Zitare

Philosophische Zitate

Auto-generiert: alles was unter Philosophie fällt.

78 Zitate

Wir sind Puppen, von unbekannten Gewalten am Draht gezogen; nichts, nichts wir selbst!

Georg Büchner 1835 ·Dantons Tod

Was ist das, was in uns lügt, mordet, stiehlt?

Georg Büchner 1835 ·Dantons Tod

Jeder Mensch ist ein Abgrund; es schwindelt einem, wenn man hinabsieht.

Georg Büchner 1837 ·Woyzeck

Immer enger, leise, leise ziehen sich die Lebenskreise, schwindet hin, was prahlt und prunkt, schwindet Hoffen, Hassen, Lieben, und ist nichts in Sicht geblieben als der letzte dunkle Punkt.

Theodor Fontane 1889 ·Ausgang

Die Wahrheit ist, daß mir auf Erden nicht zu helfen war.

Heinrich von Kleist 1811 ·Abschiedsbrief an Marie von Kleist

Nun, o Unsterblichkeit, bist du ganz mein!

Heinrich von Kleist 1821 ·Prinz Friedrich von Homburg

Das Paradies ist verriegelt und der Cherub hinter uns; wir müssen die Reise um die Welt machen, und sehen, ob es vielleicht von hinten irgendwo wieder offen ist.

Heinrich von Kleist 1810 ·Über das Marionettentheater

Ein freier Mensch denkt an nichts weniger als an den Tod, und seine Weisheit ist nicht eine Betrachtung des Todes, sondern des Lebens.

Baruch de Spinoza 1677 ·Ethica, more geometrico demonstrata

Ich habe mich beharrlich bemüht, die menschlichen Handlungen nicht zu verlachen, nicht zu beklagen, nicht zu verfluchen, sondern zu verstehen.

Baruch de Spinoza 1677 ·Tractatus Politicus

Doch alles Erhabene ist so schwierig wie selten.

Baruch de Spinoza 1677 ·Ethica, more geometrico demonstrata

Wir stolzen Menschenkinder sind eitel arme Sünder und wissen gar nicht viel.

Matthias Claudius 1779 ·Abendlied

Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön. So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn.

Matthias Claudius 1779 ·Abendlied

Wo Kinder sind, da ist ein goldnes Zeitalter.

Novalis 1798 ·Blüthenstaub

Die Philosophie ist eigentlich Heimweh — Trieb, überall zu Hause zu sein.

Novalis 1799 ·Das allgemeine Brouillon

Wir suchen überall das Unbedingte, und finden immer nur Dinge.

Novalis 1798 ·Blüthenstaub

Nach innen geht der geheimnisvolle Weg. In uns, oder nirgends, ist die Ewigkeit mit ihren Welten, die Vergangenheit und Zukunft.

Novalis 1798 ·Blüthenstaub

Tausend Dinge schreiten voran, neunhundertneunundneunzig weichen zurück: das ist der Fortschritt.

Henri-Frédéric Amiel 1852 ·Journal intime

Jede Landschaft ist ein Zustand der Seele.

Henri-Frédéric Amiel 1852 ·Journal intime

Gerechtigkeit ist, das Seine zu tun.

Platon 375 v.Chr. ·Politeia

Denn dies ist ganz besonders die Verfassung eines Philosophen: das Staunen. Einen anderen Anfang der Philosophie gibt es nicht als diesen.

Platon 369 v.Chr. ·Theaitetos

In einem kühlen Grunde Da geht ein Mühlenrad, Meine Liebste ist verschwunden, Die dort gewohnet hat.

Joseph von Eichendorff 1813 ·Das zerbrochene Ringlein

Es schienen so golden die Sterne, Am Fenster ich einsam stand Und hörte aus weiter Ferne Ein Posthorn im stillen Land.

Joseph von Eichendorff 1834 ·Sehnsucht

Und meine Seele spannte Weit ihre Flügel aus, Flog durch die stillen Lande, Als flöge sie nach Haus.

Joseph von Eichendorff 1837 ·Mondnacht

Wer heute fällt, kann morgen wieder aufstehen.

