den holden!

Theodor Storm 1848 ·Oktoberlied

Du graue Stadt am Meer, Du graue Stadt am Meer, Du sollst, du sollst gepriesen sein.

Theodor Storm 1851 ·Die Stadt

Der Bürokrat ist allmächtig in Frankreich; außerdem ist er kaum versetzbar.

Honoré de Balzac 1838 ·Les Employés

Jetzt zwischen uns beiden!

Honoré de Balzac 1835 ·Le Père Goriot

Das Geheimnis großer Vermögen ohne erkennbare Ursache ist ein vergessenes Verbrechen — weil es sauber begangen wurde.

Honoré de Balzac 1835 ·Le Père Goriot

Vielleicht ist es so, dass auch das Wunder eine Vernunft hat.

Joseph Roth 1930 ·Hiob — Roman eines einfachen Mannes

Wohin soll ich denn, ich, ein Trotta?

Joseph Roth 1938 ·Die Kapuzinergruft

Es war eine gute Zeit, ich sage es, ohne dass ich der besseren nachweine.

Joseph Roth 1938 ·Die Kapuzinergruft

Schließt eure Bibliotheken ab, wenn ihr wollt; aber es gibt kein Tor, kein Schloss, keinen Riegel, den ihr der Freiheit meines Geistes auferlegen könntet.

Virginia Woolf 1929 ·A Room of One's Own

In den meisten Zeiten der Geschichte war Anonym eine Frau.

Virginia Woolf 1929 ·A Room of One's Own

Eine Frau braucht Geld und ein eigenes Zimmer, wenn sie Romane schreiben will.

Virginia Woolf 1929 ·A Room of One's Own

Jedes Volk hat seinen Schwerpunkt in sich selbst, wie jede Kugel ihren Schwerpunkt.

Johann Gottfried Herder 1774 ·Auch eine Philosophie der Geschichte

Der Mensch ist das erste Freigelaßne der Schöpfung.

Johann Gottfried Herder 1784 ·Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit

Ohne Sprache hat der Mensch keine Vernunft, und ohne Vernunft keine Sprache.

Johann Gottfried Herder 1772 ·Abhandlung über den Ursprung der Sprache

Ein einz'ger dankbarer Gedanke gen Himmel ist das vollkommenste Gebet.

Gotthold Ephraim Lessing 1767 ·Minna von Barnhelm

Es eifre jeder seiner unbestochnen, Von Vorurteilen freien Liebe nach!

Gotthold Ephraim Lessing 1779 ·Nathan der Weise

Kein Mensch muß müssen.

Gotthold Ephraim Lessing 1779 ·Nathan der Weise

Die Sprache ist die Mutter, nicht die Magd des Gedankens.

Karl Kraus 1912 ·Pro domo et mundo

Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben; man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken.

Karl Kraus 1909 ·Sprüche und Widersprüche

Man lebt nicht einmal einmal.

Karl Kraus 1909 ·Sprüche und Widersprüche

Denn der Mensch ist die kleinere Welt.

Hildegard von Bingen 1173 ·Liber divinorum operum

O edelste Lebensgrünkraft, die du in der Sonne wurzelst.

Hildegard von Bingen 1170 ·Symphonia armonie celestium revelationum

Wenn mir jemand bewiese, dass Christus außerhalb der Wahrheit steht, und es tatsächlich so wäre, dass die Wahrheit außerhalb Christi steht, dann möchte ich lieber bei Christus bleiben als bei der Wahrheit.

Fjodor Dostojewski 1854 ·Brief an Natalja Fonwisina

Wenn es keinen Gott gibt, ist alles erlaubt.

Fjodor Dostojewski 1880 ·Die Brüder Karamasow

Schönheit wird die Welt retten.

Fjodor Dostojewski 1869 ·Der Idiot

Nichts ist für den menschlichen Geist schmerzhafter als ein großer und plötzlicher Wandel.

Mary Shelley 1818 ·Frankenstein; or, The Modern Prometheus

Lernt aus meiner Geschichte, wenn nicht durch meine Worte, dann durch mein Beispiel, wie gefährlich der Erwerb von Wissen ist.

Mary Shelley 1818 ·Frankenstein; or, The Modern Prometheus

Ich, der elende und verlassene, bin eine Missgeburt, dazu da, beschimpft, getreten und niedergetrampelt zu werden.

Mary Shelley 1818 ·Frankenstein; or, The Modern Prometheus

Diejenige Regierung ist die beste, die am wenigsten regiert.

Henry David Thoreau 1849 ·Resistance to Civil Government

Unser Leben wird im Detail zerstreut. Vereinfache, vereinfache.

Henry David Thoreau 1854 ·Walden; or, Life in the Woods

Wenn ein Mensch nicht im Schritt seiner Gefährten geht — vielleicht hört er einen anderen Trommler.

Henry David Thoreau 1854 ·Walden; or, Life in the Woods

Die meisten Menschen führen ein Leben stiller Verzweiflung.

Henry David Thoreau 1854 ·Walden; or, Life in the Woods

Auf seine Freiheit verzichten heißt auf seine Menschenwürde, auf die Rechte der Menschheit, sogar auf seine Pflichten verzichten.

Jean-Jacques Rousseau 1762 ·Du contrat social

Ich fühle mein Herz, und ich kenne die Menschen.

Jean-Jacques Rousseau 1782 ·Les Confessions

Alles ist gut, wie es aus den Händen des Schöpfers kommt; alles entartet unter den Händen des Menschen.

Jean-Jacques Rousseau 1762 ·Émile, ou De l'éducation

Der Mensch ist frei geboren, und überall liegt er in Ketten.

Jean-Jacques Rousseau 1762 ·Du contrat social

Das Bessere ist der Feind des Guten.

Voltaire 1772 ·La Bégueule

Alles ist zum Besten in der besten aller möglichen Welten.

Voltaire 1759 ·Candide ou l'Optimisme

Zweifel ist kein angenehmer Zustand, aber Gewissheit ist ein lächerlicher.

Voltaire 1767 ·Brief an Friedrich II.

Wenn Gott nicht existierte, müsste man ihn erfinden.

Voltaire 1768 ·Épître à l'auteur du livre des Trois Imposteurs

Mit dem Talente ist es wie mit dem Glück: man muß es haben.

Marie von Ebner-Eschenbach 1880 ·Aphorismen

Geistreich sein wollen ist oft eine größere Strafe, als geistlos sein.

Marie von Ebner-Eschenbach 1880 ·Aphorismen

Die einfachsten Wahrheiten sind die, zu denen der Mensch zuletzt kommt.

Marie von Ebner-Eschenbach 1880 ·Aphorismen

Wer nichts weiß, muß alles glauben.

Marie von Ebner-Eschenbach 1880 ·Aphorismen

Ein Zyniker ist ein Mensch, der von allem den Preis kennt und von nichts den Wert.

Oscar Wilde 1892 ·Lady Windermere's Fan

Die Wahrheit ist selten rein und nie einfach.

Oscar Wilde 1895 ·The Importance of Being Earnest

Leben ist das Seltenste auf der Welt. Die meisten Menschen existieren, das ist alles.

Oscar Wilde 1891 ·The Soul of Man under Socialism

Wir liegen alle im Rinnstein, aber manche von uns schauen nach den Sternen.

Oscar Wilde 1892 ·Lady Windermere's Fan

Ich kann allem widerstehen, nur der Versuchung nicht.

Oscar Wilde 1892 ·Lady Windermere's Fan

Wir werden ruhen!

Anton Tschechow 1897 ·Дядя Ваня

Wenn im ersten Akt auf der Bühne ein Gewehr an der Wand hängt, muss es im letzten Akt losgehen.

Anton Tschechow 1889 ·Brief an S. S. Lazarew-Gruzinski

Kürze ist die Schwester des Talents.

Anton Tschechow 1889 ·Brief an Alexander Tschechow

Im Menschen muss alles schön sein: das Gesicht, die Kleidung, die Seele und die Gedanken.

Anton Tschechow 1897 ·Дядя Ваня

Ein Mal jedes, nur ein Mal. Ein Mal und nicht mehr. Und wir auch ein Mal. Nie wieder. Aber dieses ein Mal gewesen zu sein, wenn auch nur ein Mal: irdisch gewesen zu sein, scheint nicht widerrufbar.

Rainer Maria Rilke 1923 ·Duineser Elegien

Werke der Kunst sind von einer unendlichen Einsamkeit und mit nichts so wenig erreichbar als mit Kritik.

Rainer Maria Rilke 1903 ·Briefe an einen jungen Dichter

Wir sind die Bienen des Unsichtbaren.

Rainer Maria Rilke 1925 ·Brief an Witold von Hulewicz

Wer spricht von Siegen? Überstehn ist alles.

Rainer Maria Rilke 1909 ·Requiem für Wolf Graf von Kalckreuth

Du mußt dein Leben ändern.

Rainer Maria Rilke 1908 ·Der neuen Gedichte anderer Teil

I was a-trembling, because I'd got to decide, forever, betwixt two things, and I knowed it. I studied a minute, sort of holding my breath, and then says to myself, 'All right, then, I'll go to hell.'

Mark Twain 1885 ·Adventures of Huckleberry Finn

O Lord our God, help us to tear their soldiers to bloody shreds with our shells; help us to cover their smiling fields with the pale forms of their patriot dead…

Mark Twain 1923 ·The War Prayer

We have debauched America's honor and blackened her face before the world; but each detail was for the best.

Mark Twain 1901 ·To the Person Sitting in Darkness

Aber in der unendlichen Menge so vieler anderer Hingaben, von denen die meisten obskur geblieben oder unbemerkt sind, wie viele blieben mehr oder weniger fruchtlos, weil sie isoliert waren und nicht von kollektiven und organisierten Sympathien getragen wurden!

Henri Dunant 1862 ·Un souvenir de Solférino

Wäre es bei außerordentlichen Gelegenheiten — wie jenen, die etwa in Köln oder Châlons Fürsten der Kriegskunst verschiedener Nationalitäten zusammenführen — nicht wünschenswert, dass sie eine solche Art von Kongress nutzten, um irgendein internationales, konventionelles und heiliges Prinzip zu formulieren, das, einmal vereinbart und ratifiziert, als Grundlage für Hilfsgesellschaften für die Verwundeten in den verschiedenen Ländern Europas diente?

Henri Dunant 1862 ·Un souvenir de Solférino

Wäre es nicht möglich, in Zeiten des Friedens und der Ruhe Hilfsgesellschaften zu gründen, deren Zweck es wäre, die Verwundeten in Kriegszeiten von eifrigen, hingebungsvollen und gut qualifizierten Freiwilligen pflegen zu lassen?

Henri Dunant 1862 ·Un souvenir de Solférino

Ich wünsche zu Grabe getragen zu werden wie ein Hund, ohne eine einzige von euren Zeremonien.

Henri Dunant 1890 ·Brief an Wilhelm Sonderegger

Eine Ausnahmegunst des Schicksals hat uns gestattet bei dem fürchterlichen Trauerspiel, das sich gegenwärtig in Europa abwickelt, im Zuschauerraum zu sitzen — nehmen wir den Hut ab.

Carl Spitteler 1914 ·Unser Schweizer Standpunkt

Alle, die jenseits der Landesgrenze wohnen, sind unsere Nachbarn, und bis auf weiteres liebe Nachbarn; alle, die diesseits wohnen, sind mehr als Nachbarn, nämlich unsere Brüder.

Carl Spitteler 1914 ·Unser Schweizer Standpunkt

Du bist ein alter, frommer Einsiedler, der still sitzt und träumt.

Selma Lagerlöf 1891 ·Gösta Berlings saga

Eine strenge und tüchtige Frau ist sie, die Majorin auf Ekeby.

Selma Lagerlöf 1891 ·Gösta Berlings saga

Endlich stand der Pfarrer auf der Kanzel.

Selma Lagerlöf 1891 ·Gösta Berlings saga

Wissen ist Werkzeug, nicht Ziel.

Lew Tolstoi 1910

Die größten Wahrheiten sind die einfachsten.

Lew Tolstoi 1910

Wo Liebe ist, da ist auch Gott.

Lew Tolstoi 1910

Lieben heißt, das Leben dessen zu leben, den man liebt.

Lew Tolstoi 1910

Ich bin kein ausgeklügelt Buch, / Ich bin ein Mensch mit seinem Widerspruch.

Conrad Ferdinand Meyer 1871 ·Huttens letzte Tage

Nur die Sonne ist ewig jung, sie allein ist ewig schön.

Conrad Ferdinand Meyer 1871 ·Huttens letzte Tage

He had discovered a great law of human action, without knowing it—namely, that in order to make a man or a boy covet a thing, it is only necessary to make the thing difficult to attain.

Mark Twain 1876 ·The Adventures of Tom Sawyer

I reckon I got to light out for the Territory ahead of the rest, because Aunt Sally she's going to adopt me and sivilize me and I can't stand it.

Mark Twain 1885 ·Adventures of Huckleberry Finn

Prosperity is the best protector of principle.

Mark Twain 1897 ·Following the Equator

When in doubt, tell the truth.

Mark Twain 1897 ·Following the Equator

Persons attempting to find a motive in this narrative will be prosecuted; persons attempting to find a moral in it will be banished; persons attempting to find a plot in it will be shot.

Mark Twain 1885 ·Adventures of Huckleberry Finn

Work consists of whatever a body is obliged to do, and Play consists of whatever a body is not obliged to do.

Mark Twain 1876 ·The Adventures of Tom Sawyer

A gifted person ought to learn English (barring spelling and pronouncing) in thirty hours, French in thirty days, and German in thirty years.

Mark Twain 1880 ·A Tramp Abroad

Travel is fatal to prejudice, bigotry and narrow-mindedness, and many of our people need it sorely on these accounts.

Mark Twain 1869 ·The Innocents Abroad

Es gibt keine Tatsachen, nur Interpretationen.

Friedrich Nietzsche 1886 ·Nachgelassene Fragmente

Die Schlange, die sich nicht häuten kann, geht zugrunde. Ebenso die Geister, welche man verhindert, ihre Meinungen zu wechseln.

Friedrich Nietzsche 1881 ·Morgenröte

Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.

Friedrich Nietzsche 1886 ·Jenseits von Gut und Böse

Achte jedes Mannes Vaterland, doch das deinige liebe!

Gottfried Keller 1860 ·Das Fähnlein der sieben Aufrechten

Der Mensch soll nicht tugendhaft, nur natürlich sein, so wird die Tugend von selbst kommen.

Gottfried Keller 1880 ·Briefe

Der Mensch geht in die laute Menge, um den Lärm seiner eigenen Stille zu übertönen.

Rabindranath Tagore 1916 ·Stray Birds

Jedes Kind bringt die Botschaft, dass Gott am Menschen noch nicht verzagt ist.

Rabindranath Tagore 1916 ·Stray Birds

Wir lesen die Welt falsch und sagen dann, sie täusche uns.

Rabindranath Tagore 1916 ·Stray Birds

Gott wird mir verzeihen, das ist sein Beruf.

Heinrich Heine 1856 ·Letzte Worte

Der Gedanke geht der Tat voraus wie der Blitz dem Donner.

Heinrich Heine 1834 ·Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland

Düfte sind die Gefühle der Blumen.

Heinrich Heine 1826 ·Die Harzreise

Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.

Heinrich Heine 1843 ·Nachtgedanken

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, Daß ich so traurig bin; Ein Mährchen aus alten Zeiten, Das kommt mir nicht aus dem Sinn.

Heinrich Heine 1827 ·Buch der Lieder

Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher Verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.

Heinrich Heine 1823 ·Almansor

Hat man sein warum? des Lebens, so verträgt man sich fast mit jedem wie?

Friedrich Nietzsche 1889 ·Götzen-Dämmerung

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.

Friedrich Nietzsche 1883 ·Also sprach Zarathustra

Wer sich tief weiss, bemüht sich um Klarheit; wer der Menge tief scheinen möchte, bemüht sich um Dunkelheit.

Friedrich Nietzsche 1882 ·Die fröhliche Wissenschaft

Gedanken sind die Schatten unserer Empfindungen - immer dunkler, leerer, einfacher als diese.

Friedrich Nietzsche 1882 ·Die fröhliche Wissenschaft

Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.

Friedrich Nietzsche 1889 ·Götzen-Dämmerung

Was mich nicht umbringt, macht mich stärker.

Friedrich Nietzsche 1889 ·Götzen-Dämmerung

Schulreform ohne Gesellschaftsreform ist ein Unding.

Kurt Tucholsky 1931 ·Die Weltbühne

Denn nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein.

Kurt Tucholsky 1931 ·Die Weltbühne

Die menschliche Dummheit ist international.

Kurt Tucholsky 1931 ·Die Weltbühne

Soldaten sind Mörder.

Kurt Tucholsky 1931 ·Die Weltbühne

Gott ist nahe, wo die Menschen einander Liebe zeigen.

Johann Heinrich Pestalozzi 1781 ·Lienhard und Gertrud

Die Wahrheit ist eine Arznei, die angreift.

Johann Heinrich Pestalozzi 1782 ·Ein Schweizer Blatt

Die Anschauung ist das Fundament der Erkenntnis.

Johann Heinrich Pestalozzi 1801 ·Wie Gertrud ihre Kinder lehrt

Der Mittelpunkt alles Menschenverderbens ist Verhärtung des Herzens.

Johann Heinrich Pestalozzi 1783 ·Über Gesetzgebung und Kindermord

Das Wesen der Menschlichkeit entfaltet sich nur in der Ruhe.

Johann Heinrich Pestalozzi 1826 ·Pestalozzis Schwanengesang

Das Gute bleibt ewig gut, aber das Schlechte wird durch das Alter immer schlechter.

Johann Heinrich Pestalozzi 1819 ·Kinderlehre der Wohnstube

Lampenfieber ist eine Begleiterscheinung der Eitelkeit, eine zitternde Frage an das Schicksal: wie werde ich gefallen?, mit dem ganzen Nachdruck auf der Silbe «ich».

Bertha von Suttner 1909 ·Memoiren

Es ist erstaunlich, wie sehr man ein solches Buch als Freund empfindet - wie man ihm alles sagen und klagen kann, wie man über seine Blätter die Tränen weinen kann, die man den anderen, besonders einem geliebten Kranken, verbergen muss.

Bertha von Suttner 1909 ·Memoiren

Keinem vernünftigen Menschen wird es einfallen, Tintenflecken mit Tinte, Ölflecken mit Öl wegwaschen zu wollen. Nur Blut soll immer wieder mit Blut abgewaschen werden.

Bertha von Suttner 1889 ·Die Waffen nieder!

Ich habe es zu früh erkannt, daß der Schlachteneifer nichts Übermenschliches, sondern – Untermenschliches ist; keine mystische Offenbarung aus dem Reiche Luzifers, sondern eine Reminiscenz aus dem Reiche der Tierheit - ein Wiedererwachen der Bestialität.

Bertha von Suttner 1889 ·Die Waffen nieder!

So großes Kleinod, einmal sein statt gelten!

Annette von Droste-Hülshoff 1844 ·An ***

Wo man am meisten fühlt, weiß man nicht viel zu sagen.

Annette von Droste-Hülshoff 1860 ·An meine Mutter

Wär ich ein Mann doch mindestens nur, so würde der Himmel mir raten;

Annette von Droste-Hülshoff 1842 ·Am Thurme

O, schaurig ist's, übers Moor zu gehn

Annette von Droste-Hülshoff 1842 ·Der Knabe im Moor

Ach, alles trägt man leicht, ist man nur jung, Nur jung noch und gesund!

Annette von Droste-Hülshoff 1844 ·Nach fünfzehn Jahren

Freude und Angst sind Vergrößerungsgläser.

Jeremias Gotthelf 1852 ·Zeitgeist und Berner Geist

Wie oft verglimmen die gewaltigsten Kräfte, weil kein Wind sie anbläst!

Jeremias Gotthelf 1922 ·Sämtliche Werke

Was ich des Tags mit der Leier verdien', das geht des Nachts wieder alles dahin!

Jeremias Gotthelf 1850 ·Die Käserei in der Vehfreude

Im Hause muss beginnen, was leuchten soll im Vaterland.

Jeremias Gotthelf 1842 ·Eines Schweizers Wort an den Schweizerischen Schützenverein

Das wahre Glück des Menschen ist eine zarte Blume; tausenderlei Ungeziefer umschwirret sie; ein unreiner Hauch tödtet sie.

Jeremias Gotthelf 1843 ·Geld und Geist oder die Versöhnung

Vor dem Essen stören die Gedanken des Magens die Gedanken der Seele, indessen läßt man nicht gerne diesen innern Zustand innewerden, sondern bemäntelt ihn mit langsamen Worten über gleichgültige Gegenstände.

Jeremias Gotthelf 1842 ·Die schwarze Spinne

Dies sei mein letztes Wort, dass ich deiner Liebe vertraue.

Rabindranath Tagore 1916 ·Stray Birds

Wir kommen dem Großen am nächsten, wenn wir groß in Demut sind.

Rabindranath Tagore 1916 ·Stray Birds

Gott findet sich selbst, indem er erschafft.

Rabindranath Tagore 1916 ·Stray Birds

Dass ich existiere, ist eine fortwährende Überraschung, die das Leben ist.

Rabindranath Tagore 1916 ·Stray Birds

Wenn du Tränen vergießt, weil dir die Sonne fehlt, verfehlst du auch die Sterne.

Rabindranath Tagore 1916 ·Stray Birds

In den alten Tannen war es nun ganz still und auf allen Ästen lag der weiße Schnee und in dem Sonnenschein schimmerte und funkelte es überall.

Johanna Spyri 1880 ·Heidis Lehr- und Wanderjahre

Wo der Fußweg anfängt, beginnt bald Heideland mit dem kurzen Gras und den kräftigen Bergkräutern dem Kommenden entgegenzuduften.

Johanna Spyri 1880 ·Heidis Lehr- und Wanderjahre

...es fing stärker an zu rauschen in den alten Tannen, ein mächtiger Wind fuhr daher und sauste und brauste durch die dichten Wipfel...

Johanna Spyri 1880 ·Heidis Lehr- und Wanderjahre

...wie die Sonne den Bergen gute Nacht sagt, dann wirft sie ihnen noch ihre schönsten Strahlen zu...

Johanna Spyri 1880 ·Heidis Lehr- und Wanderjahre

Wir wollen Schweizer bleiben.

Carl Spitteler 1914 ·Unser Schweizer Standpunkt

Aufsteigt der Strahl und fallend gießt Er voll der Marmorschale Rund, Die, sich verschleiernd, überfließt In einer zweiten Schale Grund; Die zweite gibt, sie wird zu reich, Der dritten wallend ihre Flut, Und jede nimmt und gibt zugleich Und strömt und ruht.

Conrad Ferdinand Meyer 1882 ·Gedichte

Das Leben bildet.

Johann Heinrich Pestalozzi 1781 ·Lienhard und Gertrud

Augen, meine lieben Fensterlein, Gebt mir schon so lange holden Schein, Lasset freundlich Bild um Bild herein: Einmal werdet ihr verdunkelt sein!

Gottfried Keller 1883 ·Gesammelte Gedichte

Trinkt, o Augen, was die Wimper hält, Von dem goldnen Überfluss der Welt!

Gottfried Keller 1883 ·Gesammelte Gedichte