Zitare

Romantik

1798 – 1850

46 Zitate

Die Wahrheit ist, daß mir auf Erden nicht zu helfen war.

Heinrich von Kleist 1811 ·Abschiedsbrief an Marie von Kleist

Nun, o Unsterblichkeit, bist du ganz mein!

Heinrich von Kleist 1821 ·Prinz Friedrich von Homburg

Küsse, Bisse, das reimt sich, und wer recht von Herzen liebt, kann das eine für das andere greifen.

Heinrich von Kleist 1808 ·Penthesilea

Das Paradies ist verriegelt und der Cherub hinter uns; wir müssen die Reise um die Welt machen, und sehen, ob es vielleicht von hinten irgendwo wieder offen ist.

Heinrich von Kleist 1810 ·Über das Marionettentheater

Wo Kinder sind, da ist ein goldnes Zeitalter.

Novalis 1798 ·Blüthenstaub

Die Philosophie ist eigentlich Heimweh — Trieb, überall zu Hause zu sein.

Novalis 1799 ·Das allgemeine Brouillon

Wir suchen überall das Unbedingte, und finden immer nur Dinge.

Novalis 1798 ·Blüthenstaub

Nach innen geht der geheimnisvolle Weg. In uns, oder nirgends, ist die Ewigkeit mit ihren Welten, die Vergangenheit und Zukunft.

Novalis 1798 ·Blüthenstaub

Wer hat dich, du schöner Wald, Aufgebaut so hoch da droben? Wohl den Meister will ich loben, Solang noch mein' Stimm' erschallt.

Joseph von Eichendorff 1810 ·Der Jäger Abschied

Laue Luft kommt blau geflossen, Frühling, Frühling soll es sein! Waldwärts Hörnerklang geschossen, Mut'ger Augen lichter Schein;

Joseph von Eichendorff 1815 ·Frische Fahrt

Es ist schon spät, es wird schon kalt, Was reitst du einsam durch den Wald? Der Wald ist lang, du bist allein, Du schöne Braut! Ich führ dich heim!

Joseph von Eichendorff 1815 ·Waldgespräch

Komm, Trost der Welt, du stille Nacht! Wie steigst du von den Bergen sacht, Die Lüfte alle schlafen, Ein Schiffer nur noch, wandermüd, Singt übers Meer sein Abendlied Zu Gottes Lob im Hafen.

Joseph von Eichendorff 1837 ·Der Einsiedler

Aus der Heimat hinter den Blitzen rot Da kommen die Wolken her, Aber Vater und Mutter sind lange tot, Es kennt mich dort keiner mehr.

Joseph von Eichendorff 1837 ·In der Fremde

O Täler weit, o Höhen, O schöner, grüner Wald, Du meiner Lust und Wehen Andächtger Aufenthalt!

Joseph von Eichendorff 1810 ·Abschied

In einem kühlen Grunde Da geht ein Mühlenrad, Meine Liebste ist verschwunden, Die dort gewohnet hat.

Joseph von Eichendorff 1813 ·Das zerbrochene Ringlein

Es schienen so golden die Sterne, Am Fenster ich einsam stand Und hörte aus weiter Ferne Ein Posthorn im stillen Land.

Joseph von Eichendorff 1834 ·Sehnsucht

Und meine Seele spannte Weit ihre Flügel aus, Flog durch die stillen Lande, Als flöge sie nach Haus.

Joseph von Eichendorff 1837 ·Mondnacht

Die Schönheit ist nichts als das Versprechen des Glücks.

Stendhal 1822 ·De l'amour

Ein Roman ist ein Spiegel, den man auf einem Weg entlang trägt.

Stendhal 1830 ·Le Rouge et le Noir

Der Tod einer schönen Frau ist also unzweifelhaft das poetischste Thema der Welt.

Edgar Allan Poe 1846 ·The Philosophy of Composition

Alles, was wir sehen oder scheinen, ist nur ein Traum in einem Traum.

