Zitare

Paris

Hauptstadt Frankreichs. Exilort und Sterbeort mehrerer europäischer Schriftsteller: Heinrich Heine (gestorben 1856 in der Matratzen- gruft), Oscar Wilde (gestorben 1900 im Hotel d'Alsace).

51 Zitate · city

Zitate

Der Mensch übersteigt unendlich den Menschen.

Blaise Pascal 1670 ·Pensées

Da man nicht erreichen konnte, dass das Gerechte stark sei, hat man dafür gesorgt, dass das Starke gerecht sei.

Blaise Pascal 1670 ·Pensées

Das Letzte, was man beim Verfassen eines Werkes findet, ist die Erkenntnis, was man an den Anfang stellen muss.

Blaise Pascal 1670 ·Pensées

Die wahre Beredsamkeit spottet der Beredsamkeit, die wahre Moral spottet der Moral.

Blaise Pascal 1670 ·Pensées

Der Mensch ist weder Engel noch Tier, und das Unglück will, dass, wer den Engel spielen will, das Tier macht.

Blaise Pascal 1670 ·Pensées

Das Ich ist hassenswert.

Blaise Pascal 1670 ·Pensées

Wir leben niemals, sondern wir hoffen zu leben.

Blaise Pascal 1670 ·Pensées

Das ganze Unglück der Menschen rührt von einer einzigen Sache her: dass sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben wissen.

Blaise Pascal 1670 ·Pensées

Die Nase der Kleopatra — wäre sie kürzer gewesen, das ganze Antlitz der Erde hätte sich geändert.

Blaise Pascal 1670 ·Pensées

Die Schönheit ist nichts als das Versprechen des Glücks.

Stendhal 1822 ·De l'amour

Ein Roman ist ein Spiegel, den man auf einem Weg entlang trägt.

Stendhal 1830 ·Le Rouge et le Noir

Wenn Gott die Frau in Vortrefflichkeit geschaffen hat, dann ist sie von höchster Vortrefflichkeit.

Christine de Pizan 1405 ·Le Livre de la Cité des Dames

Es schien mir, als wäre ich gleich einer Ernte tieferer Philosophie als ich es vorher gewesen war: als wäre ich aus einem Traum erwacht.

Christine de Pizan 1405 ·Le Livre de la Cité des Dames

Der Bürokrat ist allmächtig in Frankreich; außerdem ist er kaum versetzbar.

Honoré de Balzac 1838 ·Les Employés

Jetzt zwischen uns beiden!

Honoré de Balzac 1835 ·Le Père Goriot

Das Geheimnis großer Vermögen ohne erkennbare Ursache ist ein vergessenes Verbrechen — weil es sauber begangen wurde.

Honoré de Balzac 1835 ·Le Père Goriot

Die Religion ist das Opium des Volkes.

Karl Marx 1844 ·Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Einleitung

Ein Gespenst geht um in Europa — das Gespenst des Kommunismus.

Karl Marx 1848 ·Manifest der Kommunistischen Partei

Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kömmt darauf an, sie zu verändern.

Karl Marx 1845 ·Thesen über Feuerbach

Vielleicht ist es so, dass auch das Wunder eine Vernunft hat.

Joseph Roth 1930 ·Hiob — Roman eines einfachen Mannes

Wohin soll ich denn, ich, ein Trotta?

Joseph Roth 1938 ·Die Kapuzinergruft

Es war eine gute Zeit, ich sage es, ohne dass ich der besseren nachweine.

Joseph Roth 1938 ·Die Kapuzinergruft

Wo eine Kette von Begebenheiten vor uns erscheint, da sieht er eine einzige Katastrophe, die unablässig Trümmer auf Trümmer häuft und sie ihm vor die Füße schleudert.

Walter Benjamin 1940 ·Über den Begriff der Geschichte

Geschichte ist Gegenstand einer Konstruktion, deren Ort nicht die homogene und leere Zeit, sondern die von Jetztzeit erfüllte bildet.

Walter Benjamin 1940 ·Über den Begriff der Geschichte

Es ist niemals ein Dokument der Kultur, ohne zugleich ein solches der Barbarei zu sein.

Walter Benjamin 1940 ·Über den Begriff der Geschichte

Das ewige Schweigen dieser unendlichen Räume erschreckt mich.

Blaise Pascal 1670 ·Pensées

Das Herz hat seine Gründe, die die Vernunft nicht kennt.

Blaise Pascal 1670 ·Pensées

Der Mensch ist nur ein Schilfrohr, das schwächste der Natur — aber ein denkendes Schilfrohr.

Blaise Pascal 1670 ·Pensées

Weder die Sonne noch der Tod lassen sich starr ansehen.

François de La Rochefoucauld 1678 ·Maximes

Alle Welt klagt über ihr Gedächtnis, niemand über sein Urteilsvermögen.

François de La Rochefoucauld 1678 ·Maximes

Die Heuchelei ist die Huldigung, die das Laster der Tugend erweist.

François de La Rochefoucauld 1678 ·Maximes

Unsere Tugenden sind meistens nichts anderes als verkleidete Laster.

François de La Rochefoucauld 1678 ·Maximes

Das Bessere ist der Feind des Guten.

Voltaire 1772 ·La Bégueule

Alles ist zum Besten in der besten aller möglichen Welten.

Voltaire 1759 ·Candide ou l'Optimisme

Zweifel ist kein angenehmer Zustand, aber Gewissheit ist ein lächerlicher.

Voltaire 1767 ·Brief an Friedrich II.

Wenn Gott nicht existierte, müsste man ihn erfinden.

Voltaire 1768 ·Épître à l'auteur du livre des Trois Imposteurs

Ein Zyniker ist ein Mensch, der von allem den Preis kennt und von nichts den Wert.

Oscar Wilde 1892 ·Lady Windermere's Fan

Die Wahrheit ist selten rein und nie einfach.

Oscar Wilde 1895 ·The Importance of Being Earnest

Leben ist das Seltenste auf der Welt. Die meisten Menschen existieren, das ist alles.

Oscar Wilde 1891 ·The Soul of Man under Socialism

Wir liegen alle im Rinnstein, aber manche von uns schauen nach den Sternen.

Oscar Wilde 1892 ·Lady Windermere's Fan

Ich kann allem widerstehen, nur der Versuchung nicht.

Oscar Wilde 1892 ·Lady Windermere's Fan

Wir dürfen nicht hoffen, eine bessere Welt zu erbauen, ehe nicht die Individuen besser werden.

Marie Curie 1934

Haben Sie den Mut, mit Ihrem Kopf zu denken.

Marie Curie 1934

Ein Gelehrter in einem Laboratorium ist nicht nur ein Techniker, er steht auch vor den Naturvorgängen wie ein Kind vor einer Märchenwelt.

Marie Curie 1933 ·Rede in Madrid

Gott wird mir verzeihen, das ist sein Beruf.

Heinrich Heine 1856 ·Letzte Worte

Der Gedanke geht der Tat voraus wie der Blitz dem Donner.

Heinrich Heine 1834 ·Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland

Düfte sind die Gefühle der Blumen.

Heinrich Heine 1826 ·Die Harzreise

Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.

Heinrich Heine 1843 ·Nachtgedanken

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, Daß ich so traurig bin; Ein Mährchen aus alten Zeiten, Das kommt mir nicht aus dem Sinn.

Heinrich Heine 1827 ·Buch der Lieder

Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher Verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.

Heinrich Heine 1823 ·Almansor

Nichts im Leben ist zu fürchten, es ist nur zu verstehen.

Marie Curie 1934