Deutschland
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Zitate
Musik wird oft nicht schön gefunden, weil sie stets mit Geräusch verbunden.
Das Gute — dieser Satz steht fest — ist stets das Böse, was man läßt.
Es ist Tradition seit alter Zeit: Wer Sorgen hat, hat auch Likör.
Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr.
Wir sind Puppen, von unbekannten Gewalten am Draht gezogen; nichts, nichts wir selbst!
Was ist das, was in uns lügt, mordet, stiehlt?
Jeder Mensch ist ein Abgrund; es schwindelt einem, wenn man hinabsieht.
Friede den Hütten! Krieg den Palästen!
Immer enger, leise, leise ziehen sich die Lebenskreise, schwindet hin, was prahlt und prunkt, schwindet Hoffen, Hassen, Lieben, und ist nichts in Sicht geblieben als der letzte dunkle Punkt.
Alles Alte, soweit es Anspruch darauf hat, sollen wir lieben, aber für das Neue sollen wir recht eigentlich leben.
Das ist ein weites Feld.
Die Wahrheit ist, daß mir auf Erden nicht zu helfen war.
Nun, o Unsterblichkeit, bist du ganz mein!
Küsse, Bisse, das reimt sich, und wer recht von Herzen liebt, kann das eine für das andere greifen.
Das Paradies ist verriegelt und der Cherub hinter uns; wir müssen die Reise um die Welt machen, und sehen, ob es vielleicht von hinten irgendwo wieder offen ist.
Tue das Gute vor dich hin und bekümmere dich nicht, was daraus wird.
Wir stolzen Menschenkinder sind eitel arme Sünder und wissen gar nicht viel.
Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön. So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn.
Der Mond ist aufgegangen, die goldnen Sternlein prangen am Himmel hell und klar.
Wo Kinder sind, da ist ein goldnes Zeitalter.
Die Philosophie ist eigentlich Heimweh — Trieb, überall zu Hause zu sein.
Wir suchen überall das Unbedingte, und finden immer nur Dinge.
Nach innen geht der geheimnisvolle Weg. In uns, oder nirgends, ist die Ewigkeit mit ihren Welten, die Vergangenheit und Zukunft.
Wer hat dich, du schöner Wald, Aufgebaut so hoch da droben? Wohl den Meister will ich loben, Solang noch mein' Stimm' erschallt.
Laue Luft kommt blau geflossen, Frühling, Frühling soll es sein! Waldwärts Hörnerklang geschossen, Mut'ger Augen lichter Schein;
Es ist schon spät, es wird schon kalt, Was reitst du einsam durch den Wald? Der Wald ist lang, du bist allein, Du schöne Braut! Ich führ dich heim!
Komm, Trost der Welt, du stille Nacht! Wie steigst du von den Bergen sacht, Die Lüfte alle schlafen, Ein Schiffer nur noch, wandermüd, Singt übers Meer sein Abendlied Zu Gottes Lob im Hafen.
Aus der Heimat hinter den Blitzen rot Da kommen die Wolken her, Aber Vater und Mutter sind lange tot, Es kennt mich dort keiner mehr.
O Täler weit, o Höhen, O schöner, grüner Wald, Du meiner Lust und Wehen Andächtger Aufenthalt!
In einem kühlen Grunde Da geht ein Mühlenrad, Meine Liebste ist verschwunden, Die dort gewohnet hat.
Es schienen so golden die Sterne, Am Fenster ich einsam stand Und hörte aus weiter Ferne Ein Posthorn im stillen Land.
Und meine Seele spannte Weit ihre Flügel aus, Flog durch die stillen Lande, Als flöge sie nach Haus.
Das Volk versteht das meiste falsch; aber es fühlt das meiste richtig.
Wer nichts als Chemie versteht, versteht auch die nicht recht.
Sehr viele und vielleicht die meisten Menschen müssen, um etwas zu finden, erst wissen, daß es da ist.
Ein sicheres Zeichen von einem guten Buch ist, wenn es einem immer besser gefällt je älter man wird.
Der gewöhnliche Kopf ist immer der herrschenden Meinung und der herrschenden Mode konform.
Nichts setzt dem Fortgang der Wissenschaft mehr Hindernis entgegen, als wenn man zu wissen glaubt, was man noch nicht weiß.
Man muß etwas Neues machen, um etwas Neues zu sehen.
Das viele Lesen hat uns eine gelehrte Barbarei zugezogen.
Wo Mäßigung ein Fehler ist, da ist Gleichgültigkeit ein Verbrechen.
Es ist fast unmöglich, die Fackel der Wahrheit durch ein Gedränge zu tragen, ohne jemandem den Bart zu sengen.
Die Arbeit ist die erste Grundbedingung allen menschlichen Lebens, und zwar in einem solchen Grade, dass wir in gewissem Sinn sagen müssen: Sie hat den Menschen selbst geschaffen.
Die Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit.
Der Staat wird nicht „abgeschafft", er stirbt ab.
Wem Gott will rechte Gunst erweisen, Den schickt er in die weite Welt.
Es war, als hätt der Himmel Die Erde still geküßt, Daß sie im Blütenschimmer Von ihm nur träumen müßt.
Schläft ein Lied in allen Dingen, Die da träumen fort und fort, Und die Welt hebt an zu singen, Triffst du nur das Zauberwort.
Der Nebel steigt, es fällt das Laub; Schenk ein den Wein, den holden!
Du graue Stadt am Meer, Du graue Stadt am Meer, Du sollst, du sollst gepriesen sein.