Miguel de Cervantes 1615 ·El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (Segunda parte)

Die Jahre lehren vieles, was die Tage nie wissen.

Ralph Waldo Emerson 1844 ·Experience

Groß zu sein heißt, missverstanden zu werden.

Ralph Waldo Emerson 1841 ·Self-Reliance

Die Gesellschaft ist überall in einer Verschwörung gegen die Mündigkeit jedes ihrer Mitglieder.

Ralph Waldo Emerson 1841 ·Self-Reliance

Du wirst erfahren, wie salzig das Brot der anderen schmeckt, und wie hart der Weg ist, auf fremden Treppen hinab- und hinaufzusteigen.

Dante Alighieri 1321 ·La Divina Commedia (Paradiso)

die Liebe, die die Sonne bewegt und die anderen Sterne.

Dante Alighieri 1321 ·La Divina Commedia (Paradiso)

Und von dort traten wir heraus, die Sterne wiederzusehen.

Dante Alighieri 1321 ·La Divina Commedia (Inferno)

Lasst alle Hoffnung fahren, die ihr eintretet.

Dante Alighieri 1321 ·La Divina Commedia (Inferno)

Auf halbem Weg des Lebens, das wir leben, fand ich mich wieder in dunklem Wald verirrt, weil mir der rechte Pfad verloren war.

Dante Alighieri 1321 ·La Divina Commedia (Inferno)

Der Mensch übersteigt unendlich den Menschen.

Blaise Pascal 1670 ·Pensées

Das Ich ist hassenswert.

Blaise Pascal 1670 ·Pensées

Wir leben niemals, sondern wir hoffen zu leben.

Blaise Pascal 1670 ·Pensées

Das ganze Unglück der Menschen rührt von einer einzigen Sache her: dass sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben wissen.

Blaise Pascal 1670 ·Pensées

Die Nase der Kleopatra — wäre sie kürzer gewesen, das ganze Antlitz der Erde hätte sich geändert.

Blaise Pascal 1670 ·Pensées

Sehr viele und vielleicht die meisten Menschen müssen, um etwas zu finden, erst wissen, daß es da ist.

Georg Christoph Lichtenberg 1775 ·Sudelbücher

Glauben heißt, gerade das Paradox annehmen, das die Existenz ist.

Søren Kierkegaard 1843 ·Furcht und Zittern

Ein Dichter ist ein unglücklicher Mensch, der ein tiefes Leid in sich trägt, und dessen Lippen so geformt sind, daß die Seufzer als schöne Musik herauskommen.

Søren Kierkegaard 1843 ·Entweder-Oder

Heirate, und du wirst es bereuen; heirate nicht, und du wirst es auch bereuen.

Søren Kierkegaard 1843 ·Entweder-Oder

Wissen ist Werkzeug, nicht Ziel.

Lew Tolstoi 1910

Die größten Wahrheiten sind die einfachsten.

Lew Tolstoi 1910

He had discovered a great law of human action, without knowing it—namely, that in order to make a man or a boy covet a thing, it is only necessary to make the thing difficult to attain.

Mark Twain 1876 ·The Adventures of Tom Sawyer

Es gibt keine Tatsachen, nur Interpretationen.

Friedrich Nietzsche 1886 ·Nachgelassene Fragmente

Die Schlange, die sich nicht häuten kann, geht zugrunde. Ebenso die Geister, welche man verhindert, ihre Meinungen zu wechseln.

Friedrich Nietzsche 1881 ·Morgenröte

Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.

Friedrich Nietzsche 1886 ·Jenseits von Gut und Böse

Daß Schwaches das Starke besiegt und Weiches das Harte besiegt, weiß jedermann auf Erden, aber niemand vermag danach zu handeln.

Lao Tzu 400 v.Chr. ·Daodejing

Wer andre kennt, ist klug. Wer sich selber kennt, ist weise.

Lao Tzu 400 v.Chr. ·Daodejing

Eine tausend Meilen weite Reise beginnt vor deinen Füßen.

Lao Tzu 400 v.Chr. ·Daodejing

Wir dürfen nicht hoffen, eine bessere Welt zu erbauen, ehe nicht die Individuen besser werden.

Marie Curie 1934

Ein Gelehrter in einem Laboratorium ist nicht nur ein Techniker, er steht auch vor den Naturvorgängen wie ein Kind vor einer Märchenwelt.

Marie Curie 1933 ·Rede in Madrid

Wenn drei Menschen gehen, muss einer davon mein Lehrer sein.

Konfuzius 500 v.Chr. ·Lunyu (Gespräche)

Was dir selbst unerwünscht ist, füge auch keinem anderen zu.

Konfuzius 500 v.Chr. ·Lunyu (Gespräche)

Lernen, ohne zu denken, ist eitel, denken, ohne zu lernen, ist gefährlich.

Konfuzius 500 v.Chr. ·Lunyu (Gespräche)

Was man weiß, als Wissen gelten lassen, was man nicht weiß, als Nichtwissen gelten lassen: das ist Wissen.

Konfuzius 500 v.Chr. ·Lunyu (Gespräche)

Wir lesen die Welt falsch und sagen dann, sie täusche uns.

Rabindranath Tagore 1916 ·Stray Birds

Bald wirst du alles vergessen haben; bald werden alle dich vergessen haben.

Marc Aurel 180 ·Selbstbetrachtungen

Die beste Rache ist, nicht zu werden wie dein Feind.

Marc Aurel 180 ·Selbstbetrachtungen

Alle Dinge sind miteinander verflochten, und das Band ist heilig.

Marc Aurel 180 ·Selbstbetrachtungen

Übe dich auch in den Dingen, an denen du verzweifelst.

Marc Aurel 180 ·Selbstbetrachtungen

Tu nicht, als wenn du Tausende von Jahren zu leben hättest.

Marc Aurel 180 ·Selbstbetrachtungen

Sei wie ein Fels, an dem sich beständig die Wellen brechen.

Marc Aurel 180 ·Selbstbetrachtungen

Nichts begegnet einem, was er von Natur nicht zu ertragen vermag.

Marc Aurel 180 ·Selbstbetrachtungen

Wer Wissenschaft und Kunst besitzt, hat auch Religion.

Johann Wolfgang von Goethe 1827 ·Zahme Xenien IX

Grau, teurer Freund, ist alle Theorie Und grün des Lebens goldner Baum.

Johann Wolfgang von Goethe 1808 ·Faust. Eine Tragödie

Gott wird mir verzeihen, das ist sein Beruf.

Heinrich Heine 1856 ·Letzte Worte

Der Gedanke geht der Tat voraus wie der Blitz dem Donner.

Heinrich Heine 1834 ·Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland

Wer sich tief weiss, bemüht sich um Klarheit; wer der Menge tief scheinen möchte, bemüht sich um Dunkelheit.

Friedrich Nietzsche 1882 ·Die fröhliche Wissenschaft

Gedanken sind die Schatten unserer Empfindungen - immer dunkler, leerer, einfacher als diese.

Friedrich Nietzsche 1882 ·Die fröhliche Wissenschaft

Die Anschauung ist das Fundament der Erkenntnis.

Johann Heinrich Pestalozzi 1801 ·Wie Gertrud ihre Kinder lehrt

So großes Kleinod, einmal sein statt gelten!

Annette von Droste-Hülshoff 1844 ·An ***

Gott findet sich selbst, indem er erschafft.

Rabindranath Tagore 1916 ·Stray Birds

Dass ich existiere, ist eine fortwährende Überraschung, die das Leben ist.

Rabindranath Tagore 1916 ·Stray Birds

Das Leben kann nur rückwärts verstanden, muss aber vorwärts gelebt werden.

Søren Kierkegaard 1843 ·Tagebücher

Dreißig Speichen umgeben eine Nabe: In ihrem Nichts besteht des Wagens Werk.

Lao Tzu 400 v.Chr. ·Daodejing

Lernen und ständig darin sich üben — ist das nicht eine Freude?

Konfuzius 500 v.Chr. ·Lunyu (Gespräche)

Lösche den Eindruck, ich sei gekränkt — und die Kränkung ist gelöscht.

Marc Aurel 180 ·Selbstbetrachtungen