Edgar Allan Poe 1849 ·A Dream Within a Dream

Sprach der Rabe: „Nimmermehr."

Edgar Allan Poe 1845 ·The Raven

Wem Gott will rechte Gunst erweisen, Den schickt er in die weite Welt.

Joseph von Eichendorff 1826 ·Aus dem Leben eines Taugenichts (Der frohe Wandersmann)

Es war, als hätt der Himmel Die Erde still geküßt, Daß sie im Blütenschimmer Von ihm nur träumen müßt.

Joseph von Eichendorff 1837 ·Mondnacht

Schläft ein Lied in allen Dingen, Die da träumen fort und fort, Und die Welt hebt an zu singen, Triffst du nur das Zauberwort.

Joseph von Eichendorff 1835 ·Wünschelrute

Eines Morgens wachte ich auf und fand mich berühmt.

Lord Byron 1812 ·Brief an Thomas Moore (über Moore-Biographie)

Sie wandelt in Schönheit, gleich der Nacht wolkenloser Himmel und sternenklarer Räume.

Lord Byron 1815 ·Hebrew Melodies

Die Wahrheit ist immer seltsam — seltsamer als jede Fiktion.

Lord Byron 1823 ·Don Juan

Nichts ist für den menschlichen Geist schmerzhafter als ein großer und plötzlicher Wandel.

Mary Shelley 1818 ·Frankenstein; or, The Modern Prometheus

Lernt aus meiner Geschichte, wenn nicht durch meine Worte, dann durch mein Beispiel, wie gefährlich der Erwerb von Wissen ist.

Mary Shelley 1818 ·Frankenstein; or, The Modern Prometheus

Ich, der elende und verlassene, bin eine Missgeburt, dazu da, beschimpft, getreten und niedergetrampelt zu werden.

Mary Shelley 1818 ·Frankenstein; or, The Modern Prometheus

Glauben heißt, gerade das Paradox annehmen, das die Existenz ist.

Søren Kierkegaard 1843 ·Furcht und Zittern

Ein Dichter ist ein unglücklicher Mensch, der ein tiefes Leid in sich trägt, und dessen Lippen so geformt sind, daß die Seufzer als schöne Musik herauskommen.

Søren Kierkegaard 1843 ·Entweder-Oder

Heirate, und du wirst es bereuen; heirate nicht, und du wirst es auch bereuen.

Søren Kierkegaard 1843 ·Entweder-Oder

Gott wird mir verzeihen, das ist sein Beruf.

Heinrich Heine 1856 ·Letzte Worte

Der Gedanke geht der Tat voraus wie der Blitz dem Donner.

Heinrich Heine 1834 ·Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland

Düfte sind die Gefühle der Blumen.

Heinrich Heine 1826 ·Die Harzreise

Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.

Heinrich Heine 1843 ·Nachtgedanken

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, Daß ich so traurig bin; Ein Mährchen aus alten Zeiten, Das kommt mir nicht aus dem Sinn.

Heinrich Heine 1827 ·Buch der Lieder

Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher Verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.

Heinrich Heine 1823 ·Almansor

So großes Kleinod, einmal sein statt gelten!

Annette von Droste-Hülshoff 1844 ·An ***

Wo man am meisten fühlt, weiß man nicht viel zu sagen.

Annette von Droste-Hülshoff 1860 ·An meine Mutter

Wär ich ein Mann doch mindestens nur, so würde der Himmel mir raten;

Annette von Droste-Hülshoff 1842 ·Am Thurme

O, schaurig ist's, übers Moor zu gehn

Annette von Droste-Hülshoff 1842 ·Der Knabe im Moor

Ach, alles trägt man leicht, ist man nur jung, Nur jung noch und gesund!

Annette von Droste-Hülshoff 1844 ·Nach fünfzehn Jahren

Das Leben kann nur rückwärts verstanden, muss aber vorwärts gelebt werden.

Søren Kierkegaard 1843 ·Tagebücher