Ave Crux, spes unica! Komm, gehen wir für unser Volk.
Einfühlung ist die Erfahrung fremden Erlebens überhaupt.
Wer die Wahrheit sucht, der sucht Gott, ob es ihm klar ist oder nicht.
Ordnung herrscht in Berlin! Ihr stumpfen Schergen! Eure „Ordnung" ist auf Sand gebaut. Die Revolution wird sich morgen schon wieder „rasselnd in die Höh' richten."
Bürgerliche Gesellschaft steht vor dem Dilemma: entweder Übergang zum Sozialismus, oder Rückfall in die Barbarei.
Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden.
Die Religion ist das Opium des Volkes.
Ein Gespenst geht um in Europa — das Gespenst des Kommunismus.
Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kömmt darauf an, sie zu verändern.
Jedes Volk hat seinen Schwerpunkt in sich selbst, wie jede Kugel ihren Schwerpunkt.
Der Mensch ist das erste Freigelaßne der Schöpfung.
Ohne Sprache hat der Mensch keine Vernunft, und ohne Vernunft keine Sprache.
Ein einz'ger dankbarer Gedanke gen Himmel ist das vollkommenste Gebet.
Es eifre jeder seiner unbestochnen, Von Vorurteilen freien Liebe nach!
Kein Mensch muß müssen.
Deine Seele, die die meine liebet, Ist verwirkt mit ihr im Teppichtibet.
Ich will in das Grenzenlose zu mir zurück.
Ich habe zu Hause ein blaues Klavier und kenne doch keine Note.
Nichts kann dem Menschen so nahe sein wie Gott. Gott ist mir näher als ich mir selbst.
Wer Gott für ein Ding sucht oder mit einem Ding, der sucht Gott nicht.
Das Auge, in dem ich Gott sehe, ist dasselbe Auge, in dem Gott mich sieht.
Wo eine Kette von Begebenheiten vor uns erscheint, da sieht er eine einzige Katastrophe, die unablässig Trümmer auf Trümmer häuft und sie ihm vor die Füße schleudert.
Geschichte ist Gegenstand einer Konstruktion, deren Ort nicht die homogene und leere Zeit, sondern die von Jetztzeit erfüllte bildet.
Es ist niemals ein Dokument der Kultur, ohne zugleich ein solches der Barbarei zu sein.
Denn der Mensch ist die kleinere Welt.
O edelste Lebensgrünkraft, die du in der Sonne wurzelst.
So pendelt das Leben gleich einem Pendel hin und her zwischen dem Schmerze und der Langeweile.
Der Mensch kann tun was er will; er kann aber nicht wollen was er will.
Jeder hält die Grenzen seines eigenen Gesichtsfeldes für die Grenzen der Welt.
Die Welt ist meine Vorstellung.
Der Mensch ist ein Meisterstück der Schöpfung, schon deswegen, weil er bei allem Determinismus, der auf ihn drückt, dennoch glaubt, er handle als freies Wesen.
Ich kann zwar nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber so viel kann ich sagen, es muß anders werden, wenn es gut werden soll.
Ein Buch ist ein Spiegel, wenn ein Affe hineinsieht, so kann kein Apostel heraussehen.
Wer das Tiefste gedacht, liebt das Lebendigste.
Voll Verdienst, doch dichterisch wohnet Der Mensch auf dieser Erde.
Was bleibet aber, stiften die Dichter.
Wo aber Gefahr ist, wächst Das Rettende auch.
Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich das Herz zum Herzen findet.
Früh übt sich, was ein Meister werden will.
Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt.
Ernst ist das Leben, heiter ist die Kunst.
Die Würde des Menschen ist in eure Hand gegeben, Bewahret sie! Sie sinkt mit euch! Mit euch wird sie sich heben!
Es gibt keine Tatsachen, nur Interpretationen.
Die Schlange, die sich nicht häuten kann, geht zugrunde. Ebenso die Geister, welche man verhindert, ihre Meinungen zu wechseln.
Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.
Wer Wissenschaft und Kunst besitzt, hat auch Religion.
Edel sei der Mensch, Hülfreich und gut!
Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein!
Grau, teurer Freund, ist alle Theorie Und grün des Lebens goldner Baum.
Es irrt der Mensch, solang er strebt.
Gott wird mir verzeihen, das ist sein Beruf.
Der Gedanke geht der Tat voraus wie der Blitz dem Donner.
Düfte sind die Gefühle der Blumen.
Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.
Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, Daß ich so traurig bin; Ein Mährchen aus alten Zeiten, Das kommt mir nicht aus dem Sinn.
Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher Verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.
Hat man sein warum? des Lebens, so verträgt man sich fast mit jedem wie?
Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
Wer sich tief weiss, bemüht sich um Klarheit; wer der Menge tief scheinen möchte, bemüht sich um Dunkelheit.
Gedanken sind die Schatten unserer Empfindungen - immer dunkler, leerer, einfacher als diese.
Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.
Was mich nicht umbringt, macht mich stärker.
Schulreform ohne Gesellschaftsreform ist ein Unding.
Denn nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein.
Die menschliche Dummheit ist international.
Soldaten sind Mörder.
So großes Kleinod, einmal sein statt gelten!
Wo man am meisten fühlt, weiß man nicht viel zu sagen.
Wär ich ein Mann doch mindestens nur, so würde der Himmel mir raten;
O, schaurig ist's, übers Moor zu gehn
Ach, alles trägt man leicht, ist man nur jung, Nur jung noch und gesund!
Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen.