Zitare

Schweizer Stimmen

Zitate von Autor:innen mit Verbindung in die Schweiz.

54 Zitate

Wir sind Puppen, von unbekannten Gewalten am Draht gezogen; nichts, nichts wir selbst!

Georg Büchner 1835 ·Dantons Tod

Was ist das, was in uns lügt, mordet, stiehlt?

Georg Büchner 1835 ·Dantons Tod

Jeder Mensch ist ein Abgrund; es schwindelt einem, wenn man hinabsieht.

Georg Büchner 1837 ·Woyzeck

Friede den Hütten! Krieg den Palästen!

Georg Büchner 1834 ·Der Hessische Landbote

Tausend Dinge schreiten voran, neunhundertneunundneunzig weichen zurück: das ist der Fortschritt.

Henri-Frédéric Amiel 1852 ·Journal intime

Altern zu können ist das Meisterwerk der Weisheit und eines der schwierigsten Kapitel der großen Kunst zu leben.

Henri-Frédéric Amiel 1852 ·Journal intime

Jede Landschaft ist ein Zustand der Seele.

Henri-Frédéric Amiel 1852 ·Journal intime

Weder Italiener noch Deutsche! Rätoromanen wollen wir bleiben!

Peider Lansel 1913 ·Ni Italians, ni Tudais-chs!

Nur wenn der Dichter sich selbst treu bleibt, kann die Empfindung zur Dichtung erblühen.

Peider Lansel 1939 ·Fideltà

Dem alten Wald, der nach und nach zerfällt, gleicht sehr auch unsere bewährte Sprache, die aus dem einst so weiten Raum in heute enge Grenzen zurückgedrängt ist. Wenn die Romanen nicht alle ihre Pflicht tun, geht es mit ihr zu Ende wie mit Tamangur.

Peider Lansel 1923 ·Tamangur

Die Mutter klagt — hörst du es? Erzürne sie nicht länger!

Giachen Caspar Muoth 1887 ·Al pievel romontsch

Steh auf, Engadiner, steh auf, du Sut- und Surselver, halte stets in Ehren deine romanische Sprache!

Giachen Caspar Muoth 1887 ·Al pievel romontsch

Steh auf, wehre dich, Romane, für die Bündner Sprache, lass nicht absichtlich deine Gabe begraben!

Giachen Caspar Muoth 1887 ·Al pievel romontsch

Steh auf, verteidige, Romane, deine alte Sprache, fordere Achtung für dein Denken!

Giachen Caspar Muoth 1887 ·Al pievel romontsch

Auf seine Freiheit verzichten heißt auf seine Menschenwürde, auf die Rechte der Menschheit, sogar auf seine Pflichten verzichten.

Jean-Jacques Rousseau 1762 ·Du contrat social

Ich fühle mein Herz, und ich kenne die Menschen.

Jean-Jacques Rousseau 1782 ·Les Confessions

Alles ist gut, wie es aus den Händen des Schöpfers kommt; alles entartet unter den Händen des Menschen.

Jean-Jacques Rousseau 1762 ·Émile, ou De l'éducation

Der Mensch ist frei geboren, und überall liegt er in Ketten.

Jean-Jacques Rousseau 1762 ·Du contrat social

Ein Mal jedes, nur ein Mal. Ein Mal und nicht mehr. Und wir auch ein Mal. Nie wieder. Aber dieses ein Mal gewesen zu sein, wenn auch nur ein Mal: irdisch gewesen zu sein, scheint nicht widerrufbar.

Rainer Maria Rilke 1923 ·Duineser Elegien

Werke der Kunst sind von einer unendlichen Einsamkeit und mit nichts so wenig erreichbar als mit Kritik.

Rainer Maria Rilke 1903 ·Briefe an einen jungen Dichter

Wir sind die Bienen des Unsichtbaren.

Rainer Maria Rilke 1925 ·Brief an Witold von Hulewicz

Wer spricht von Siegen? Überstehn ist alles.

Rainer Maria Rilke 1909 ·Requiem für Wolf Graf von Kalckreuth

Du mußt dein Leben ändern.

Rainer Maria Rilke 1908 ·Der neuen Gedichte anderer Teil

Aber in der unendlichen Menge so vieler anderer Hingaben, von denen die meisten obskur geblieben oder unbemerkt sind, wie viele blieben mehr oder weniger fruchtlos, weil sie isoliert waren und nicht von kollektiven und organisierten Sympathien getragen wurden!

Henri Dunant 1862 ·Un souvenir de Solférino

Wäre es bei außerordentlichen Gelegenheiten — wie jenen, die etwa in Köln oder Châlons Fürsten der Kriegskunst verschiedener Nationalitäten zusammenführen — nicht wünschenswert, dass sie eine solche Art von Kongress nutzten, um irgendein internationales, konventionelles und heiliges Prinzip zu formulieren, das, einmal vereinbart und ratifiziert, als Grundlage für Hilfsgesellschaften für die Verwundeten in den verschiedenen Ländern Europas diente?

Henri Dunant 1862 ·Un souvenir de Solférino

Wäre es nicht möglich, in Zeiten des Friedens und der Ruhe Hilfsgesellschaften zu gründen, deren Zweck es wäre, die Verwundeten in Kriegszeiten von eifrigen, hingebungsvollen und gut qualifizierten Freiwilligen pflegen zu lassen?

Henri Dunant 1862 ·Un souvenir de Solférino

Ich wünsche zu Grabe getragen zu werden wie ein Hund, ohne eine einzige von euren Zeremonien.

Henri Dunant 1890 ·Brief an Wilhelm Sonderegger

Eine Ausnahmegunst des Schicksals hat uns gestattet bei dem fürchterlichen Trauerspiel, das sich gegenwärtig in Europa abwickelt, im Zuschauerraum zu sitzen — nehmen wir den Hut ab.

Carl Spitteler 1914 ·Unser Schweizer Standpunkt

Alle, die jenseits der Landesgrenze wohnen, sind unsere Nachbarn, und bis auf weiteres liebe Nachbarn; alle, die diesseits wohnen, sind mehr als Nachbarn, nämlich unsere Brüder.

Carl Spitteler 1914 ·Unser Schweizer Standpunkt

Ich bin kein ausgeklügelt Buch, / Ich bin ein Mensch mit seinem Widerspruch.

Conrad Ferdinand Meyer 1871 ·Huttens letzte Tage

Nur die Sonne ist ewig jung, sie allein ist ewig schön.

Conrad Ferdinand Meyer 1871 ·Huttens letzte Tage

Achte jedes Mannes Vaterland, doch das deinige liebe!

Gottfried Keller 1860 ·Das Fähnlein der sieben Aufrechten

Der Mensch soll nicht tugendhaft, nur natürlich sein, so wird die Tugend von selbst kommen.

Gottfried Keller 1880 ·Briefe

Gott ist nahe, wo die Menschen einander Liebe zeigen.

Johann Heinrich Pestalozzi 1781 ·Lienhard und Gertrud

Die Wahrheit ist eine Arznei, die angreift.

Johann Heinrich Pestalozzi 1782 ·Ein Schweizer Blatt

Die Anschauung ist das Fundament der Erkenntnis.

Johann Heinrich Pestalozzi 1801 ·Wie Gertrud ihre Kinder lehrt

Der Mittelpunkt alles Menschenverderbens ist Verhärtung des Herzens.

Johann Heinrich Pestalozzi 1783 ·Über Gesetzgebung und Kindermord

Das Wesen der Menschlichkeit entfaltet sich nur in der Ruhe.

Johann Heinrich Pestalozzi 1826 ·Pestalozzis Schwanengesang

Das Gute bleibt ewig gut, aber das Schlechte wird durch das Alter immer schlechter.

Johann Heinrich Pestalozzi 1819 ·Kinderlehre der Wohnstube

Freude und Angst sind Vergrößerungsgläser.

Jeremias Gotthelf 1852 ·Zeitgeist und Berner Geist

Wie oft verglimmen die gewaltigsten Kräfte, weil kein Wind sie anbläst!

Jeremias Gotthelf 1922 ·Sämtliche Werke

Was ich des Tags mit der Leier verdien', das geht des Nachts wieder alles dahin!

Jeremias Gotthelf 1850 ·Die Käserei in der Vehfreude

Im Hause muss beginnen, was leuchten soll im Vaterland.

Jeremias Gotthelf 1842 ·Eines Schweizers Wort an den Schweizerischen Schützenverein

Das wahre Glück des Menschen ist eine zarte Blume; tausenderlei Ungeziefer umschwirret sie; ein unreiner Hauch tödtet sie.

Jeremias Gotthelf 1843 ·Geld und Geist oder die Versöhnung

Vor dem Essen stören die Gedanken des Magens die Gedanken der Seele, indessen läßt man nicht gerne diesen innern Zustand innewerden, sondern bemäntelt ihn mit langsamen Worten über gleichgültige Gegenstände.

Jeremias Gotthelf 1842 ·Die schwarze Spinne

In den alten Tannen war es nun ganz still und auf allen Ästen lag der weiße Schnee und in dem Sonnenschein schimmerte und funkelte es überall.

Johanna Spyri 1880 ·Heidis Lehr- und Wanderjahre

Wo der Fußweg anfängt, beginnt bald Heideland mit dem kurzen Gras und den kräftigen Bergkräutern dem Kommenden entgegenzuduften.

Johanna Spyri 1880 ·Heidis Lehr- und Wanderjahre

...es fing stärker an zu rauschen in den alten Tannen, ein mächtiger Wind fuhr daher und sauste und brauste durch die dichten Wipfel...

Johanna Spyri 1880 ·Heidis Lehr- und Wanderjahre

...wie die Sonne den Bergen gute Nacht sagt, dann wirft sie ihnen noch ihre schönsten Strahlen zu...

Johanna Spyri 1880 ·Heidis Lehr- und Wanderjahre

Wir wollen Schweizer bleiben.

Carl Spitteler 1914 ·Unser Schweizer Standpunkt

Aufsteigt der Strahl und fallend gießt Er voll der Marmorschale Rund, Die, sich verschleiernd, überfließt In einer zweiten Schale Grund; Die zweite gibt, sie wird zu reich, Der dritten wallend ihre Flut, Und jede nimmt und gibt zugleich Und strömt und ruht.

Conrad Ferdinand Meyer 1882 ·Gedichte

Das Leben bildet.

Johann Heinrich Pestalozzi 1781 ·Lienhard und Gertrud

Augen, meine lieben Fensterlein, Gebt mir schon so lange holden Schein, Lasset freundlich Bild um Bild herein: Einmal werdet ihr verdunkelt sein!

Gottfried Keller 1883 ·Gesammelte Gedichte

Trinkt, o Augen, was die Wimper hält, Von dem goldnen Überfluss der Welt!

Gottfried Keller 1883 ·Gesammelte Gedichte