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Europa

339 Zitate · continent

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Zitate

Freundschaft ist gewiss der feinste Balsam für die Schmerzen enttäuschter Liebe.

Jane Austen 1817 ·Northanger Abbey

Kein Reiz kommt der Zärtlichkeit des Herzens gleich.

Jane Austen 1815 ·Emma

Wer, ob Herr oder Dame, an einem guten Roman keine Freude hat, muss unerträglich dumm sein.

Jane Austen 1817 ·Northanger Abbey

Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass ein alleinstehender Mann im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringender braucht als eine Frau.

Jane Austen 1813 ·Pride and Prejudice

Musik wird oft nicht schön gefunden, weil sie stets mit Geräusch verbunden.

Wilhelm Busch 1882 ·Der Maulwurf

Das Gute — dieser Satz steht fest — ist stets das Böse, was man läßt.

Wilhelm Busch 1872 ·Die fromme Helene

Es ist Tradition seit alter Zeit: Wer Sorgen hat, hat auch Likör.

Wilhelm Busch 1872 ·Die fromme Helene

Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr.

Wilhelm Busch 1877 ·Julchen

Wir sind Puppen, von unbekannten Gewalten am Draht gezogen; nichts, nichts wir selbst!

Georg Büchner 1835 ·Dantons Tod

Was ist das, was in uns lügt, mordet, stiehlt?

Georg Büchner 1835 ·Dantons Tod

Jeder Mensch ist ein Abgrund; es schwindelt einem, wenn man hinabsieht.

Georg Büchner 1837 ·Woyzeck

Friede den Hütten! Krieg den Palästen!

Georg Büchner 1834 ·Der Hessische Landbote

Immer enger, leise, leise ziehen sich die Lebenskreise, schwindet hin, was prahlt und prunkt, schwindet Hoffen, Hassen, Lieben, und ist nichts in Sicht geblieben als der letzte dunkle Punkt.

Theodor Fontane 1889 ·Ausgang

Alles Alte, soweit es Anspruch darauf hat, sollen wir lieben, aber für das Neue sollen wir recht eigentlich leben.

Theodor Fontane 1898 ·Der Stechlin

Das ist ein weites Feld.

Theodor Fontane 1895 ·Effi Briest

Die Wahrheit ist, daß mir auf Erden nicht zu helfen war.

Heinrich von Kleist 1811 ·Abschiedsbrief an Marie von Kleist

Nun, o Unsterblichkeit, bist du ganz mein!

Heinrich von Kleist 1821 ·Prinz Friedrich von Homburg

Küsse, Bisse, das reimt sich, und wer recht von Herzen liebt, kann das eine für das andere greifen.

Heinrich von Kleist 1808 ·Penthesilea

Das Paradies ist verriegelt und der Cherub hinter uns; wir müssen die Reise um die Welt machen, und sehen, ob es vielleicht von hinten irgendwo wieder offen ist.

Heinrich von Kleist 1810 ·Über das Marionettentheater

Ein freier Mensch denkt an nichts weniger als an den Tod, und seine Weisheit ist nicht eine Betrachtung des Todes, sondern des Lebens.

Baruch de Spinoza 1677 ·Ethica, more geometrico demonstrata

Denn Friede ist nicht Abwesenheit des Krieges, sondern eine Tugend, die aus der Seelenstärke entspringt.

Baruch de Spinoza 1677 ·Tractatus Politicus

Ich habe mich beharrlich bemüht, die menschlichen Handlungen nicht zu verlachen, nicht zu beklagen, nicht zu verfluchen, sondern zu verstehen.

Baruch de Spinoza 1677 ·Tractatus Politicus

Doch alles Erhabene ist so schwierig wie selten.

Baruch de Spinoza 1677 ·Ethica, more geometrico demonstrata

Tue das Gute vor dich hin und bekümmere dich nicht, was daraus wird.

Matthias Claudius 1799 ·An meinen Sohn Johannes

Wir stolzen Menschenkinder sind eitel arme Sünder und wissen gar nicht viel.

Matthias Claudius 1779 ·Abendlied

Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön. So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn.

Matthias Claudius 1779 ·Abendlied

Der Mond ist aufgegangen, die goldnen Sternlein prangen am Himmel hell und klar.

Matthias Claudius 1779 ·Abendlied

Wo Kinder sind, da ist ein goldnes Zeitalter.

Novalis 1798 ·Blüthenstaub

Die Philosophie ist eigentlich Heimweh — Trieb, überall zu Hause zu sein.

Novalis 1799 ·Das allgemeine Brouillon

Wir suchen überall das Unbedingte, und finden immer nur Dinge.

Novalis 1798 ·Blüthenstaub

Nach innen geht der geheimnisvolle Weg. In uns, oder nirgends, ist die Ewigkeit mit ihren Welten, die Vergangenheit und Zukunft.

Novalis 1798 ·Blüthenstaub

Tausend Dinge schreiten voran, neunhundertneunundneunzig weichen zurück: das ist der Fortschritt.

Henri-Frédéric Amiel 1852 ·Journal intime

Altern zu können ist das Meisterwerk der Weisheit und eines der schwierigsten Kapitel der großen Kunst zu leben.

Henri-Frédéric Amiel 1852 ·Journal intime

Jede Landschaft ist ein Zustand der Seele.

Henri-Frédéric Amiel 1852 ·Journal intime

Gerechtigkeit ist, das Seine zu tun.

Platon 375 v.Chr. ·Politeia

Der Anfang ist bei jedem Werk das Wichtigste.

Platon 375 v.Chr. ·Politeia

Denn dies ist ganz besonders die Verfassung eines Philosophen: das Staunen. Einen anderen Anfang der Philosophie gibt es nicht als diesen.

Platon 369 v.Chr. ·Theaitetos

Wer hat dich, du schöner Wald, Aufgebaut so hoch da droben? Wohl den Meister will ich loben, Solang noch mein' Stimm' erschallt.

Joseph von Eichendorff 1810 ·Der Jäger Abschied

Laue Luft kommt blau geflossen, Frühling, Frühling soll es sein! Waldwärts Hörnerklang geschossen, Mut'ger Augen lichter Schein;

Joseph von Eichendorff 1815 ·Frische Fahrt

Es ist schon spät, es wird schon kalt, Was reitst du einsam durch den Wald? Der Wald ist lang, du bist allein, Du schöne Braut! Ich führ dich heim!

Joseph von Eichendorff 1815 ·Waldgespräch

Komm, Trost der Welt, du stille Nacht! Wie steigst du von den Bergen sacht, Die Lüfte alle schlafen, Ein Schiffer nur noch, wandermüd, Singt übers Meer sein Abendlied Zu Gottes Lob im Hafen.

Joseph von Eichendorff 1837 ·Der Einsiedler

Aus der Heimat hinter den Blitzen rot Da kommen die Wolken her, Aber Vater und Mutter sind lange tot, Es kennt mich dort keiner mehr.

Joseph von Eichendorff 1837 ·In der Fremde

O Täler weit, o Höhen, O schöner, grüner Wald, Du meiner Lust und Wehen Andächtger Aufenthalt!

Joseph von Eichendorff 1810 ·Abschied

In einem kühlen Grunde Da geht ein Mühlenrad, Meine Liebste ist verschwunden, Die dort gewohnet hat.

Joseph von Eichendorff 1813 ·Das zerbrochene Ringlein

Es schienen so golden die Sterne, Am Fenster ich einsam stand Und hörte aus weiter Ferne Ein Posthorn im stillen Land.

Joseph von Eichendorff 1834 ·Sehnsucht

Und meine Seele spannte Weit ihre Flügel aus, Flog durch die stillen Lande, Als flöge sie nach Haus.

Joseph von Eichendorff 1837 ·Mondnacht

Sagte die Pfanne zum Kessel: Geh mir aus dem Weg, du Rußschwarze.

Miguel de Cervantes 1615 ·El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (Segunda parte)

Wer heute fällt, kann morgen wieder aufstehen.

Miguel de Cervantes 1615 ·El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (Segunda parte)

Wisse, Sancho, dass kein Mensch mehr ist als ein anderer, wenn er nicht mehr tut als ein anderer.

Miguel de Cervantes 1605 ·El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha

Der Fleiß ist die Mutter des guten Glücks.

Miguel de Cervantes 1615 ·El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (Segunda parte)

Gut predigt, wer gut lebt.

Miguel de Cervantes 1615 ·El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (Segunda parte)

Die Feder ist die Zunge der Seele.

Miguel de Cervantes 1615 ·El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (Segunda parte)

Es gibt kein Buch, das so schlecht wäre, dass es nicht etwas Gutes enthielte.

Miguel de Cervantes 1615 ·El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (Segunda parte)

Jeder ist der Schmied seines eigenen Glücks.

Miguel de Cervantes 1615 ·El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (Segunda parte)

An einem Ort der Mancha, dessen Namen ich mich nicht entsinnen will, lebte vor nicht langer Zeit ein Hidalgo, einer von denen mit Lanze im Gestell, alter Tartsche, magrem Gaul und Windhund zur Jagd.

Miguel de Cervantes 1605 ·El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha

Das Volk versteht das meiste falsch; aber es fühlt das meiste richtig.

Kurt Tucholsky 1931 ·Die Weltbühne

Weder Italiener noch Deutsche! Rätoromanen wollen wir bleiben!

Peider Lansel 1913 ·Ni Italians, ni Tudais-chs!

Nur wenn der Dichter sich selbst treu bleibt, kann die Empfindung zur Dichtung erblühen.

Peider Lansel 1939 ·Fideltà

Dem alten Wald, der nach und nach zerfällt, gleicht sehr auch unsere bewährte Sprache, die aus dem einst so weiten Raum in heute enge Grenzen zurückgedrängt ist. Wenn die Romanen nicht alle ihre Pflicht tun, geht es mit ihr zu Ende wie mit Tamangur.

Peider Lansel 1923 ·Tamangur

Die Mutter klagt — hörst du es? Erzürne sie nicht länger!

Giachen Caspar Muoth 1887 ·Al pievel romontsch

Steh auf, Engadiner, steh auf, du Sut- und Surselver, halte stets in Ehren deine romanische Sprache!

Giachen Caspar Muoth 1887 ·Al pievel romontsch

Steh auf, wehre dich, Romane, für die Bündner Sprache, lass nicht absichtlich deine Gabe begraben!

Giachen Caspar Muoth 1887 ·Al pievel romontsch

Steh auf, verteidige, Romane, deine alte Sprache, fordere Achtung für dein Denken!

Giachen Caspar Muoth 1887 ·Al pievel romontsch

Reden wir nicht von ihnen, sondern schau und geh vorüber.

Dante Alighieri 1321 ·La Divina Commedia (Inferno)

Du wirst erfahren, wie salzig das Brot der anderen schmeckt, und wie hart der Weg ist, auf fremden Treppen hinab- und hinaufzusteigen.

Dante Alighieri 1321 ·La Divina Commedia (Paradiso)

Ein Kuppler war das Buch und der, der es schrieb.

Dante Alighieri 1321 ·La Divina Commedia (Inferno)

die Liebe, die die Sonne bewegt und die anderen Sterne.

Dante Alighieri 1321 ·La Divina Commedia (Paradiso)

Ihr wurdet nicht geschaffen, wie die Tiere zu leben, sondern um Tugend und Erkenntnis zu verfolgen.

Dante Alighieri 1321 ·La Divina Commedia (Inferno)

Und von dort traten wir heraus, die Sterne wiederzusehen.

Dante Alighieri 1321 ·La Divina Commedia (Inferno)

Die Liebe, die dem Geliebten das Wiederlieben nicht erlässt,

Dante Alighieri 1321 ·La Divina Commedia (Inferno)

Lasst alle Hoffnung fahren, die ihr eintretet.

Dante Alighieri 1321 ·La Divina Commedia (Inferno)

Auf halbem Weg des Lebens, das wir leben, fand ich mich wieder in dunklem Wald verirrt, weil mir der rechte Pfad verloren war.

Dante Alighieri 1321 ·La Divina Commedia (Inferno)

Der Mensch übersteigt unendlich den Menschen.

Blaise Pascal 1670 ·Pensées

Da man nicht erreichen konnte, dass das Gerechte stark sei, hat man dafür gesorgt, dass das Starke gerecht sei.

Blaise Pascal 1670 ·Pensées

Das Letzte, was man beim Verfassen eines Werkes findet, ist die Erkenntnis, was man an den Anfang stellen muss.

Blaise Pascal 1670 ·Pensées

Die wahre Beredsamkeit spottet der Beredsamkeit, die wahre Moral spottet der Moral.

Blaise Pascal 1670 ·Pensées

Der Mensch ist weder Engel noch Tier, und das Unglück will, dass, wer den Engel spielen will, das Tier macht.

Blaise Pascal 1670 ·Pensées

Das Ich ist hassenswert.

Blaise Pascal 1670 ·Pensées

Wir leben niemals, sondern wir hoffen zu leben.

Blaise Pascal 1670 ·Pensées

Das ganze Unglück der Menschen rührt von einer einzigen Sache her: dass sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben wissen.

Blaise Pascal 1670 ·Pensées

Die Nase der Kleopatra — wäre sie kürzer gewesen, das ganze Antlitz der Erde hätte sich geändert.

Blaise Pascal 1670 ·Pensées

Wer nichts als Chemie versteht, versteht auch die nicht recht.

Georg Christoph Lichtenberg 1775 ·Sudelbücher

Sehr viele und vielleicht die meisten Menschen müssen, um etwas zu finden, erst wissen, daß es da ist.

Georg Christoph Lichtenberg 1775 ·Sudelbücher

Ein sicheres Zeichen von einem guten Buch ist, wenn es einem immer besser gefällt je älter man wird.

Georg Christoph Lichtenberg 1775 ·Sudelbücher

Der gewöhnliche Kopf ist immer der herrschenden Meinung und der herrschenden Mode konform.

Georg Christoph Lichtenberg 1775 ·Sudelbücher

Nichts setzt dem Fortgang der Wissenschaft mehr Hindernis entgegen, als wenn man zu wissen glaubt, was man noch nicht weiß.

Georg Christoph Lichtenberg 1775 ·Sudelbücher

Man muß etwas Neues machen, um etwas Neues zu sehen.

Georg Christoph Lichtenberg 1775 ·Sudelbücher

Das viele Lesen hat uns eine gelehrte Barbarei zugezogen.

Georg Christoph Lichtenberg 1775 ·Sudelbücher

Wo Mäßigung ein Fehler ist, da ist Gleichgültigkeit ein Verbrechen.

Georg Christoph Lichtenberg 1775 ·Sudelbücher

Es ist fast unmöglich, die Fackel der Wahrheit durch ein Gedränge zu tragen, ohne jemandem den Bart zu sengen.

Georg Christoph Lichtenberg 1775 ·Sudelbücher

„Welche Riesen?", fragte Sancho Pansa. „Jene da", antwortete sein Herr, „mit den langen Armen."

Miguel de Cervantes 1605 ·El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha

Die Freiheit, Sancho, ist eines der köstlichsten Geschenke, die der Himmel den Menschen gemacht hat.

Miguel de Cervantes 1615 ·El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (Segunda parte)

Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere.

Miguel de Cervantes 1605 ·El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha

Toren — sie wissen nicht, um wieviel die Hälfte mehr ist als das Ganze.

Hesiod 700 v.Chr. ·Erga kai hemerai (V. 40)

Vor die Tugend haben die unsterblichen Götter den Schweiß gesetzt.

Hesiod 700 v.Chr. ·Erga kai hemerai (V. 289-290)

Zuerst nun entstand das Chaos.

Hesiod 700 v.Chr. ·Theogonia (V. 116)

Die Schönheit ist nichts als das Versprechen des Glücks.

Stendhal 1822 ·De l'amour

Ein Roman ist ein Spiegel, den man auf einem Weg entlang trägt.

Stendhal 1830 ·Le Rouge et le Noir

Weh — wohin sind alle meine Jahre verschwunden!

Walther von der Vogelweide 1228 ·Elegie (L 124,1)

Ich saß auf einem Stein und schlug Bein über Bein, darauf setzte ich den Ellenbogen.

Walther von der Vogelweide 1198 ·Reichston (Spruch L 8,4)

Sagt mir jemand, was ist Liebe?

Walther von der Vogelweide 1200 ·Minneklage

Die Arbeit ist die erste Grundbedingung allen menschlichen Lebens, und zwar in einem solchen Grade, dass wir in gewissem Sinn sagen müssen: Sie hat den Menschen selbst geschaffen.

Friedrich Engels 1876 ·Anteil der Arbeit an der Menschwerdung des Affen

Die Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit.

Friedrich Engels 1878 ·Anti-Dühring

Der Staat wird nicht „abgeschafft", er stirbt ab.

Friedrich Engels 1878 ·Herrn Eugen Dührings Umwälzung der Wissenschaft (Anti-Dühring)

Staub und Schatten sind wir.

Horaz 13 v.Chr. ·Carmina (IV, 7, 16)

Ich habe ein Monument errichtet, dauerhafter als Erz.

Horaz 23 v.Chr. ·Carmina (III, 30, 1)

Wer begonnen hat, hat die Hälfte schon vollbracht: wage es zu wissen, beginne!

Horaz 20 v.Chr. ·Epistulae (I, 2, 40-41)

Pflücke den Tag, traue so wenig wie möglich dem nächsten.

Horaz 23 v.Chr. ·Carmina (I, 11, 8)

Wem Gott will rechte Gunst erweisen, Den schickt er in die weite Welt.

Joseph von Eichendorff 1826 ·Aus dem Leben eines Taugenichts (Der frohe Wandersmann)

Es war, als hätt der Himmel Die Erde still geküßt, Daß sie im Blütenschimmer Von ihm nur träumen müßt.

Joseph von Eichendorff 1837 ·Mondnacht

Schläft ein Lied in allen Dingen, Die da träumen fort und fort, Und die Welt hebt an zu singen, Triffst du nur das Zauberwort.

Joseph von Eichendorff 1835 ·Wünschelrute

Die Selbstliebe der Menschheit hat im Laufe der Zeiten drei schwere Kränkungen erfahren.

Sigmund Freud 1917 ·Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse

Wo Es war, soll Ich werden.

Sigmund Freud 1933 ·Neue Folge der Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse

Die Traumdeutung ist die Via regia zur Kenntnis des Unbewussten im Seelenleben.

Sigmund Freud 1900 ·Die Traumdeutung

Wenn Gott die Frau in Vortrefflichkeit geschaffen hat, dann ist sie von höchster Vortrefflichkeit.

Christine de Pizan 1405 ·Le Livre de la Cité des Dames

Es schien mir, als wäre ich gleich einer Ernte tieferer Philosophie als ich es vorher gewesen war: als wäre ich aus einem Traum erwacht.

Christine de Pizan 1405 ·Le Livre de la Cité des Dames

Der Nebel steigt, es fällt das Laub; Schenk ein den Wein, den holden!

Theodor Storm 1848 ·Oktoberlied

Du graue Stadt am Meer, Du graue Stadt am Meer, Du sollst, du sollst gepriesen sein.

Theodor Storm 1851 ·Die Stadt

Der Bürokrat ist allmächtig in Frankreich; außerdem ist er kaum versetzbar.

Honoré de Balzac 1838 ·Les Employés

Jetzt zwischen uns beiden!

Honoré de Balzac 1835 ·Le Père Goriot

Das Geheimnis großer Vermögen ohne erkennbare Ursache ist ein vergessenes Verbrechen — weil es sauber begangen wurde.

Honoré de Balzac 1835 ·Le Père Goriot

Eines Morgens wachte ich auf und fand mich berühmt.

Lord Byron 1812 ·Brief an Thomas Moore (über Moore-Biographie)

Sie wandelt in Schönheit, gleich der Nacht wolkenloser Himmel und sternenklarer Räume.

Lord Byron 1815 ·Hebrew Melodies

Die Wahrheit ist immer seltsam — seltsamer als jede Fiktion.

Lord Byron 1823 ·Don Juan

Ave Crux, spes unica! Komm, gehen wir für unser Volk.

Edith Stein 1942 ·Echt-Abschiedsworte zur Schwester Rosa

Einfühlung ist die Erfahrung fremden Erlebens überhaupt.

Edith Stein 1917 ·Zum Problem der Einfühlung

Wer die Wahrheit sucht, der sucht Gott, ob es ihm klar ist oder nicht.

Edith Stein 1950 ·Endliches und ewiges Sein

Das Wohl des Volkes sei das oberste Gesetz.

Marcus Tullius Cicero 50 v.Chr. ·De legibus

Die Geschichte ist Zeugin der Zeiten, Licht der Wahrheit, Leben der Erinnerung, Lehrerin des Lebens, Botin der Vergangenheit.

Marcus Tullius Cicero 55 v.Chr. ·De oratore

Wem zum Vorteil?

Marcus Tullius Cicero 80 v.Chr. ·Pro Sex. Roscio Amerino

O Zeiten, o Sitten!

Marcus Tullius Cicero 63 v.Chr. ·In Catilinam I

Ordnung herrscht in Berlin! Ihr stumpfen Schergen! Eure „Ordnung" ist auf Sand gebaut. Die Revolution wird sich morgen schon wieder „rasselnd in die Höh' richten."

Rosa Luxemburg 1919 ·Die Rote Fahne

Bürgerliche Gesellschaft steht vor dem Dilemma: entweder Übergang zum Sozialismus, oder Rückfall in die Barbarei.

Rosa Luxemburg 1916 ·Die Krise der Sozialdemokratie (Junius-Broschüre)

Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden.

Rosa Luxemburg 1918 ·Die Russische Revolution

Die Religion ist das Opium des Volkes.

Karl Marx 1844 ·Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Einleitung

Ein Gespenst geht um in Europa — das Gespenst des Kommunismus.

Karl Marx 1848 ·Manifest der Kommunistischen Partei

Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kömmt darauf an, sie zu verändern.

Karl Marx 1845 ·Thesen über Feuerbach

Vielleicht ist es so, dass auch das Wunder eine Vernunft hat.

Joseph Roth 1930 ·Hiob — Roman eines einfachen Mannes

Wohin soll ich denn, ich, ein Trotta?

Joseph Roth 1938 ·Die Kapuzinergruft

Es war eine gute Zeit, ich sage es, ohne dass ich der besseren nachweine.

Joseph Roth 1938 ·Die Kapuzinergruft

Schließt eure Bibliotheken ab, wenn ihr wollt; aber es gibt kein Tor, kein Schloss, keinen Riegel, den ihr der Freiheit meines Geistes auferlegen könntet.

Virginia Woolf 1929 ·A Room of One's Own

In den meisten Zeiten der Geschichte war Anonym eine Frau.

Virginia Woolf 1929 ·A Room of One's Own

Eine Frau braucht Geld und ein eigenes Zimmer, wenn sie Romane schreiben will.

Virginia Woolf 1929 ·A Room of One's Own

Wir haben zwei Ohren und nur einen Mund, damit wir mehr hören und weniger reden.

Epiktet 130 ·Fragmente (überliefert bei Stobaios)

Von den Dingen liegt einiges in unserer Macht, anderes nicht in unserer Macht.

Epiktet 125 ·Encheiridion

Nicht die Dinge beunruhigen den Menschen, sondern die Urteile über die Dinge.

Epiktet 125 ·Encheiridion

Manche sagen, ein Reiterheer, andere ein Fußvolk, andere eine Flotte sei auf der schwarzen Erde das Schönste — ich aber: das, was man liebt.

Sappho 580 v.Chr. ·Sappho-Fragmente (LP 16)

Der scheint mir gleich den Göttern zu sein, der dir gegenüber sitzt und dich nahe süß sprechen hört

Sappho 580 v.Chr. ·Sappho-Fragmente (LP 31)

Der Freund ist ein zweites Selbst.

Aristoteles 340 v.Chr. ·Nikomachische Ethik (1166a 31)

Eine Schwalbe macht noch keinen Frühling.

Aristoteles 340 v.Chr. ·Nikomachische Ethik (1098a 18)

Der Mensch ist von Natur ein staatenbildendes Lebewesen.

Aristoteles 340 v.Chr. ·Politik (1253a 2)

Alle Menschen streben von Natur nach Wissen.

Aristoteles 340 v.Chr. ·Metaphysik (A 1, 980a 21)

Jedes Volk hat seinen Schwerpunkt in sich selbst, wie jede Kugel ihren Schwerpunkt.

Johann Gottfried Herder 1774 ·Auch eine Philosophie der Geschichte

Der Mensch ist das erste Freigelaßne der Schöpfung.

Johann Gottfried Herder 1784 ·Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit

Ohne Sprache hat der Mensch keine Vernunft, und ohne Vernunft keine Sprache.

Johann Gottfried Herder 1772 ·Abhandlung über den Ursprung der Sprache

Ein einz'ger dankbarer Gedanke gen Himmel ist das vollkommenste Gebet.

Gotthold Ephraim Lessing 1767 ·Minna von Barnhelm

Es eifre jeder seiner unbestochnen, Von Vorurteilen freien Liebe nach!

Gotthold Ephraim Lessing 1779 ·Nathan der Weise

Kein Mensch muß müssen.

Gotthold Ephraim Lessing 1779 ·Nathan der Weise

Deine Seele, die die meine liebet, Ist verwirkt mit ihr im Teppichtibet.

Else Lasker-Schüler 1910 ·Ein alter Tibetteppich

Ich will in das Grenzenlose zu mir zurück.

Else Lasker-Schüler 1902 ·Weltflucht

Ich habe zu Hause ein blaues Klavier und kenne doch keine Note.

Else Lasker-Schüler 1943 ·Mein blaues Klavier

Die Sprache ist die Mutter, nicht die Magd des Gedankens.

Karl Kraus 1912 ·Pro domo et mundo

Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben; man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken.

Karl Kraus 1909 ·Sprüche und Widersprüche

Man lebt nicht einmal einmal.

Karl Kraus 1909 ·Sprüche und Widersprüche

Nichts kann dem Menschen so nahe sein wie Gott. Gott ist mir näher als ich mir selbst.

Meister Eckhart 1305 ·Predigt 10 (In diebus suis)

Wer Gott für ein Ding sucht oder mit einem Ding, der sucht Gott nicht.

Meister Eckhart 1305 ·Predigten (Quint)

Das Auge, in dem ich Gott sehe, ist dasselbe Auge, in dem Gott mich sieht.

Meister Eckhart 1305 ·Predigt 12 (Qui audit me)

Wo eine Kette von Begebenheiten vor uns erscheint, da sieht er eine einzige Katastrophe, die unablässig Trümmer auf Trümmer häuft und sie ihm vor die Füße schleudert.

Walter Benjamin 1940 ·Über den Begriff der Geschichte

Geschichte ist Gegenstand einer Konstruktion, deren Ort nicht die homogene und leere Zeit, sondern die von Jetztzeit erfüllte bildet.

Walter Benjamin 1940 ·Über den Begriff der Geschichte

Es ist niemals ein Dokument der Kultur, ohne zugleich ein solches der Barbarei zu sein.

Walter Benjamin 1940 ·Über den Begriff der Geschichte

Denn der Mensch ist die kleinere Welt.

Hildegard von Bingen 1173 ·Liber divinorum operum

O edelste Lebensgrünkraft, die du in der Sonne wurzelst.

Hildegard von Bingen 1170 ·Symphonia armonie celestium revelationum

Die Natur liebt es, sich zu verbergen.

Heraklit 480 v.Chr. ·Heraklit-Fragmente (DK 22 B 123)

Krieg ist Vater aller Dinge und aller Könige.

Heraklit 480 v.Chr. ·Heraklit-Fragmente (DK 22 B 53)

Der Charakter ist dem Menschen sein Daimon.

Heraklit 480 v.Chr. ·Heraklit-Fragmente (DK 22 B 119)

In dieselben Flüsse steigen wir und steigen wir nicht; wir sind und sind nicht.

Heraklit 480 v.Chr. ·Heraklit-Fragmente (DK 22 B 49a)

Ich habe hier nur einen Strauß fremder Blumen zusammengebunden — von Eigenem habe ich nichts als das Bindfaden-Band beigesteuert.

Michel de Montaigne 1588 ·Essais (De la phisionomie)

Die größte Sache der Welt ist, bei sich selbst sein zu können.

Michel de Montaigne 1580 ·Essais (De la solitude)

Ich male nicht das Sein, ich male das Werden.

Michel de Montaigne 1588 ·Essais (Du repentir)

Was weiß ich?

Michel de Montaigne 1580 ·Essais (Apologie de Raimond Sebond)

Wenn mir jemand bewiese, dass Christus außerhalb der Wahrheit steht, und es tatsächlich so wäre, dass die Wahrheit außerhalb Christi steht, dann möchte ich lieber bei Christus bleiben als bei der Wahrheit.

Fjodor Dostojewski 1854 ·Brief an Natalja Fonwisina

Wenn es keinen Gott gibt, ist alles erlaubt.

Fjodor Dostojewski 1880 ·Die Brüder Karamasow

Schönheit wird die Welt retten.

Fjodor Dostojewski 1869 ·Der Idiot

Ich weiß eins: niemand fehlt freiwillig.

Sokrates 380 v.Chr. ·Protagoras (über Platon)

Kriton, dem Asklepios schulden wir noch einen Hahn; gebt ihn ihm und vergesst es nicht.

Sokrates 399 v.Chr. ·Phaidon (über Platon)

Ein nicht-geprüftes Leben ist für einen Menschen nicht lebenswert.

Sokrates 399 v.Chr. ·Apologie des Sokrates (über Platon)

Ich weiß, dass ich nichts weiß.

Sokrates 399 v.Chr. ·Apologie des Sokrates (über Platon)

Nichts ist für den menschlichen Geist schmerzhafter als ein großer und plötzlicher Wandel.

Mary Shelley 1818 ·Frankenstein; or, The Modern Prometheus

Lernt aus meiner Geschichte, wenn nicht durch meine Worte, dann durch mein Beispiel, wie gefährlich der Erwerb von Wissen ist.

Mary Shelley 1818 ·Frankenstein; or, The Modern Prometheus

Ich, der elende und verlassene, bin eine Missgeburt, dazu da, beschimpft, getreten und niedergetrampelt zu werden.

Mary Shelley 1818 ·Frankenstein; or, The Modern Prometheus

Das ewige Schweigen dieser unendlichen Räume erschreckt mich.

Blaise Pascal 1670 ·Pensées

Das Herz hat seine Gründe, die die Vernunft nicht kennt.

Blaise Pascal 1670 ·Pensées

Der Mensch ist nur ein Schilfrohr, das schwächste der Natur — aber ein denkendes Schilfrohr.

Blaise Pascal 1670 ·Pensées

Weder die Sonne noch der Tod lassen sich starr ansehen.

François de La Rochefoucauld 1678 ·Maximes

Alle Welt klagt über ihr Gedächtnis, niemand über sein Urteilsvermögen.

François de La Rochefoucauld 1678 ·Maximes

Die Heuchelei ist die Huldigung, die das Laster der Tugend erweist.

François de La Rochefoucauld 1678 ·Maximes

Unsere Tugenden sind meistens nichts anderes als verkleidete Laster.

François de La Rochefoucauld 1678 ·Maximes

So pendelt das Leben gleich einem Pendel hin und her zwischen dem Schmerze und der Langeweile.

Arthur Schopenhauer 1819 ·Die Welt als Wille und Vorstellung

Der Mensch kann tun was er will; er kann aber nicht wollen was er will.

Arthur Schopenhauer 1839 ·Über die Freiheit des menschlichen Willens

Jeder hält die Grenzen seines eigenen Gesichtsfeldes für die Grenzen der Welt.

Arthur Schopenhauer 1851 ·Parerga und Paralipomena

Die Welt ist meine Vorstellung.

Arthur Schopenhauer 1819 ·Die Welt als Wille und Vorstellung

Das Leben ist nur ein wandelnder Schatten, ein armer Spieler, der seine Stunde lang auf der Bühne stolziert und sich abmüht und dann nicht mehr gehört wird.

William Shakespeare 1606 ·Macbeth

Es gibt mehr Ding' im Himmel und auf Erden, als eure Schulweisheit sich träumt, Horatio.

William Shakespeare 1603 ·The Tragedy of Hamlet

Die ganze Welt ist Bühne, und alle Männer und Frauen bloß Spieler.

William Shakespeare 1599 ·As You Like It

Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage.

William Shakespeare 1603 ·The Tragedy of Hamlet

Der Mensch ist ein Meisterstück der Schöpfung, schon deswegen, weil er bei allem Determinismus, der auf ihn drückt, dennoch glaubt, er handle als freies Wesen.

Georg Christoph Lichtenberg 1775 ·Sudelbücher

Ich kann zwar nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber so viel kann ich sagen, es muß anders werden, wenn es gut werden soll.

Georg Christoph Lichtenberg 1775 ·Sudelbücher

Ein Buch ist ein Spiegel, wenn ein Affe hineinsieht, so kann kein Apostel heraussehen.

Georg Christoph Lichtenberg 1775 ·Sudelbücher

Auf seine Freiheit verzichten heißt auf seine Menschenwürde, auf die Rechte der Menschheit, sogar auf seine Pflichten verzichten.

Jean-Jacques Rousseau 1762 ·Du contrat social

Ich fühle mein Herz, und ich kenne die Menschen.

Jean-Jacques Rousseau 1782 ·Les Confessions

Alles ist gut, wie es aus den Händen des Schöpfers kommt; alles entartet unter den Händen des Menschen.

Jean-Jacques Rousseau 1762 ·Émile, ou De l'éducation

Der Mensch ist frei geboren, und überall liegt er in Ketten.

Jean-Jacques Rousseau 1762 ·Du contrat social

Wer das Tiefste gedacht, liebt das Lebendigste.

Friedrich Hölderlin 1799 ·Sokrates und Alcibiades

Voll Verdienst, doch dichterisch wohnet Der Mensch auf dieser Erde.

Friedrich Hölderlin 1823 ·In lieblicher Bläue

Was bleibet aber, stiften die Dichter.

Friedrich Hölderlin 1803 ·Andenken

Wo aber Gefahr ist, wächst Das Rettende auch.

Friedrich Hölderlin 1803 ·Patmos

Aus so krummem Holze, als woraus der Mensch gemacht ist, kann nichts ganz Gerades gezimmert werden.

Immanuel Kant 1784 ·Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht

Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Princip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.

Immanuel Kant 1788 ·Kritik der praktischen Vernunft

Der bestirnte Himmel über mir, und das moralische Gesetz in mir.

Immanuel Kant 1788 ·Kritik der praktischen Vernunft

Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!

Immanuel Kant 1784 ·Beantwortung der Frage — Was ist Aufklärung?

Das Bessere ist der Feind des Guten.

Voltaire 1772 ·La Bégueule

Alles ist zum Besten in der besten aller möglichen Welten.

Voltaire 1759 ·Candide ou l'Optimisme

Zweifel ist kein angenehmer Zustand, aber Gewissheit ist ein lächerlicher.

Voltaire 1767 ·Brief an Friedrich II.

Wenn Gott nicht existierte, müsste man ihn erfinden.

Voltaire 1768 ·Épître à l'auteur du livre des Trois Imposteurs

Alles, Lucilius, ist fremd; nur die Zeit gehört uns.

Lucius Annaeus Seneca 65 ·Epistulae morales ad Lucilium

Leben, Lucilius, ist Kriegsdienst.

Lucius Annaeus Seneca 65 ·Epistulae morales ad Lucilium

Muße ohne Bildung ist Tod und das Grab eines lebenden Menschen.

Lucius Annaeus Seneca 65 ·Epistulae morales ad Lucilium

Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir.

Lucius Annaeus Seneca 65 ·Epistulae morales ad Lucilium

Mit dem Talente ist es wie mit dem Glück: man muß es haben.

Marie von Ebner-Eschenbach 1880 ·Aphorismen

Geistreich sein wollen ist oft eine größere Strafe, als geistlos sein.

Marie von Ebner-Eschenbach 1880 ·Aphorismen

Die einfachsten Wahrheiten sind die, zu denen der Mensch zuletzt kommt.

Marie von Ebner-Eschenbach 1880 ·Aphorismen

Wer nichts weiß, muß alles glauben.

Marie von Ebner-Eschenbach 1880 ·Aphorismen

Ein Zyniker ist ein Mensch, der von allem den Preis kennt und von nichts den Wert.

Oscar Wilde 1892 ·Lady Windermere's Fan

Die Wahrheit ist selten rein und nie einfach.

Oscar Wilde 1895 ·The Importance of Being Earnest

Leben ist das Seltenste auf der Welt. Die meisten Menschen existieren, das ist alles.

Oscar Wilde 1891 ·The Soul of Man under Socialism

Wir liegen alle im Rinnstein, aber manche von uns schauen nach den Sternen.

Oscar Wilde 1892 ·Lady Windermere's Fan

Ich kann allem widerstehen, nur der Versuchung nicht.

Oscar Wilde 1892 ·Lady Windermere's Fan

Wir werden ruhen!

Anton Tschechow 1897 ·Дядя Ваня

Wenn im ersten Akt auf der Bühne ein Gewehr an der Wand hängt, muss es im letzten Akt losgehen.

Anton Tschechow 1889 ·Brief an S. S. Lazarew-Gruzinski

Kürze ist die Schwester des Talents.

Anton Tschechow 1889 ·Brief an Alexander Tschechow

Im Menschen muss alles schön sein: das Gesicht, die Kleidung, die Seele und die Gedanken.

Anton Tschechow 1897 ·Дядя Ваня

Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich das Herz zum Herzen findet.

Friedrich Schiller 1799 ·Das Lied von der Glocke

Früh übt sich, was ein Meister werden will.

Friedrich Schiller 1804 ·Wilhelm Tell

Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt.

Friedrich Schiller 1804 ·Wilhelm Tell

Ernst ist das Leben, heiter ist die Kunst.

Friedrich Schiller 1798 ·Prolog zu Wallensteins Lager

Die Würde des Menschen ist in eure Hand gegeben, Bewahret sie! Sie sinkt mit euch! Mit euch wird sie sich heben!

Friedrich Schiller 1789 ·Die Künstler

Ein Mal jedes, nur ein Mal. Ein Mal und nicht mehr. Und wir auch ein Mal. Nie wieder. Aber dieses ein Mal gewesen zu sein, wenn auch nur ein Mal: irdisch gewesen zu sein, scheint nicht widerrufbar.

Rainer Maria Rilke 1923 ·Duineser Elegien

Werke der Kunst sind von einer unendlichen Einsamkeit und mit nichts so wenig erreichbar als mit Kritik.

Rainer Maria Rilke 1903 ·Briefe an einen jungen Dichter

Wir sind die Bienen des Unsichtbaren.

Rainer Maria Rilke 1925 ·Brief an Witold von Hulewicz

Wer spricht von Siegen? Überstehn ist alles.

Rainer Maria Rilke 1909 ·Requiem für Wolf Graf von Kalckreuth

Du mußt dein Leben ändern.

Rainer Maria Rilke 1908 ·Der neuen Gedichte anderer Teil

Aber in der unendlichen Menge so vieler anderer Hingaben, von denen die meisten obskur geblieben oder unbemerkt sind, wie viele blieben mehr oder weniger fruchtlos, weil sie isoliert waren und nicht von kollektiven und organisierten Sympathien getragen wurden!

Henri Dunant 1862 ·Un souvenir de Solférino

Wäre es bei außerordentlichen Gelegenheiten — wie jenen, die etwa in Köln oder Châlons Fürsten der Kriegskunst verschiedener Nationalitäten zusammenführen — nicht wünschenswert, dass sie eine solche Art von Kongress nutzten, um irgendein internationales, konventionelles und heiliges Prinzip zu formulieren, das, einmal vereinbart und ratifiziert, als Grundlage für Hilfsgesellschaften für die Verwundeten in den verschiedenen Ländern Europas diente?

Henri Dunant 1862 ·Un souvenir de Solférino

Wäre es nicht möglich, in Zeiten des Friedens und der Ruhe Hilfsgesellschaften zu gründen, deren Zweck es wäre, die Verwundeten in Kriegszeiten von eifrigen, hingebungsvollen und gut qualifizierten Freiwilligen pflegen zu lassen?

Henri Dunant 1862 ·Un souvenir de Solférino

Ich wünsche zu Grabe getragen zu werden wie ein Hund, ohne eine einzige von euren Zeremonien.

Henri Dunant 1890 ·Brief an Wilhelm Sonderegger

Glauben heißt, gerade das Paradox annehmen, das die Existenz ist.

Søren Kierkegaard 1843 ·Furcht und Zittern

Ein Dichter ist ein unglücklicher Mensch, der ein tiefes Leid in sich trägt, und dessen Lippen so geformt sind, daß die Seufzer als schöne Musik herauskommen.

Søren Kierkegaard 1843 ·Entweder-Oder

Heirate, und du wirst es bereuen; heirate nicht, und du wirst es auch bereuen.

Søren Kierkegaard 1843 ·Entweder-Oder

Eine Ausnahmegunst des Schicksals hat uns gestattet bei dem fürchterlichen Trauerspiel, das sich gegenwärtig in Europa abwickelt, im Zuschauerraum zu sitzen — nehmen wir den Hut ab.

Carl Spitteler 1914 ·Unser Schweizer Standpunkt

Alle, die jenseits der Landesgrenze wohnen, sind unsere Nachbarn, und bis auf weiteres liebe Nachbarn; alle, die diesseits wohnen, sind mehr als Nachbarn, nämlich unsere Brüder.

Carl Spitteler 1914 ·Unser Schweizer Standpunkt

Du bist ein alter, frommer Einsiedler, der still sitzt und träumt.

Selma Lagerlöf 1891 ·Gösta Berlings saga

Eine strenge und tüchtige Frau ist sie, die Majorin auf Ekeby.

Selma Lagerlöf 1891 ·Gösta Berlings saga

Endlich stand der Pfarrer auf der Kanzel.

Selma Lagerlöf 1891 ·Gösta Berlings saga

Wissen ist Werkzeug, nicht Ziel.

Lew Tolstoi 1910

Die größten Wahrheiten sind die einfachsten.

Lew Tolstoi 1910

Wo Liebe ist, da ist auch Gott.

Lew Tolstoi 1910

Lieben heißt, das Leben dessen zu leben, den man liebt.

Lew Tolstoi 1910

Ich bin kein ausgeklügelt Buch, / Ich bin ein Mensch mit seinem Widerspruch.

Conrad Ferdinand Meyer 1871 ·Huttens letzte Tage

Nur die Sonne ist ewig jung, sie allein ist ewig schön.

Conrad Ferdinand Meyer 1871 ·Huttens letzte Tage

Es gibt keine Tatsachen, nur Interpretationen.

Friedrich Nietzsche 1886 ·Nachgelassene Fragmente

Die Schlange, die sich nicht häuten kann, geht zugrunde. Ebenso die Geister, welche man verhindert, ihre Meinungen zu wechseln.

Friedrich Nietzsche 1881 ·Morgenröte

Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.

Friedrich Nietzsche 1886 ·Jenseits von Gut und Böse

Wir dürfen nicht hoffen, eine bessere Welt zu erbauen, ehe nicht die Individuen besser werden.

Marie Curie 1934

Haben Sie den Mut, mit Ihrem Kopf zu denken.

Marie Curie 1934

Ein Gelehrter in einem Laboratorium ist nicht nur ein Techniker, er steht auch vor den Naturvorgängen wie ein Kind vor einer Märchenwelt.

Marie Curie 1933 ·Rede in Madrid

Achte jedes Mannes Vaterland, doch das deinige liebe!

Gottfried Keller 1860 ·Das Fähnlein der sieben Aufrechten

Der Mensch soll nicht tugendhaft, nur natürlich sein, so wird die Tugend von selbst kommen.

Gottfried Keller 1880 ·Briefe

Bald wirst du alles vergessen haben; bald werden alle dich vergessen haben.

Marc Aurel 180 ·Selbstbetrachtungen

Die beste Rache ist, nicht zu werden wie dein Feind.

Marc Aurel 180 ·Selbstbetrachtungen

Alle Dinge sind miteinander verflochten, und das Band ist heilig.

Marc Aurel 180 ·Selbstbetrachtungen

Übe dich auch in den Dingen, an denen du verzweifelst.

Marc Aurel 180 ·Selbstbetrachtungen

Tu nicht, als wenn du Tausende von Jahren zu leben hättest.

Marc Aurel 180 ·Selbstbetrachtungen

Sei wie ein Fels, an dem sich beständig die Wellen brechen.

Marc Aurel 180 ·Selbstbetrachtungen

Nichts begegnet einem, was er von Natur nicht zu ertragen vermag.

Marc Aurel 180 ·Selbstbetrachtungen

Wer Wissenschaft und Kunst besitzt, hat auch Religion.

Johann Wolfgang von Goethe 1827 ·Zahme Xenien IX

Edel sei der Mensch, Hülfreich und gut!

Johann Wolfgang von Goethe 1783 ·Das Göttliche

Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein!

Johann Wolfgang von Goethe 1808 ·Faust. Eine Tragödie

Grau, teurer Freund, ist alle Theorie Und grün des Lebens goldner Baum.

Johann Wolfgang von Goethe 1808 ·Faust. Eine Tragödie

Es irrt der Mensch, solang er strebt.

Johann Wolfgang von Goethe 1808 ·Faust. Eine Tragödie

Gott wird mir verzeihen, das ist sein Beruf.

Heinrich Heine 1856 ·Letzte Worte

Der Gedanke geht der Tat voraus wie der Blitz dem Donner.

Heinrich Heine 1834 ·Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland

Düfte sind die Gefühle der Blumen.

Heinrich Heine 1826 ·Die Harzreise

Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.

Heinrich Heine 1843 ·Nachtgedanken

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, Daß ich so traurig bin; Ein Mährchen aus alten Zeiten, Das kommt mir nicht aus dem Sinn.

Heinrich Heine 1827 ·Buch der Lieder

Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher Verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.

Heinrich Heine 1823 ·Almansor

Hat man sein warum? des Lebens, so verträgt man sich fast mit jedem wie?

Friedrich Nietzsche 1889 ·Götzen-Dämmerung

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.

Friedrich Nietzsche 1883 ·Also sprach Zarathustra

Wer sich tief weiss, bemüht sich um Klarheit; wer der Menge tief scheinen möchte, bemüht sich um Dunkelheit.

Friedrich Nietzsche 1882 ·Die fröhliche Wissenschaft

Gedanken sind die Schatten unserer Empfindungen - immer dunkler, leerer, einfacher als diese.

Friedrich Nietzsche 1882 ·Die fröhliche Wissenschaft

Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.

Friedrich Nietzsche 1889 ·Götzen-Dämmerung

Was mich nicht umbringt, macht mich stärker.

Friedrich Nietzsche 1889 ·Götzen-Dämmerung

Schulreform ohne Gesellschaftsreform ist ein Unding.

