Schweiz
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Zitate
Wir sind Puppen, von unbekannten Gewalten am Draht gezogen; nichts, nichts wir selbst!
Was ist das, was in uns lügt, mordet, stiehlt?
Jeder Mensch ist ein Abgrund; es schwindelt einem, wenn man hinabsieht.
Friede den Hütten! Krieg den Palästen!
Tausend Dinge schreiten voran, neunhundertneunundneunzig weichen zurück: das ist der Fortschritt.
Altern zu können ist das Meisterwerk der Weisheit und eines der schwierigsten Kapitel der großen Kunst zu leben.
Jede Landschaft ist ein Zustand der Seele.
Weder Italiener noch Deutsche! Rätoromanen wollen wir bleiben!
Nur wenn der Dichter sich selbst treu bleibt, kann die Empfindung zur Dichtung erblühen.
Dem alten Wald, der nach und nach zerfällt, gleicht sehr auch unsere bewährte Sprache, die aus dem einst so weiten Raum in heute enge Grenzen zurückgedrängt ist. Wenn die Romanen nicht alle ihre Pflicht tun, geht es mit ihr zu Ende wie mit Tamangur.
Die Mutter klagt — hörst du es? Erzürne sie nicht länger!
Steh auf, Engadiner, steh auf, du Sut- und Surselver, halte stets in Ehren deine romanische Sprache!
Steh auf, wehre dich, Romane, für die Bündner Sprache, lass nicht absichtlich deine Gabe begraben!
Steh auf, verteidige, Romane, deine alte Sprache, fordere Achtung für dein Denken!
Auf seine Freiheit verzichten heißt auf seine Menschenwürde, auf die Rechte der Menschheit, sogar auf seine Pflichten verzichten.
Ich fühle mein Herz, und ich kenne die Menschen.
Alles ist gut, wie es aus den Händen des Schöpfers kommt; alles entartet unter den Händen des Menschen.
Der Mensch ist frei geboren, und überall liegt er in Ketten.
Ein Mal jedes, nur ein Mal. Ein Mal und nicht mehr. Und wir auch ein Mal. Nie wieder. Aber dieses ein Mal gewesen zu sein, wenn auch nur ein Mal: irdisch gewesen zu sein, scheint nicht widerrufbar.
Werke der Kunst sind von einer unendlichen Einsamkeit und mit nichts so wenig erreichbar als mit Kritik.
Wir sind die Bienen des Unsichtbaren.
Wer spricht von Siegen? Überstehn ist alles.
Du mußt dein Leben ändern.
Aber in der unendlichen Menge so vieler anderer Hingaben, von denen die meisten obskur geblieben oder unbemerkt sind, wie viele blieben mehr oder weniger fruchtlos, weil sie isoliert waren und nicht von kollektiven und organisierten Sympathien getragen wurden!
Wäre es bei außerordentlichen Gelegenheiten — wie jenen, die etwa in Köln oder Châlons Fürsten der Kriegskunst verschiedener Nationalitäten zusammenführen — nicht wünschenswert, dass sie eine solche Art von Kongress nutzten, um irgendein internationales, konventionelles und heiliges Prinzip zu formulieren, das, einmal vereinbart und ratifiziert, als Grundlage für Hilfsgesellschaften für die Verwundeten in den verschiedenen Ländern Europas diente?
Wäre es nicht möglich, in Zeiten des Friedens und der Ruhe Hilfsgesellschaften zu gründen, deren Zweck es wäre, die Verwundeten in Kriegszeiten von eifrigen, hingebungsvollen und gut qualifizierten Freiwilligen pflegen zu lassen?
Ich wünsche zu Grabe getragen zu werden wie ein Hund, ohne eine einzige von euren Zeremonien.
Eine Ausnahmegunst des Schicksals hat uns gestattet bei dem fürchterlichen Trauerspiel, das sich gegenwärtig in Europa abwickelt, im Zuschauerraum zu sitzen — nehmen wir den Hut ab.
Alle, die jenseits der Landesgrenze wohnen, sind unsere Nachbarn, und bis auf weiteres liebe Nachbarn; alle, die diesseits wohnen, sind mehr als Nachbarn, nämlich unsere Brüder.
Ich bin kein ausgeklügelt Buch, / Ich bin ein Mensch mit seinem Widerspruch.
Nur die Sonne ist ewig jung, sie allein ist ewig schön.
Achte jedes Mannes Vaterland, doch das deinige liebe!
Der Mensch soll nicht tugendhaft, nur natürlich sein, so wird die Tugend von selbst kommen.
Gott ist nahe, wo die Menschen einander Liebe zeigen.
Die Wahrheit ist eine Arznei, die angreift.
Die Anschauung ist das Fundament der Erkenntnis.
Der Mittelpunkt alles Menschenverderbens ist Verhärtung des Herzens.
Das Wesen der Menschlichkeit entfaltet sich nur in der Ruhe.
Das Gute bleibt ewig gut, aber das Schlechte wird durch das Alter immer schlechter.
Freude und Angst sind Vergrößerungsgläser.
Wie oft verglimmen die gewaltigsten Kräfte, weil kein Wind sie anbläst!
Was ich des Tags mit der Leier verdien', das geht des Nachts wieder alles dahin!
Im Hause muss beginnen, was leuchten soll im Vaterland.
Das wahre Glück des Menschen ist eine zarte Blume; tausenderlei Ungeziefer umschwirret sie; ein unreiner Hauch tödtet sie.
Vor dem Essen stören die Gedanken des Magens die Gedanken der Seele, indessen läßt man nicht gerne diesen innern Zustand innewerden, sondern bemäntelt ihn mit langsamen Worten über gleichgültige Gegenstände.
In den alten Tannen war es nun ganz still und auf allen Ästen lag der weiße Schnee und in dem Sonnenschein schimmerte und funkelte es überall.
Wo der Fußweg anfängt, beginnt bald Heideland mit dem kurzen Gras und den kräftigen Bergkräutern dem Kommenden entgegenzuduften.
...es fing stärker an zu rauschen in den alten Tannen, ein mächtiger Wind fuhr daher und sauste und brauste durch die dichten Wipfel...
...wie die Sonne den Bergen gute Nacht sagt, dann wirft sie ihnen noch ihre schönsten Strahlen zu...
Wir wollen Schweizer bleiben.
Aufsteigt der Strahl und fallend gießt Er voll der Marmorschale Rund, Die, sich verschleiernd, überfließt In einer zweiten Schale Grund; Die zweite gibt, sie wird zu reich, Der dritten wallend ihre Flut, Und jede nimmt und gibt zugleich Und strömt und ruht.
Das Leben bildet.
Augen, meine lieben Fensterlein, Gebt mir schon so lange holden Schein, Lasset freundlich Bild um Bild herein: Einmal werdet ihr verdunkelt sein!
Trinkt, o Augen, was die Wimper hält, Von dem goldnen Überfluss der Welt!