Kurt Tucholsky 1931 ·Die Weltbühne

Denn nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein.

Kurt Tucholsky 1931 ·Die Weltbühne

Die menschliche Dummheit ist international.

Kurt Tucholsky 1931 ·Die Weltbühne

Soldaten sind Mörder.

Kurt Tucholsky 1931 ·Die Weltbühne

Gott ist nahe, wo die Menschen einander Liebe zeigen.

Johann Heinrich Pestalozzi 1781 ·Lienhard und Gertrud

Die Wahrheit ist eine Arznei, die angreift.

Johann Heinrich Pestalozzi 1782 ·Ein Schweizer Blatt

Die Anschauung ist das Fundament der Erkenntnis.

Johann Heinrich Pestalozzi 1801 ·Wie Gertrud ihre Kinder lehrt

Der Mittelpunkt alles Menschenverderbens ist Verhärtung des Herzens.

Johann Heinrich Pestalozzi 1783 ·Über Gesetzgebung und Kindermord

Das Wesen der Menschlichkeit entfaltet sich nur in der Ruhe.

Johann Heinrich Pestalozzi 1826 ·Pestalozzis Schwanengesang

Das Gute bleibt ewig gut, aber das Schlechte wird durch das Alter immer schlechter.

Johann Heinrich Pestalozzi 1819 ·Kinderlehre der Wohnstube

Lampenfieber ist eine Begleiterscheinung der Eitelkeit, eine zitternde Frage an das Schicksal: wie werde ich gefallen?, mit dem ganzen Nachdruck auf der Silbe «ich».

Bertha von Suttner 1909 ·Memoiren

Es ist erstaunlich, wie sehr man ein solches Buch als Freund empfindet - wie man ihm alles sagen und klagen kann, wie man über seine Blätter die Tränen weinen kann, die man den anderen, besonders einem geliebten Kranken, verbergen muss.

Bertha von Suttner 1909 ·Memoiren

Keinem vernünftigen Menschen wird es einfallen, Tintenflecken mit Tinte, Ölflecken mit Öl wegwaschen zu wollen. Nur Blut soll immer wieder mit Blut abgewaschen werden.

Bertha von Suttner 1889 ·Die Waffen nieder!

Ich habe es zu früh erkannt, daß der Schlachteneifer nichts Übermenschliches, sondern – Untermenschliches ist; keine mystische Offenbarung aus dem Reiche Luzifers, sondern eine Reminiscenz aus dem Reiche der Tierheit - ein Wiedererwachen der Bestialität.

Bertha von Suttner 1889 ·Die Waffen nieder!

So großes Kleinod, einmal sein statt gelten!

Annette von Droste-Hülshoff 1844 ·An ***

Wo man am meisten fühlt, weiß man nicht viel zu sagen.

Annette von Droste-Hülshoff 1860 ·An meine Mutter

Wär ich ein Mann doch mindestens nur, so würde der Himmel mir raten;

Annette von Droste-Hülshoff 1842 ·Am Thurme

O, schaurig ist's, übers Moor zu gehn

Annette von Droste-Hülshoff 1842 ·Der Knabe im Moor

Ach, alles trägt man leicht, ist man nur jung, Nur jung noch und gesund!

Annette von Droste-Hülshoff 1844 ·Nach fünfzehn Jahren

Freude und Angst sind Vergrößerungsgläser.

Jeremias Gotthelf 1852 ·Zeitgeist und Berner Geist

Wie oft verglimmen die gewaltigsten Kräfte, weil kein Wind sie anbläst!

Jeremias Gotthelf 1922 ·Sämtliche Werke

Was ich des Tags mit der Leier verdien', das geht des Nachts wieder alles dahin!

Jeremias Gotthelf 1850 ·Die Käserei in der Vehfreude

Im Hause muss beginnen, was leuchten soll im Vaterland.

Jeremias Gotthelf 1842 ·Eines Schweizers Wort an den Schweizerischen Schützenverein

Das wahre Glück des Menschen ist eine zarte Blume; tausenderlei Ungeziefer umschwirret sie; ein unreiner Hauch tödtet sie.

Jeremias Gotthelf 1843 ·Geld und Geist oder die Versöhnung

Vor dem Essen stören die Gedanken des Magens die Gedanken der Seele, indessen läßt man nicht gerne diesen innern Zustand innewerden, sondern bemäntelt ihn mit langsamen Worten über gleichgültige Gegenstände.

Jeremias Gotthelf 1842 ·Die schwarze Spinne

In den alten Tannen war es nun ganz still und auf allen Ästen lag der weiße Schnee und in dem Sonnenschein schimmerte und funkelte es überall.

Johanna Spyri 1880 ·Heidis Lehr- und Wanderjahre

Wo der Fußweg anfängt, beginnt bald Heideland mit dem kurzen Gras und den kräftigen Bergkräutern dem Kommenden entgegenzuduften.

Johanna Spyri 1880 ·Heidis Lehr- und Wanderjahre

...es fing stärker an zu rauschen in den alten Tannen, ein mächtiger Wind fuhr daher und sauste und brauste durch die dichten Wipfel...

Johanna Spyri 1880 ·Heidis Lehr- und Wanderjahre

...wie die Sonne den Bergen gute Nacht sagt, dann wirft sie ihnen noch ihre schönsten Strahlen zu...

Johanna Spyri 1880 ·Heidis Lehr- und Wanderjahre

Wir wollen Schweizer bleiben.

Carl Spitteler 1914 ·Unser Schweizer Standpunkt

Aufsteigt der Strahl und fallend gießt Er voll der Marmorschale Rund, Die, sich verschleiernd, überfließt In einer zweiten Schale Grund; Die zweite gibt, sie wird zu reich, Der dritten wallend ihre Flut, Und jede nimmt und gibt zugleich Und strömt und ruht.

Conrad Ferdinand Meyer 1882 ·Gedichte

Das Leben bildet.

Johann Heinrich Pestalozzi 1781 ·Lienhard und Gertrud

Augen, meine lieben Fensterlein, Gebt mir schon so lange holden Schein, Lasset freundlich Bild um Bild herein: Einmal werdet ihr verdunkelt sein!

Gottfried Keller 1883 ·Gesammelte Gedichte

Trinkt, o Augen, was die Wimper hält, Von dem goldnen Überfluss der Welt!

Gottfried Keller 1883 ·Gesammelte Gedichte

Das Leben kann nur rückwärts verstanden, muss aber vorwärts gelebt werden.

Søren Kierkegaard 1843 ·Tagebücher

Nichts im Leben ist zu fürchten, es ist nur zu verstehen.

Marie Curie 1934

Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen.

Johann Wolfgang von Goethe 1808 ·Faust. Eine Tragödie

Lösche den Eindruck, ich sei gekränkt — und die Kränkung ist gelöscht.

Marc Aurel 180 ·Selbstbetrachtungen